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„Entwi­ckeln, fördern. Begleiten“

Mit der Entwick­lungs­ge­sell­schaft Nieder­schle­sische Oberlausitz mbH, kurz ENO, können wir einen neuen Partner in unserem futureSAX-Start-up-Netzwerk begrüßen. Das Unter­nehmen engagiert sich für die regionale Wirtschaft im Landkreis Görlitz. Im folgenden Interview stellt der Geschäfts­führer Sven Mimus den regio­nalen Wirtschafts­för­derer und seinen Handlungsraum vor. 

futureSAX: Herr Mimus, bitte beschreiben Sie kurz und bündig die Kernaufgabenfelder Ihres Unternehmens.

Sven Mimus: Entwickeln, fördern. Begleiten - Diesem Leitspruch folgend, setzen wir uns für die Entwicklung der Wirtschaft im Landkreis Görlitz ein. Seit 2005 hat sich die ENO als wichtiger zentraler Ansprechpartner in den Bereichen Wirtschaftsförderung, Projektmanagement, Bildung, Energie, Tourismus und Liegenschaften etabliert.

Wir beraten, betreuen und fördern Akteure, die im Landkreis Görlitz und seinen Kommunen wirken. Durch die interne Vernetzung unserer Service­stellen und deren Kontakte zu kommu­nalen Fachämtern, Kammern, Verbänden und politi­schen Mandats­trägern ergeben sich für deren Projek­trea­li­sierung hervor­ra­gende Möglich­keiten.

futureSAX: Was zeichnet den Wirtschaftsraum Görlitz aus?

Sven Mimus: Darauf kann ich am besten die zutreffende Aussage auf der Homepage des Landkreises zitieren:

http://www.kreis-goerlitz.de/city_info/webaccessibility/index.cfm?item_id=852597

„Durch seine Lage an der Grenze zu Polen und Tsche­chien ist der Landkreis Görlitz bestens geeignet, deutsch-polnisch-tsche­chische Wirtschafts­be­zie­hungen aufzu­bauen und zu pflegen. So wird vor allem in den Schlüs­sel­branchen Metallbau, Kunst­st­off­in­dustrie, Glasin­dustrie und erneu­erbare Energien an der Bildung eines gemein­samen trina­tio­nalen Wirtschafts­raumes gearbeitet.

Darüber hinaus werden auch zu Partnern in der Schweiz, Italien und Slowenien gute Kontakte gepflegt, unter­neh­me­rische Aktivi­täten gefördert und Netzwerke aufgebaut.

Als Drehscheibe für Wirtschafts­be­zie­hungen zwischen deutschen, polni­schen und tsche­chi­schen Unter­nehmen zur Erschließung neuer Absatz- und Zulie­fer­märkte bietet die Region gute Chancen. Der Wirtschaftsraum Görlitz ist geprägt durch eine starke, mittel­stän­disch geprägte Unter­neh­mer­schaft, die auch in Zukunft stabile Koope­ra­ti­ons­be­zie­hungen garan­tiert. Inves­toren finden hier vollständig erschlossene, teilweise großflä­chige Gewer­be­ge­biete mit guter Verkehrs­an­bindung und ein hohes Innova­ti­ons­po­tenzial, welches durch regionale Berufs-, Fach- und Hochschulen sowie Forschungs­ein­rich­tungen gesichert wird.“

Darüber hinaus ist unsere Region geprägt und wird gestaltet von Menschen, die boden­ständig und trotzdem weltoffen und Innova­tionen zugewandt sind.

futureSAX: Wie hat sich die Start-up-Szene im Landkreis in den vergangenen Jahren entwickelt?

Wir haben in der Vergan­genheit immer wieder Start-ups begleiten und in Ihren Entwick­lungen unter­stützen dürfen. Nichts­de­sto­trotz ist dieser wichtige Bereich sicher noch ausbau­fähig. Wir profi­tieren an vielen Stellen dieser Region von Unter­neh­mens­über­gaben und –nach­folgen. Mit ihnen geht in den meisten Fällen auch zwingend eine Moder­ni­sierung bzw. Weiter­ent­wicklung der jewei­ligen Unter­nehmen einher.

Ich freue mich darüber, dass ich gerade in der jüngeren Vergan­genheit vermehrt von Initia­tiven und Gründungs­ideen höre, die sich tatsächlich reali­sieren und damit der Region ein frischeres Image geben. Dabei ist auch zunehmend zu beobachten, dass junge Menschen – Gründer – mit innova­tiven Ideen aus allen Teilen der Bundes­re­publik und auch von unseren tsche­chi­schen und polni­schen Nachbarn zu uns (zurück)kommen, um Ihre unter­neh­me­rische und persön­liche Zukunft bei uns aufzu­bauen.

futureSAX: Wo steckt noch Wachstumspotential?

Sven Mimus: Wir finden es spannend, am Zukunftsthema Energiewende mitwirken zu können. Dafür bringen wir engagierte Menschen zusammen, mit denen wir gemeinsam diese Herausforderung meistern können.

Bis vor wenigen Jahren in unserer Region eher wenig präsent, eröffnet auch die Kreativ­wirt­schaft spannende Möglich­keiten. Dabei sind wir ebenfalls invol­viert und beobachten mit Spannung die weiteren Entwick­lungen und neue spannende Projekte.

Über diese beiden konkreten Bereiche hinaus beobachten wir die Megatrends sehr genau und sehen auch für unsere Region an vielen Stellen Poten­tiale und Entwick­lungs­chancen. Dabei hilft sicher auch, dass der ländliche Raum für die aktuellen und kommenden Trends die erfor­der­lichen Möglich­keiten und Flächen zur Entfaltung bietet. Mit einer zunehmend entwi­ckelten, hochmo­dernen Infra­struktur spielt auch die Anbindung bei den künftigen Entschei­dungen für die Verwirk­li­chung von Geschäfts­mo­dellen eine unter­ge­ordnete Rolle. Der Standort Kodersdorf zeigt das immer wieder eindrucksvoll. 

futureSAX: Wie kann die ENO Start-ups unterstützen?

Sven Mimus: Wir gestalten Rahmenbedingungen, in denen sich Unternehmen entwickeln können. Wir unterstützen bei der Unternehmensansiedlung oder -entwicklung. Dabei verstehen wir uns als Wegweiser für unsere Kunden. Wir vermitteln Kontakte zu Verwaltungen, Verbänden und Einrichtungen der Region sowie zu den Fachhochschulen und Universitäten. Wir unterstützen bei der Recherche möglicher Fördermittelprogramme und bei deren Beantragung. Natürlich steht den Start-ups das Know-how unserer sechs Servicestellen zur Verfügung.

Bei den bishe­rigen Unter­stüt­zungen hat sich in vielen Fällen auch bewährt, dass wir langjährige Erfah­rungen im Bereich des Flächen­ma­na­ge­ments mit dem Fokus auf gewerb­liche Anfor­de­rungen vorweisen können und insofern auch dort einem großen Netzwerk für die Unter­nehmen Hilfe­stel­lungen geben und Wegweiser sein können.

Durch die bishe­rigen Projekte haben wir uns auch wieder mit dem Ansatz von PPP-Modellen (Public-Private-Partnership) beschäftigt und finden da wieder spannende Ansätze, die sich weiter­ver­folgen und verwirk­lichen lassen.

Wir bemühen uns, in Zusam­men­arbeit und im Interesse der Unter­nehmen möglichst vielschichtig zu unter­stützen und auch unter­neh­me­rische Themen und Frage­stel­lungen mit in den Fokus zu nehmen.

Insofern lässt sich das Aufga­ben­spektrum der ENO als Dienst­leister nur so zusam­men­fassen, dass das Dienen im Unter­neh­mens­in­teresse bei allen Ansied­lungen und Unter­stüt­zungen im Fokus unserer Arbeit steht. 

futureSAX: Welche Tipps geben Sie Start-ups mit auf den Weg?

Seien Sie authen­tisch bei der Umsetzung Ihrer Ideen und leben Sie sie.

Mehr zu ENO finden Sie hier.