Pressemitteilung
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futureSAX prämiert beste Marketingstrategien
Dresden, 30.03.2010: Beim sachsenweiten Businessplan-Wettbewerb futureSAX wurden in Phase II die überzeugendsten Geschäfts- und Marketingstrategien sächsischer Existenzgründer gesucht. Bei einer feierlichen Preisverleihung im Werk der EuroMaint Rail GmbH in Delitzsch werden heute die vier Gewinnerteams ausgezeichnet.
Hauptsponsor des Abends ist die Stadt- und Kreissparkasse Leipzig, die sich als Partner von futureSAX schon seit vielen Jahren für junge, sächsische Existenzgründer einsetzt. Andreas Koch, Vorstandsmitglied der Sparkasse Leipzig, zu diesem Engagement:
„Die Sparkasse Leipzig unterstützt innovative Gründer, weil Jungunternehmer für ein nachhaltiges Wirtschaftswachstum in der Region unverzichtbar sind und dringend benötigte Arbeitsplätze schaffen. Zur Finanzierung tragfähiger Konzepte und Geschäftsideen haben wir allein in diesem Bereich im vergangenen Jahr einen gut zweistelligen Millionenbetrag ausgereicht. Wir empfehlen allen potenziellen Gründern, die umfassenden Leistungen unseres Unternehmensgründerbüros und des zugehörigen Netzwerks - so zum Beispiel futureSAX - in Anspruch zu nehmen. Denn jede noch so gute Idee braucht zur erfolgreichen Umsetzung eine fundierte Planung.“
Auch Carl-Ernst Giesting, Vorstandsvorsitzender der envia Mitteldeutsche Energie AG, schätzt die Arbeit von futureSAX im Bereich Existenzgründung sehr: „Für die nachhaltige Weiterentwicklung unseres Landes ist es wichtig, risikobereite Existenzgründer mit markttauglichen Ideen zu fördern. Deshalb engagieren wir uns gern bei futureSAX, das sich als Sprungbrett für erfolgreiche Jungunternehmer sehr gut entwickelt hat.“
Um diesen wirtschaftlichen Erfolg in Zukunft zu erreichen, mussten die sächsischen Gründerteams aber in Phase II zunächst eine Expertenjury in den vier Kategorien – Bio-/Nanotechnologie, Informations- und Kommunikationstechnologie, Technologie sowie Service – von ihren Geschäfts- und Marketingkonzepten überzeugen. Unter den insgesamt 78 Teilnehmern haben sich vier Teams gegen eine starke Konkurrenz durchgesetzt und werden heute Abend mit einem Preisgeld in Höhe von 3.000 EUR ausgezeichnet. Preisstifter sind die Stadt- und Kreissparkasse Leipzig, die Vodafone D2 GmbH, UKM Fahrzeugteile GmbH sowie die envia Mitteldeutsche Energie AG.
In der Kategorie Bio-/Nanotechnologie gewinnt die FORTECH UG. Das Dresdner Team entwickelt eine Operationstechnik für Hornhautverletzungen am Auge. Ein neuartiger Halter für Amnionmembranen wird wie eine Kontaktlinse unter die Augenlider gesetzt, wodurch die Therapie erheblich vereinfacht wird. Anstatt einer Operation mit Krankenhausaufenthalt, bei der eine Amnionmembran angenäht wird, ist nur noch ein ambulanter Eingriff erforderlich.
Sieger der Kategorie Informations- und Kommunikationstechnologie ist das Team CATERNA aus Dresden. Auf Basis eines bereits bestehenden Sehtrainings für schielende Kinder, hat das Team eine eHealth-Lösung entwickelt, die das Sehtraining als stark individualisierbare Computeranwendung gestaltet, die über eine Onlineplattform für den Patienten zu Hause verfügbar ist.
In der Kategorie Technologie ist das Team Ovulationsmessring aus Leipzig Preisträger in Phase II des futureSAX 2010. Das Team entwickelt einen neuartigen Ovulationsmessring (Ferti-Messring). Bei dem Ferti-Messring handelt es sich um ein System zur natürlichen Fruchtbarkeitskontrolle auf Basis einer kontinuierlichen Messung der Körperinnentemperatur.
Auf dem Siegertreppchen in der Kategorie Service steht mit mobilitates sedes ein Gründerteam aus Chemnitz. mobilitates sedes entwirft und konzipiert Leichtbaumöbelstücke für den privaten und öffentlichen Gebrauch, die nicht nur einen Umzug erleichtern, sondern auch individuell bedruckbar und funktional sind. Ein weiterer Nutzen wird durch die geplante Integration von Kunststoffen als innovative Funktionsträger angestrebt.
Außerdem erhält das Sächsische Gründernetzwerk futureSAX selbst am 30. März 2010 eine Auszeichnung: Als „Ausgewählter Ort“ im Rahmen der bundesweiten Initiative „Deutschland – Land der Ideen“ wird es auf Bundesebene für die Unterstützung von Innovation, visionärem Denken und wirtschaftlicher Leistungskraft honoriert.
Nähere Informationen zu den Preisträgern und Nominierten sind in der Anlage beigefügt.
Weitere Informationen zum Wettbewerb stehen im Presse-Downloadbereich unter www.futuresax.de zur Verfügung.
Businessplan-Wettbewerb Sachsen GmbH
Pirnaische Straße 9
01069 Dresden
Service-Center: 01803-30 60 30
Ansprechpartner für die Presse:
Beate Bartsch, Pressesprecherin SAB,
Tel. 0351 4910-3821
Fax 0351 4910-3805
Email: Beate.Bartsch@sab.sachsen.de
Über futureSAX - Das sächsische Existenzgründernetzwerk
futureSAX startete im Jahr 2002 unter Schirmherrschaft des Sächsischen Staatsministers für Wirtschaft und Arbeit erstmals als branchenoffener Businessplan-Wettbewerb. Heute ist futureSAX das Sächsische Existenzgründernetzwerk für technologieorientierte Gründer und junge Wachstumsunternehmer mit den drei Säulen - Businessplan, Seminare und Netzwerk.
Im achten Wettbewerbsjahr werden wieder innovative Ideen von Existenzgründern und jungen Wachstumsunternehmern gesucht. In drei Phasen bauen die Teilnehmer ihre Geschäftsidee zunächst zu einer Marketingstrategie und schließlich zu einem tragfähigen Businessplan aus. Jede Phase wird von Unternehmern, Kapitalgebern und anderen Experten einer Fachjury intensiv begleitet und am Ende mit Feedback bewertet. Mehr als 100 Juroren und Coachs unterstützen professionell die Realisierung der Ideen. Parallel dazu steht allen futureSAX-Teilnehmern das kostenlose Seminarprogramm mit offen.
Bisher wurden über 230 Unternehmen von futureSAX-Teilnehmern gegründet und mehr als 2.850 Arbeitsplätze geschaffen.
Der Wettbewerb ist mit insgesamt 68.000 Euro dotiert. Der eigentliche Hauptpreis sind aber die Kontakte des futureSAX-Netzwerks. Denn der Austausch mit Kapitalgebern, Unternehmern, Partnern und anderen Gründern ist für jeden Existenzgründer und Wachstumsunternehmer wichtiger als jede Finanzspritze.
Der Wettbewerb wird unterstützt von:
Freistaat Sachsen - Sächsisches Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, Sächsische Aufbaubank - Förderbank -, KfW Bankengruppe, High-Tech Gründerfonds Management GmbH, Ostsächsische Sparkasse Dresden, Stadt- und Kreissparkasse Leipzig und S- Beteiligungen, Sparkasse Chemnitz, Bürgschaftsbank Sachsen und Mittelständische Beteiligungsgesellschaft Sachsen mbH, Technologiegründerfonds Sachsen, factoring.plus.AG, UKM Fahrzeugteile GmbH, Vodafone D2 GmbH, PriceWaterhouseCoopers AG, bruno banani underwear GmbH, IBM Deutschland GmbH, Offizin Andersen Nexö, KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, envia Mitteldeutsche Energie AG, DATEV eG, Roth & Rau AG, Giesecke & Devrient GmbH
Preisträger in der Kategorie Bio-/Nanotechnologie
Team FORTECH UG, Dresden
Seit den 1990er Jahren wird bei Hornhautverletzungen am Auge eine Amnionmembran als "Verband" auf die verletzte Hornhaut aufgenäht. Das Aufnähen erfordert einen stationären Krankenhausaufenthalt mit einer Operation unter Anästhesie mit einer durchschnittlichen Liegezeit von drei bis fünf Tagen. Das Nähen wird nicht immer vertragen und es können sich Komplikationen ergeben. Die FORTECH UG hat nun einen neuartigen Halter für die Amnionmembran zur Praxisreife gebracht. Der Halter ersetzt das Annähen. Er wird so wie eine Kontaktlinse unter die Augenlider gesetzt, wodurch sich die Therapie erheblich vereinfacht. Anstatt einer Operation mit Krankenhausaufenthalt ist nur noch ein ambulanter Eingriff erforderlich. Dadurch werden Komplikationen, die beim Annähen auftreten können, ausgeschlossen, die therapeutischen Möglichkeiten werden erweitert und es wird eine erhebliche Kostenreduktion erreicht. Es wird sowohl ein Nutzen für den Patienten als auch für die Gesellschaft erreicht.
Weiterhin nominiert in der Kategorie Bio-/Nanotechnologie:
Team Biano Science, Leipzig
Pharmazie, intelligente siRNA, zellspezifische Medikamente
Team Gerald Jaeger, Leipzig
Pharmazie, Impfstoff zur aktiven Immunisierung gegen Salmonellen
Team Retinogen, Dresden
regenerative Medizin, Zelltherapie, Netzhautregeneration
Team Kobra, Leipzig
Tissue Engineering, innovative Kollagenmembranen, Beschleunigung Knochenregeneration
Preisträger in der Kategorie Informations- und Kommunikationstechnologie
Team CATERNA – computer aided therapy, Dresden
An der Universitätsaugenklinik Dresden wurde unter Federführung Dr. Kämpfs ein Sehtraining entwickelt, mit dem schielende Kinder erfolgreich behandelt werden können. Die Patienten, deren Sehkraft entscheidend gesteigert werden konnte, litten an einer weit verbreiteten Schwachsichtigkeit namens Amblyopie. Der Ansatz beruht auf einer Unterstützung des Standardverfahrens, bei dem das gesunde Auge mit einem Pflaster abgeklebt wird. Die Idee von entsprechenden Sehübungen als Komplementärbehandlung ist nicht neu, doch bisherige Ansätze waren für Patienten und Eltern sehr zeit- und kostenintensiv, da die Übungen ambulant durchgeführt werden mussten.
Auf Basis dieser Forschungsergebnisse hat das Dresdner Projekt nun eine eHealth-Lösung entwickelt, die alle diese Nachteile ausgleicht, indem sie das Sehtraining als Computeranwendung gestaltet, die über eine Onlineplattform für den Patienten zu Hause verfügbar ist. Ein weiteres Novum: der trainierende Sehstimulus besteht aus speziellen, bewegten Gittermustern, die individuell auf den Befund des Patienten angepasst werden können. Der Behandlungseffekt kann dadurch optimal ausgenutzt werden, wodurch das bei Kindern so wenig beliebte Tragen eines Augenpflasters auf ein ärztlich vertretbares Minimum reduziert werden kann. Zur Motivation der Kinder wird der Trainingsimpuls mit spannenden Computerspielen kombiniert – die Kinder spielen und trainieren zugleich ihre Sehkraft! Dank Online-Kommunikation können Augenärzte und Ergotherapeuten das Verfahren leicht in Ihre tägliche Arbeit mit den Patienten integrieren. Dies erlaubt auch mit wenigen Praxisbesuchen eine intensive Betreuung und spart dabei Zeit und Geld.
Ein Unternehmen wird noch im ersten Quartal dieses Jahres unter dem Namen Caterna in Dresden gegründet. Zum Kernteam gehören fünf Mitarbeiter aus den Bereichen Psychologie, Informatik, Medizintechnik und Sprachwissenschaften, die an der neuen eHealth-Lösung mitgearbeitet haben. Das Geschäftsmodell wird neben der Forschung und Weiterentwicklung auch die technische Betreuung, die Beratung und den Vertrieb umfassen.
Weiterhin nominiert in der Kategorie Informations- und Kommunikationstechnologie:
Team Datenspiel, Leipzig
Softwaretechnologie, intelligentes Managementsystem für den ÖPNV, Analyse von Verkehrsdaten
Team dimensio informatics, Chemnitz
Softwaretechnologie, Algorithmen für Hochgeschwindigkeitszugriff auf Datenbanken, Einsparung von Rechenzeit
Team Open Analytix, Dresden
Internetportal, Innovationswettbewerbe für Forschungs- und Entwicklungsaufgaben, Budgetsicherheit und Risikominderung
Team SyraPay, Plauen
eBusiness, Zahlungsverfahren für Online-Shops, sichere, schnelle und preiswerte Echtzeitabwicklung
Preisträger in der Kategorie Technologie
Team Ovulationsmessring, Leipzig
Ovulationsmonitoring zur Verbesserung reproduktionsmedizinischer Therapien
In Deutschland leben ca. 1,4 Mio. Paare mit unerfülltem Kinderwunsch aber auch etwa 2 Mio. Paare, die die natürliche Familienplanung (NFP) zur Verhütung einsetzen. Das Team entwickelt einen neuartigen Ovulationsmessring (Ferti-Messring), der von beiden Gruppen verwendet werden kann. Bei dem Ferti-Messring handelt es sich um ein System zur natürlichen Fruchtbarkeitskontrolle auf Basis einer kontinuierlichen Messung der Körperinnentemperatur. Es besteht aus einem flexiblen Ringpessar (Ferti-Messring) mit integrierten Sensoren, das in den Scheidenkanal eingeführt wird und die Temperaturdaten durch Funktechnik an ein externes Handgerät übermittelt. Dieses Handgerät wertet die Temperaturmuster mittels eines Algorithmus aus und zeigt der Frau in Echtzeit ihren Fruchtbarkeitsstatus an. Diese Information kann von Frauen mit Kinderwunsch zur Optimierung ihrer Empfängniswahrscheinlichkeit und von Frauen mit Kontrazeptionswunsch zur Verhütung genutzt werden. Darüber hinaus kann der Ferti-Messring auch von Reproduktionsmedizinern zu einer verbesserten Kinderwunschbehandlung eingesetzt werden.
Weiterhin nominiert in der Kategorie Technologie:
Team Dreipuls, Dresden
LED-Technologie, innovative Lichtsteuerungssysteme, individuelle Lichtkonzepte
Team Kindgerechte Lehrmittel, Dresden
Bildungsmedienmarkt, Lernspielzeug LinguBär, frühkindliche Sprachförderung
Team Sächsische Gesellschaft für Fertigungsautomatisierung, Dresden
Maschinenbau, autonomes Fertigungssystem, Steigerung der Gesamtanlageneffizienz
Team suavis boardsports, Chemnitz
Fertigungstechnologie, Gleitbrettsportgeräte, effiziente und ökologische Produktion
Team TecGla, Freiberg
Glasverarbeitung, hochwertige pharmazeutische Glasrohrabschnitte, Erhöhung der Patienten- und Medikamentensicherheit
Preisträger in der Kategorie Service
Team mobilitas sedes, Chemnitz
Wer heutzutage ein Studium beginnt, tritt früher oder später ein Pflichtpraktikum an oder wagt den Schritt des Auslandsaufenthalts. Dabei sind meistens fremde Städte oder ferne Länder das Ziel. Doch wer möchte schon gern seine vier Wände aufwendig abbauen, transportieren und aufbauen, nur um für einen relativ kurzen Zeitraum ein kleines Stück Heimat bei sich zu haben? Da wäre doch eine preiswerte, funktionale und leichte Lösung das Angenehmste.
Diese Zielstellung hat sich mobilitas sedes gesetzt, und bietet ab April 2010 erste Leichtbaumöbelstücke an, die nicht nur einen Umzug erleichtern, sondern auch individuell bedruckbar und funktional sind. Ein weiterer Nutzen wird durch die geplante Integration von Kunststoffen als innovative Funktionsträger angestrebt. „Wir überdenken das bestehende Verständnis von Möbelstücken und werden unsere Produkte mit innovativen Design- und Funktionselementen versehen“ sagt Emanuel Neubert, Konstrukteur des jungen Unternehmens. Und er fügt hinzu: „Mit unserem starken Partner - Richter und Heß Verpackungen - haben wir einen kompetenten Mitstreiter, mit dessen Unterstützung wir die vor uns liegenden Herausforderungen erfolgreich bewältigen werden.“ Die Produktpalette wird auf drei unterschiedliche Kundengruppen zugeschnitten. Dabei zählen nicht nur Studenten, sondern ebenso Kinder und Businesskunden zu den Zielgruppen von mobilitas sedes. So profitieren zum Beispiel Kinder von einem speziell bereitgestellten Raum für ihre Kreativität, die sie ohne autoritäre Grenzen ausleben zu können. Business-Kunden erhalten eine Möglichkeit, um ihre Kosten für Messestände massiv zu senken, da die Stände aus teilweise recyclebaren Leichtbaumaterialien bestehen und als attraktives und interessantes Werbegeschenk dem Kunden mitgegeben werden können. mobilitas sedes wird versuchen, schrittweise den deutschen Markt zu erobern und später den Vertrieb ins europäische Ausland zu erweitern. Zudem wird das Jungunternehmen – neben dem weiteren Ausbau des Produktportfolios – die die Weiterentwicklung der verwendeten Kunststoffe fokussieren.
Weiterhin nominiert in der Kategorie Service:
Team Geochase, Leipzig
Internetplattform, Schatzsuche über das Mobiltelefon, Verknüpfung von Realität und Virtualität
Team impuls2050 | Produktentwicklung, Dresden
Produktentwicklung und Design für die Generation 65+, Memoli - Das Therapiespiel
Team SPUTNIKDRESDEN, Dresden
Internetplattform, News- und Informationsportal über die kreative Agenturlandschaft in Dresden
Steinberg Wille GbR, Leipzig
Spielwarenindustrie, variable Spielelemente und -möbel, fantasiefördernde Räume für Kinder
Team WetterSchutz, Leipzig
Finanzwesen, Finanzprodukte zur Absicherung wetterbedingter Geschäftsrisiken