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„Der inku-BA-tor (…) ist ein Ort, an dem sich aus Ideen nachhaltige Gründungen entwi­ckeln können.“

futureSAX im Start-up-Partner-Netzwerk-Interview mit Matthias Untisz, Geschäfts­führer, inku-BA-tor. das wirtschafts­labor. gemein­nützige UG

Ein Inkubator hilft laut Definition anderen neu gegrün­deten Unter­nehmen und betreut diese. Der inku-BA-tor. das wirtschafts­labor. gemein­nützige UG geht noch einen Schritt weiter und hat es sich zur Aufgabe gemacht, den Kompetenz- und Wissen­stransfer zwischen zukünf­tigen Gründern, der Wissen­schaft und gestan­denen Unter­nehmen zu fördern und damit den Wirtschafts­standort Ostsachsen bereits auf der „Schulbank“ auf- und auszu­bauen. Dabei ist die enge Koope­ration mit der BA Bautzen ein wichtiger Bestandteil aber auch Mehrgewinn für alle. Wir sprachen mit dem Geschäfts­führer Matthias Untisz zu über seine Arbeit und die Bedeutung der Verbindung zur Region.

 

futureSAX: Herr Untisz, bitte beschreiben Sie den inku-BA-tor in einem Satz.

Der inku-BA-tor konzentriert Fachwissen, ist Teil eines weiten Netzwerks und ein Ort, an dem sich aus Ideen nachhaltige Gründungen entwickeln können.
 
futureSAX: Stellen wir uns vor, ich sei Gründer in einer frühen Phase. Wie sieht konkret die Hilfe aus, die ich von Ihnen erwarten kann?

Zunächst wird die Gründungsidee reflektiert, eine individuelle Entwicklungsabsprache getroffen. Einzelne Schwerpunkte werden vertieft und erste Planungen entworfen. Schritt für Schritt wird ein fachliches Netzwerk um das Vorhaben herum aufgebaut - zielführend und ohne unnötige Umwege. Damit können Zusatzbedarfe z.B. in den betriebswirtschaftlichen oder angrenzenden Bereichen an einem Ort - der für alle Interessierten offen ist - zur Verfügung gestellt werden.
 
futureSAX: Welcher Mehrwert entsteht durch die enge Verknüpfung zur Staatlichen Studienakademie Bautzen?

Die Vernetzung der Staatlichen Studienakademie Bautzen basiert einerseits auf ihren intensiven Kontakten zu den Praxisunternehmen der Studierenden. Andererseits werden gerade die Lehrveranstaltungen im Bereich Unternehmensführung auch von erfahrenen Lehrbeauftragten aus der Steuer- und Unternehmensberatung sowie aus dem Finanzierungsbereich gehalten. Daher konzentriert sich gründungsrelevante Expertise an diesem Ort besonders.
 
futureSAX: Durch den Sitz in Bautzen befinden Sie sich im Herzen Ostsachsens. Was zeichnet das wirtschaftliche Ökosystem dort aus und wie engagiert sich der inku-BA-tor in der Region?

Gründungsinteressierte in Ostsachsen zielen auf ihren lokalen und regionalen Markt ab. Den kennen sie besonders gut und sind vor allem in der Lage, die entsprechenden Potentiale zu sehen. Gleichzeitig nehmen sie aber auch überregionale Absatzmärkte in den Blick. Dabei nutzen sie die günstigen Ansiedlungsbedingungen, die Ostsachsen bei Mieten und Förderungen zu bieten hat.
Neben der direkten Gründungsbegleitung engagiert sich der inku-BA-tor in lokalen und regionalen Netzwerken wie der Fachkräfteallianz, der Bautzener Initiative zur Schaffung eines co-working & makers space, unterhält grenzüberschreitende Verbindungen zu Inkubatoren in Wroclaw und Liberec und ist natürlich sehr gerne Mitglied der futureSAX-Netzwerke!
 
futureSAX: Sie sind im futureSAX-Start-up-Partner-Netzwerk aktiv. Wie helfen solche Netzwerke bei der Bündelung von Unterstützungsmöglichkeiten für Gründer?

Da das Netzwerk als zentrale Aufgabe die Verknüpfung der verschiedensten gründungsrelevanten Partner hat, kann es mit dieser Neutralität eine hohe Bindungswirkung entfalten. Daher stehen Vernetzungspartner auf Anfrage schnell zur Verfügung und langwierige Anbahnungen entfallen. Selbst speziellere Informationen können vergleichsweise zügig erfragt werden, weil die institutionelle Einbindung den direkten Draht zum richtigen Ansprechpartner möglich macht.
 
futureSAX: Welche Vision verfolgen Sie mit dem inku-BA-tor in den kommenden Jahren? Was sind die nächsten Projekte und Ziele?

Der inku-BA-tor soll mit seiner Beratungssparte für die Studierenden in seinem Umfeld - aber auch an den anderen sechs Standorten der BA Sachsen - als offene Institution für eine eigene start-up-Kultur wahrgenommen werden. Im alltäglichen Miteinander soll er als zuverlässiges Partnernetzwerk und neuen (Unternehmens-)Ideen zugewandtes Biotop in der sächsischen BA-Landschaft wachsen.
In den nächsten Monaten möchten wir unsere Vernetzung fortsetzen, unsere Zusammenarbeit mit unseren polnischen und tschechischen Kollegen vertiefen und in Bautzen am Aufbau des co-working & makers space mitwirken.
 
futureSAX: Welchen Top-Tipp können Sie Gründungsinteressierten aus der Oberlausitz mit einer innovativen Geschäftsidee mit auf den Weg geben?

Mark Twain soll gesagt haben: „Der Mann mit einer neuen Idee ist ein Spinner, bis diese sich als erfolgreich erweist.“ Wir freuen uns auf mehr Spinnerinnen und Spinner...
 
Mehr zur inku-BA-tor. das wirtschaftslabor. erfahren Sie hier.