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"Innovation durch Digita­li­sierung an der Schnitt­stelle zwischen wissen­schaft­licher Forschung und Anwendung"

Das Institut für Angewandte Infor­matik e.V. (InfAI) ist ein im Jahre 2006 als gemein­nüt­ziger Verein gegrün­detes Institut, welches die Förderung von Wissen­schaft und Forschung auf den Gebieten der Infor­matik und der Wirtschafts­in­for­matik verfolgt. im futureSAX-Interview berichtet Kyrill Meyer vom Institut und verrät, welche Bedeutung Netzwerke, wie das futureSAX-Know-how-Netzwerk haben und wie der Wissen­stransfer in Zukunft aussehen sollte.

futureSAX: Herr Meyer, bitte beschreiben Sie Ihre Einrichtung in wenigen Worten:

Kyrill Meyer: Angewandte Forschung und Transfer, Entwicklung und Beratung in der Informatik und Wirtschaftsinformatik.

futureSAX: Welche Bedeutung hat der Wissens- und Technologietransfer für die wirtschaftliche Entwicklung im Allgemeinen und für Ihre Einrichtung sowie Region im Speziellen?

Kyrill Meyer: Wir am InfAI sind davon überzeugt, dass Innovationen sich aus der Kombination von Know-How, Spitzentechnologie und Forschergeist mit den Stärken der lokalen Wirtschaft und einer Verankerung in starken Wertschöpfungsketten ergeben. Als Institut möchten wir ein Katalysator dafür sein, indem wir Anforderungen, Bedarfe und Stärken der Unternehmen in unserer Region mit wissenschaftlicher Expertise verbinden.

futureSAX: An welcher Stelle bzw. in welcher Rolle sehen Sie sich beim Wissens- und Technologietransfer?

Kyrill Meyer: Innovationen benötigen handhabbare Hilfsmittel, um zwischen verschiedenen Akteuren zu vermitteln und den Transfer zwischen Wissenschaft und Wirtschaft aktiv zu unterstützen. Das InfAI ist ein solches Hilfsmittel: Durch die Kooperation im Institut werden neue Wege der Kommunikation und Kooperation zwischen Wirtschaft und Wissenschaft und die gemeinsame Fokussierung von Innovationsfeldern durch eine enge Verzahnung der Entwicklungsprozesse ermöglicht. Dies reicht von Beratungsleistungen, Veranstaltungen, gemeinschaftliche F&E-Projekten bis hin zu lokalen Innovationsforen und einer Gründerunterstützung. Entsprechende methodische Ansätze entwickeln und leben wir an unserem Institut, so haben wir z.B. im letzten Jahr eine Tochter-GmbH zur direkten Umsetzung von Lösungen in Produkte gegründet und es existieren vor dem Hintergrund der am InfAI tätigen Professuren und Mitglieder rege Unternehmensgründungsaktivitäten.

futureSAX: Was war Ihr Beweggrund Teil des futureSAX-Know-how-Netzwerkes zu werden und in diesem branchenübergreifenden Netzwerk mitzuarbeiten?

Das futureSAX-Know-how-Netzwerk ist einer­seits eine gute Möglichkeit, auf die verschie­denen Möglich­keiten, die unser Institut den Unter­nehmen in Sachsen bietet hinzu­weisen und unsere Funktion als Mittler besser wahrnehmen zu können. Anderer­seits ist uns auch bewusst, dass es im Bestreben um Wissens- und Techno­lo­gie­transfer neben den von uns angebo­tenen Möglich­keiten sehr viele weitere Akteure mit guten Ansätzen und Strategien gibt, die jeweils auf ihre Art die Innova­ti­ons­fä­higkeit der sächsi­schen Wirtschaft unter­stützen. Von dem Austausch mit diesen Einrich­tungen profi­tieren wir und geben vielleicht auch den ein oder anderen Impuls an andere weiter. Das Netzwerk ist eine sehr gute Plattform für solch einen Austausch.

futureSAX: Wo liegen Ihrer Meinung nach noch ungenutzte Transferpotenziale?

Kyrill Meyer: Der Transfer sollte auch stärker ein gestalterisches bzw. visionäres Element erhalten. Ein Beispiel? Mit dem noch relativ neuen Format der Innovationforen Mittelstand des Bundesministeriums für Bildung und Forschung werden wir in den nächsten Monaten in der Region Leipzig die Potentiale und Möglichkeiten für ein „Leipziger Smart Service Engineering“, also der systematischen Entwicklung neuer intelligenter und wissensintensiver Dienstleistungsangeboten gemeinsam mit Unternehmen und Wissenschaftlern der Region ausloten. Gemeinsam eine Perspektive und Vision zu entwickeln und diese dann auszugestalten, das hat echtes Transferpotential. Als InfAI möchten wir in diesem Sinne gern die Zukunft gestalten.

 

Mehr Informationen zum InfAi finden Sie hier.