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78 Einreichungen in Phase II beim Businessplan-Wettbewerb futureSAX 2010 (mehr)

Sieger futureSAX2009: Team nanometis

Team nanometis, Dresden - Joscha Köllner und Prof. Dr. Dirk Labudde


Wie kann die Wirksamkeit und Sicherheit von Medikamenten verbessert werden? Dieser Frage geht das Team von nanometis, ein Ausgründungsvorhaben des Biotechnologischen Zentrums an der TU Dresden, nach. Die Geschäftsidee von nanometis ist es, die Wirksamkeit von Medikamenten zu analysieren. Grundlage dafür ist die von nanometis entwickelte Softwarelösung zur automatisierten Untersuchung von molekularen Interaktionen bei Membranproteinen. Die genaue Kenntnis solcher Proteine ist insbesondere für die Pharma- und Biotechnologiebranche von großer Bedeutung. Medikamente können mit diesem Wissen gezielter entwickelt und getestet werden, sowie Zeit und Kosten bei der Medikamentenentwicklung reduziert werden.
Die Softwarelösung von nanometis arbeitet mit Daten eines neuen Analyseverfahrens – der Rasterkraftspektroskopie. Mit dieser können einzelne Proteine untersucht und gleichzeitig Reaktionen mit medizinischen Substanzen getestet werden. Für die Analyse der riesigen Datenmenge, die dieses Verfahren produziert, hat nanometis eine leistungsfähige Softwareplattform entwickelt. Das Kerngeschäft von nanometis bildet die softwarebasierte Analyse von Messdaten aus Einzelmoleküluntersuchungen sowie die servicebasierte Auftragsanalyse von Membranproteinen zur Verbesserung von Medikamenten.
Sieger futureSAX2008: bubbles & beyond GmbH

bubbles & beyond GmbH, Leipzig - Dr. Rainer Surkow und Dr. Dirk Schumann

Die bubbles & beyond GmbH entwickelt und vermarktet innovative Produkte an der Schnittstelle von Chemie und Nanotechnologie. Kern des technologischen Ansatzes ist die Bereitstellung neuartiger Schaumsysteme und Schwammstrukturen in Größenbereichen von unter 100 Nanometern bis in den Millimeterbereich. bubbles & beyond ist in der Lage, die Eigenschaften derartiger Schäume vorherzusagen und sie auf bestimmte Aufgaben und Anwendungen hin zu optimieren. Gerade auch im Bereich der nanoskaligen Systeme besteht hier ein erheblicher Know-how-Vorsprung.
Anwendungen finden sich im Baubereich oder in der Medizintechnik und Kosmetik, als hoch effektive Reinigungsmittel oder Oberflächenschutzsysteme.
Die Markteinführung erster Produkte steht kurz bevor bzw. ist bereits erfolgt. Ein erstes Spin-off aus dem Bereich neuartiger Schaumsysteme sind „stubbles, die stabilen Seifenblasen“. Sie werden mittlerweile gemeinsam mit dem Weltmarktführer im Bereich Seifenblasenspiele, der Firma PUSTEFIX, vermarktet. Kurz vor der Markteinführung steht auch die Produktgruppe SOLVANEX, die hochwirksame Oberflächenreinigungsverfahren und einen neuartigen Graffiti-Entferner umfasst, der Farbschmierereien umweltfreundlich und rückstandsfrei beseitigt.

www.bubbles-beyond.com

Sieger futureSAX2007: PHACON GmbH (3D - Modelle)

PHACON GmbH, Leipzig - Hendrik Möckel und Ronny Grunert

Die PHACON GmbH entwickelt und produziert Demonstrationsmodelle für die Weiterbildung und das Training von Medizinern. Trotz weniger verfügbarer Leichenpräparate und Körperspenden können Mediziner somit realitätsnah trainieren. Das zum Patent angemeldete chirurgische Simulationssystem entdeckt Verletzungen von Risikostrukturen (Nerven, Gefäße etc.) während der Simulation.

Des Weiteren stellt PHACON für Patienten spezifische 3D-Modelle her. Diese werden in der präoperativen Planung für chirurgische Eingriffe eingesetzt, dienen der Patientenaufklärung oder können direkt an die Patienten verkauft werden.

Die beiden Gründer, Dipl. Wirtschafts-Ing. Hendrik Möckel und Dipl.-Ing. Ronny Grunert, haben im Rahmen ihrer beruflichen Tätigkeit im Innovationszentrum Computerassistierte Chirurgie (ICCAS) der Universität Leipzig gemeinsam ein Forschungsprojekt in der Ohrchirurgie geleitet. Das fertige Produkt wurde außerhalb der Arbeitszeit zur Serienreife geführt.

www.phacon-leipzig.de

Sieger futureSAX2006: Public Solution
PublicSolution GmbH, Dresden - Robert Wilm

Robert Wilm von PublicSolution (l.) beim Neujahrsempfang des sächsischen Ministerpräsidenten Prof. Dr. Georg Milbradt (r.)Die PublicSolution GmbH entwickelt, lizenziert und vertreibt hybride Spielsysteme weltweit für den boomenden Markt der Unterhaltungselektronik. Das Dresdener Unternehmen hat eine zukunftsweisende hybride Spieltechnologie entwickelt, die auf einzigartige Weise klassisches Spielzeug mit moderner Elektronik verbindet.

Mit einer patentierten Technologie können klassische Spielzeug mit moderner Elektronik verbunden werden. Das heißt, dass elektronische Spiele um greifbare Elemente ergänzt oder andersherum, traditionelle Spiele mit der virtuellen Welt vernetzt werden können. Dadurch werden Spielfiguren zum Leben erweckt, Spielkarten weiterentwickelt und Spielbretter interaktiv.  
Außerdem ist es mit einer speziellen Spielentwicklungsplattform ist es möglich, Spielfunktionen und Regelwerk vorab zu simulieren. Dadurch werden die Kosten der Spielentwicklung, das Entwicklungsrisiko und die Entwicklungszeit drastisch reduziert.

Sieger futureSAX2005: Dresden Silicon

Dresden Silicon GmbH, Dresden - Dr. Patrick Herhold

Dr. Patrick HerholdDresden Silicon stellt digitale Signalverarbeitungssysteme her, die sich durch einen geringen Stromverbrauch und eine kurze Entwicklungszeit auszeichnen. Als so genannte Fabless Semiconductor Company wird sich das Unternehmen auf die Herstellung von Chips für Multimedia- und Mobilfunkanwendungen konzentrieren. Entscheidender Vorteil ist eine neue, flexible Entwurfsmethode, die eine preiswerte und schnelle Entwicklung von Siliziumchips und Software ermöglicht.
 

Das Gründerteam besteht aus Prof. Dr.-Ing. Gerhard Fettweis und drei Mitarbeitern des Vodafone Stiftungslehrstuhls der TU Dresden. Aufbauend auf mehrjährigen Forschungsarbeiten und zahlreichen Referenzprojekten und dem damit verbundenen wissenschaftlichen Erfolg soll nun ein wirtschaftlicher Erfolg erzielt werden. Die Dresden Silicon GmbH wird im August 2005 gegründet werden.
Das erste Produkt der Dresden Silicon GmbH wird ein so genannter Intellectual Property (IP) Core für Videoapplikationen sein, der ab Anfang 2006 verfügbar sein soll. Solche IP Cores bilden z.B. wesentliche Bestandteile von Chips in Videotelefonen oder DVD-Playern. Die Dresden Silicon GmbH ist nach der Systemonic AG, der Radioplan GmbH, der Signalion GmbH und der In-Circuit GmbH die fünfte Ausgründung aus dem Vodafone Stiftungslehrstuhl der TU Dresden.

Sieger futureSAX2004: Neuroprogen

Neuroprogen GmbH, Leipzig - Dr. Sigrid Schwarz

Dr. Sigrid Schwarz bei der PrämierungDie Neuroprogen GmbH beschäftigt sich mit der Bekämpfung der Parkinsonkrankheit durch das Einsetzen von humanen Nervenzellen. Die Funktionsweise der Therapie ist leicht zu verstehen. Bei Parkinsonpatienten stirbt in einem kleinen Bereich des menschlichen Gehirns eine Zellpopulation ab, die den wichtigen Transmitter Dopamin erzeugt. Dieser ist für die Informationsübertragung zwischen den einzelnen Nervenzellen zuständig. Bei der Zellersatztherapie von NeuroProgen werden diese abgestorbenen Zellen durch funktionsfähige, von außen eingebrachte humane Nervenzellen ersetzt. Damit verspricht die Therapie für den Patienten auch im fortgeschrittenen Stadium der Krankheit eine Wiederherstellung der Lebensqualität bei deutlich reduzierten Behandlungskosten. Diese „restaurative Ersatztherapie“ ist eine innovative Sensation. Denn bisher konnten die Auswirkungen der Krankheit nur durch Medikamente gelindert werden. Außerdem kann die neue Therapie sowohl im frühen als auch im fortgeschrittenen Stadium von Parkinson angewendet werden.

Derzeit wird die erste klinische Studie vorbereitet. Dafür muss NeuroProgen das Zelltherapeutikum herstellen und nach der Zertifizierung des Herstellungsprozesses die klinische Studie beantragen. Nach Genehmigung und Fundraising für die Durchführung der klinischen Studie können Patienten therapiert werden. Diese Studie wäre international die erste klinische Studie mit GMP-zertifizierten Stammzellen, die bei Parkinson Patienten durchgeführt wird.

Für das klinische Vorhaben wurde das junge Unternehmen im Juli 2004 zum Sieger des Businessplan-Wettbewerbs "futureSAX" gekürt - und damit für die Zelltherapie ausgezeichnet, die für Patienten mit Parkinson entwickelt worden war.

Das 2001 gegründeten Unternehmens wurde bereits ein Jahr nach Gründung zum Sieger des Existenzgründerwettbewerbs "StartUp" gekürt und war auch für den Deutschen Gründerpreis nominiert.

Dass die Biotechnologie eine der Zukunftsbranchen ist und dabei besonders Leipzig eine große Rolle spielen wird, daran hat Dr. Sigrid Schwarz keinen Zweifel. Das Vorhaben für die kommenden Jahre ist deshalb klar definiert. "NeuroProgen hat das Ziel, sich innerhalb von zehn Jahren als weltweit führendes Biotechnologieunternehmen im Bereich der Zellersatztherapien des Zentralen Nervensystems zu etablieren". Angesichts der bisherigen spektakulären Entwicklungen auf diesem Gebiet traut man dem kleinen Leipziger Unternehmen alles zu.

Sieger futureSAX2003: Euroderm

Euroderm GmbH, Leipzig – Dr. Andreas Emmendörfer, Sabine Krüger

Im Labor von NeuroprogenDie euroderm GmbH betätigt sich hauptsächlich auf zwei Geschäftsfeldern. Einerseits stellt sie verschiedene Präparate zur Behandlung von chronischen Wunden her. Bei einem der Präparate, eurokinin, handelt es sich um Wachstumsfaktoren, die für jeden Patienten individuell aus seinem Blut isoliert werden und die mit dem täglichen Verbandswechsel auf die Wunde aufgetragen werden. Mit dieser ambulanten Therapie kann eine (beschleunigte) Abheilung erreicht und damit die Lebensqualität deutlich verbessert werden. Ferner werden für therapeutische Zwecke autologe Hauttransplantate aus Hautstammzellen hergestellt.

Außerdem stellt die euroderm GmbH im zweiten Geschäftsfeld menschliche Oberhaut für die Industrie (Chemie, Pharmazie und Kosmetik) her. Diese in der Zellkultur erzeugte Haut kann schon jetzt Tierversuche ersetzen und wird dahingehend weiterentwickelt, dass mit ihr künftig auch die allergieauslösenden Eigenschaften von Chemikalien oder Kosmetika in der Zellkultur erkannt werden können.

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