Am 8. November fand der zweite Sächsische Innovationsgipfel im glücksgas stadion Dresden statt. In seiner Eröffnungsrede sagte Sachsens Staatsminister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, Sven Morlok: „Sachsens Unternehmen sind überdurchschnittlich innovativ. Das liegt natürlich an den klugen Köpfen im Freistaat, aber auch an der vorbildlichen Wissenschafts-Infrastruktur in Sachsen mit vielen universitären und außeruniversitären Einrichtungen. Sie untereinander, aber auch mit den vielen Unternehmen zu vernetzen, ist eine der wichtigsten Aufgaben für die Politik.“
Im folgenden Vortrag gab der renommierte Trendforscher Moshe Rappoport, vom IBM Zurich Research Laboratory einen visionären Ausblick auf die technologische Zukunft in den nächsten fünf Jahren. Sein inspirierender Vortrag folgte dem Leitgedanken, dass Innovation mehr als eine Erfindung bedarf. Erst die Einsicht des wirklichen Bedarfs macht aus einer Erfindung eine tatsächliche Innovation.
Alexander Gerybadze, Professor für Internationales Management und Innovation an der Universität Hohenheim zeigte in seinem Vortrag, welche Strategien es für erfolgreiche Innovationen und Wachstum am Innovationsstandort Deutschland gibt.
Im Anschluss an die beiden Hauptvorträge verteilte sich das Publikum auf zwei parallel laufende Veranstaltungsformate. Im Fachforum unter der Leitung von Professor Dornberger von der Universität Leipzig trafen sich gut 2/3 der Gäste wieder. Die drei eingeladenen Experten näherten sich aus verschiedenen Blickwinkeln dem Thema „Internationalisierungsstrategien im innovativen Mittelstand“. Dr. Jutta Günther vom IWH Halle/ Saale lieferte eine umfassende statistische Analyse der Trends in internationalen FuE-Kooperationen deutscher Unternehmen. Als Vollblutunternehmer gab Dr. André Gerth einen Überblick über erfolgreiche internationale FuE-Projekte in seinem Unternehmen VITA 34 AG. Die Rolle der Hochschulen für den Ausbau internationaler Kooperationen war dann das Thema von Professor Lenk von der Universität Leipzig. Ganz konkret ging er dabei auch auf die Unterstützungsmöglichkeiten der Hochschulen für Internationalisierungsvorhaben in KMU ein. Die Aktualität und Wichtigkeit des Themas zeigte sich u.a. an den vielen Fragen der Zuhörer im Anschluss an die Vorträge.
Das parallel laufende World-Café unter Leitung von Petra Voßebürger von der IKU GmbH wurde zu einem gelungenen Experiment. In Arbeitsatmosphäre trafen sich vor allem Unternehmen zum aktiven Gedanken- und Erfahrungsaustausch. Drei verschiedene Themen wurden an mehreren Tischen in einem Kreis von sechs Personen diskutiert. Die Ergebnisse und Anregungen für die Teilnehmer des Innovationsgipfels wurden auf Flipchartbögen dokumentiert und im Get-together ausgestellt. Ganz nebenbei wurden dabei auch neue Kontakte geknüpft und Visitenkarten ausgetauscht.
Zurück im Plenum wurden die Ergebnisse beider Formate zusammengefasst. Professor Dornberger übermittelte die Erkenntnisse und Thesen aus dem Fachforum. Die Beobachter des Worldcafés Dr. Marija Radic vom Fraunhofer MOEZ und Torsten Strom von der IDEEN: strom GmbH gaben dem Publikum ihren Eindruck wieder, von der Atmosphäre und den angeregten Diskussionen an den Tischen im Worldcafé.
Professor Warschat von Fraunhofer IAO, Stuttgart eröffnete mit seinem kurzweiligen Vortrag den dritten Teil des Sächsischen Innovationsgipfels. Anschaulich für die Zuhörerschaft näherte er sich der Frage wie sich Unternehmen das Internet und neue Medien als Erfolgsfaktoren im Innovationsmanagement zu Nutze machen können.
Der Dresdner Unternehmer Dirk Röhrborn berichtete anschließend darüber, wie in seinem Unternehmen Communardo Software GmbH eine Unternehmenskultur geprägt durch Offenheit, Transparenz und Kommunikation dazu beiträgt, Innovationen zu entwickeln und mit Ausdauer und Engagement in marktfähige Produkte umzusetzen.
Moderatorin Petra Voßebürger lud zum Abschluss des offiziellen Programms zur Podiumsdiskussion ein. Hartmut Fiedler, Sächsischer Staatssekretär für Wirtschaft und Arbeit, Professor Gerybadze, Professor Warschat, Dirk Röhrborn und Christian Potz von der SMT & HYBRID GmbH aus Dresden griffen dabei verschiedene Themen des Tages auf. Insbesondere das Thema Wachstum durch Innovation und Innovationskultur in Unternehmen wurden lebhaft diskutiert und gaben Anlass zu Rückfragen und Statements aus dem Publikum. Staatssekretär Hartmut Fiedler erläuterte in seinem Abschlussstatement die Rolle des Freistaates im Innovationsprozess und gab Einblicke in die Innovationsstrategie Sachsen, die das SMWA derzeit in Federführung erarbeitet.
Mit einem stimmungsvoll beleuchteten Stadion im Hintergrund fand der Innovationsgipfel mit Gesprächen beim Get-Together, bei denen neue Kontakte geschlossen und Erkenntnisse aus den Vorträgen und Erfahrungen ausgetauscht wurden, am Abend seinen Abschluss.
An dieser Stelle ein herzlicher Dank an alle Referenten, die zum Gelingen des zweiten Sächsischen Innovationsgipfels beigetragen haben.
Ausgewählte Vorträge vom Sächsischen Innovationsgipfel finden Sie hier.
Impressionen zum Innovationsgipfel hier.