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Visionen der Jugend forscht-Alumni – Innova­toren von morgen?! (2)

Foto: Frank Grätz

Innova­tions- und Erfin­der­geist in Sachsen stärken – genau das haben futureSAX – die Innova­ti­ons­plattform des Freistaates Sachsen und Deutsch­lands bekann­tester Nachwuchs­wett­bewerb Jugend forscht gemeinsam. Martin Dulig, Staats­mi­nister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, nahm diese Gemein­samkeit und das 25-jährige Jubiläum von Jugend forscht in Sachsen zum Anlass, die Koope­ration „futu­reSAX meets Jugend forscht“ im November 2015 ins Leben zu rufen. Ziel der jungen Koope­ration ist es seither, den Austausch zwischen den Jungfor­schern und den Innova­toren aus dem futureSAX-Netzwerk zu inten­si­vieren, die jungen innova­tiven Talente zu fördern sowie in ihrem Gründungs­willen zu unter­stützen. Auf der futureSAX-Innova­ti­ons­kon­ferenz 2016 erhielten schließlich erstmals fünf sächsische Jungfor­scher die Möglichkeit ihr Projekt einem hochka­rä­tigen Publikum aus Wissen­schaft und Wirtschaft zu präsen­tieren. Darunter u.a. der sächsische Jugend forscht-Alumni Alexey Antsipkin.

Der 19-jährige Schüler des Marie-Curie-Gymnasium Dresden hat gleich drei  Auszeichnungen beim Jugend forscht-Wettbewerb 2016 erhalten, den 1. Preis im Fachgebiet Technik beim Landeswettbewerb 2016, den Sonderpreis des Sächsischen Staatsministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr sowie den Sonderpreis im Fachgebiet Technik beim Bundeswettbewerb 2016.

Der junge Dresdner forscht mit sehr dünnen und flexiblen Polymer­folien mit piezo­elek­tri­schem Effekt, welche künftig verschiedene Implantate, wie zum Beispiel Herzschritt­macher, mit Strom aus den Körper­be­we­gungen des Patienten versorgen sollen.

Im Interview mit futureSAX erhalten Sie Einblicke in die Gedanken und Wünsche des Ausnah­me­talents Alexey Antsipkin:

futureSAX: Alexey du bist 19 Jahre alt, wie kommt es, dass du dich schon so früh mit einem so komplexen Thema auseinandersetzt?

Diese Frage höre ich relativ oft. Elektronik ist mein Hobby schon seit mehreren Jahren. Am Anfang habe ich simple Audio­ver­stärker und LED-Blinker gebaut. Später kamen etwas kompli­ziertere digitale Schal­tungen mit Mikro­kon­troller dazu. Nachdem ich etwas Erfahrung in Elektro­technik gesammelt hatte, wollte ich eigene Geräte entwi­ckeln. Zurzeit konzen­triere ich mich auf die Projekte, die die Welt für Menschen optimieren könnten. Biome­di­zin­technik finde ich besonders spannend, da es ein sehr breites und flexibles Spektrum an – auf den ersten Blick – verrückten Anwen­dungen beinhaltet, auf die Mediziner schon lange warten.

futureSAX: Was waren deine Beweggründe bei Jugend forscht mitzumachen? 

Bei der Anmeldung wusste ich nicht, was auf mich zukommt. Mir war nur bekannt, dass es ein Wettbewerb für junge Natur­wis­sen­schaftler ist, bei dem man die Möglichkeit hat eigene Projekte vorzu­stellen und viele gleich­ge­sinnte Menschen kennen­zu­lernen. Das war auch das, was ich schon lange gesucht habe.

futureSAX: Beim diesjährigen Jugend forscht-Wettbewerb wurdest du mit drei Auszeichnungen geehrt. Was bedeuten dir diese Anerkennungen? Konntest du darüber hinaus noch von der Teilnahme profitieren? 

Ich glaube beim Wettbewerb ausge­zeichnet zu sein, ist für jeden ein sehr tolles Gefühl. Das bedeutet, man ist auf dem richtigen Weg. Das motiviert auch weiter zu arbeiten. Auch wenn man kein Preis gewinnt, ist die Teilnahme eine Inspi­ra­ti­ons­quelle. Das ist mir auch oft passiert. Es folgt eine kurze Pause und dann ist man schon wieder am Planen und Zeichnen. Wie bereits gesagt, man trifft sehr viele inter­essante Menschen bei der Präsen­tation des Projektes. Oft ist es so, dass man keine Platzierung hat, aber eine Einladung zum Praktikum oder zur Zusam­men­arbeit an einem fremden Projekt. So war es auch bei mir bei der Teilnahme am Jugend forscht-Wettbewerb letztes Jahr. Das finde ich genauso wertvoll wie der erste Platz. 

futureSAX: Wie wichtig sind Kooperationen wie „futureSAX meets Jugend forscht“ aus deiner Sicht für junge Talente? Was sind deine persönlichen Highlights dieser noch jungen Kooperation?

Aus meiner Sicht ist diese Koope­ration auf jeden Fall hilfreich für die jungen Teilnehmer, die später mit ihren eigenen Produkten auf den Markt stoßen wollen. futureSAX zeigt den Weg auf, wie man zu einem erfolg­reichen Unter­nehmen werden kann. Bei den von mir besuchten Veran­stal­tungen konnte ich Menschen sehen, die auch aus ihrer Idee etwas Größeres machen und diese auch verwirk­lichen. Viele Menschen sind bereit solche Ideen zu unter­stützen. futureSAX bietet dafür die perfekte Plattform. Was mein persön­liches Highlight betrifft: Das waren natürlich die Feedbacks zu meinen Entwick­lungen von erfah­renen Menschen aus Wirtschaft und Politik. So wird ein Hobby offiziell zur Haupt­be­schäf­tigung im Leben.

Foto: Frank Grätz

futureSAX: Wenn du einen Wunsch frei hättest, was würdest du dir von „futureSAX meets Jugend forscht“ wünschen? 

„futureSAX meets Jugend forscht" war schon eine einzigartige Veranstaltung. Man kann sich nur mehr davon wünschen. Ich persönlich kann mir gut vorstellen, dass einige Teilnehmer von Jugend forscht gern einen größeren Einblick in die Startup-Szene bekommen möchten. Daher habe ich mich auch sehr über die Präsentationsmöglichkeit auf der futureSAX-Innovationskonferenz 2016 gefreut und würde mich auch in Zukunft über Einladungen wie diesen sehr freuen. 

futureSAX: Wie soll es für dich nach dem Abitur weitergehen? Hast du schon konkrete Pläne, auch was deine Forschungsarbeit betrifft?

Nachdem ich von meiner kurzen Abi-Reise zurück bin, will ich Elektro­technik studieren. Nur das Studium bietet mir die Möglichkeit, das profes­sionell zu machen, was ich bis jetzt zu Hause gemacht habe. Meine Forschungs­arbeit wird natürlich fortge­setzt, aller­dings in einem etwas anderen Bereich. Da möchte ich aber erst mal nicht so viel verraten, wer weiß, vielleicht wird das neue Projekt irgendwann zu einem erfolg­reichen Start-up? 

Mehr zu dem aktuellen und ausgezeichneten Forschungsprojekt von Alexey Antsipkin erfahren Sie hier.

Übrigens: Falls Sie junge Forscher und Wissenschaftler mit bahnbrechenden Ideen kennen: Das neue Wettbewerbsjahr bei Jugend forscht hat bereits begonnen!