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„Netz­werke sind für uns eine wichtige Infor­ma­ti­ons­quelle“

Karsten Einwich von der COSEDA Techno­logies GmbH ist vom Fraun­hofer ausgehend als Start-up gestartet. 2015 gegründet hat sich das Dresdner Unter­nehmen mittler­weile etabliert. Im Interview mit futureSAX spricht Karsten Einwich von seinen Anfängen, den größten Anfangs­hürden und seinem Weg zum Unter­nehmer.

futureSAX. Herr Einwich, bitte beschrieben Sie die COSEDA Technologies GmbH in einem Satz.

Karsten Einwich: COSEDA Technologies bietet Softwarewerkzeuge an welche modernste Systementwurfs-, Modellierungs-, Simulations- und Verifikationsmethoden effizient und somit praktisch anwendbar machen.

futureSAX: Im Jahr 2015 wurde das Unternehmen gegründet. Welche Herausforderung im Gründungsprozess würden Sie als die größte beschreiben?

Karsten Einwich: Die Erarbeitung eines wirtschaftlich tragfähigen Konzeptes sowie der Übergang von einer forschungsdominierten zu einer wirtschaftlich dominierten Denkweise.

futureSAX: Wie wurden Sie zum Unternehmer? Wo haben Sie sich wichtigen Input, insbesondere für die nichtfachlichen Fragestellungen geholt.

Karsten Einwich: Wir haben innerhalb von Fraunhofer in zahlreichen förder- und Industrieprojekten neue Simulations- und Modellierungstechnologien entwickelt. Mein Ziel war es auch damals schon diese möglichst breit in der Industrie einzuführen. Dazu bietet Fraunhofer gute Voraussetzungen. Allerdings gibt es aus meiner Sicht Grenzen für die Verbreitung neuer Technologien aus einer Forschungseinrichtung. Gerade um die Schwelle zu einer sich etablierenden Technologie zu erreichen, sehe ich in einem privatwirtschaftlichen Unternehmen und speziell in einem Start-up wesentlich bessere Voraussetzungen. Dies war für mich die Hauptmotivation Unternehmer zu werden.

Wir haben speziell in der Vorbe­rei­tungs­phase der Gründung sehr eng mit Dresden EXIST zusam­men­ge­ar­beitet. Diese Zusam­men­arbeit hat uns einer­seits bestärkt, die Gründung auch wirklich zu tätigen und zum anderen haben die zahlreichen Beratungs­ge­spräche und Veran­stal­tungen viel dazu beige­tragen unser forschungs­ori­en­tiertes Denken in ein unter­neh­me­ri­sches Denken unter wirtschaft­lichen Aspekten zu lenken. In diesem Zusam­menhang waren auch die Veran­stal­tungen und Coachings, welche wir im Rahmen des EXIST Forschungs­transfers besucht haben sehr wichtig.

futureSAX: Sie sind im futureSAX-Netzwerk aktiv, sind z.B. Mitglied der Innovationsbörse und waren 2015 gemeinsam mit futureSAX auf der SEMICON West. Welchen Anteil haben Netzwerke, wie futureSAX bei einer erfolgreichen Gründung? 

Karsten Einwich: Netzwerke sind für uns eine wichtige Informationsquelle die es uns ermöglichen, immer wieder neue Themen wie die angesprochenen Veranstaltungen anzugehen und somit relativ schnell die Spielregeln und Gepflogenheiten zu erlernen. Ich bin mir sicher, dass wir einige Fehler auf Grund der Informationen aus den Netzwerken vermeiden konnten – wobei sich das im Nachhinein immer schwer konkret benennen lässt.

futureSAX: Wir freuen uns, dass Sie den jährlichen Start der sächsischen Gründerszene am 20. Januar 2018 beim futureSAX-Gründerbrunch im Rahmen der KarriereStart mit einer Keynote begleiten. Können Sie uns schon einen kleinen Einblick geben, was die Teilnehmer erwartet?

Karsten Einwich: Ich werde darüber berichten, wie und warum ich nach über 20 Jahren bei Fraunhofer ein Unternehmen mitbegründet habe, welche Schwierigkeiten zu überwinden waren, wie sich in dem Prozess unser Denken verändert hat und natürlich wo wir uns hin entwickeln wollen.

futureSAX: Zu guter Letzt: Wo steht die COSEDA Technologies GmbH in fünf Jahren?

Karsten Einwich: Wir werden die Technologieführerschaft auf dem Gebiet der Systemmodellierung und Simulation für Elektronik- und Embedded Software dominierte Systeme übernommen haben. Unsere Methoden und Werkzeuge werden von allen großen Designhäusern eingesetzt.


Mehr Informationen zur COSEDA Technologies GmbH finden Sie hier: www.coseda-tech.com