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Marina Heimann
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Team „Suragus“ - futureSAX im Interview mit Richard Kupke

Sie haben im November 2013 den Innovationspreis des Freistaates Sachsen gewonnen und ein Preisgeld von 25.000 Euro erhalten. Beschreiben Sie den Moment, als Sie erfuhren, dass Sie Preisträger des Innovationspreises 2013 sind.

Es war ein überwäl­tigend freudiger Moment. Die anderen Nominierten hatten ebenfalls überzeu­gende Innova­tionen, sodass wir nicht mit dem ersten Platz gerechnet haben. Umso mehr waren wir überrascht, als in der einge­blen­deten Video­se­quenz unser Sensor zu sehen war. Das Gefühl, dass unsere Innovation die sächsische Techno­lo­gie­land­schaft berei­chert, und die Anerkennung Sachsens machen uns sehr stolz.

Setzen Sie den Preis für Marketing- und Werbezwecken ein? Wenn, ja wie. Wie sind die Reaktionen bzw. haben Sie das Gefühl, dass sich der Preis positiv in Verhandlungsgesprächen auswirkt?

Wir nutzen die positive Ausstrahlung des Preises auf allen Marke­ting­kanälen: Die Trophäe steht reprä­sen­tativ im Demo-Raum, das Video ist im Youtube-Channel zu finden, die Aufkleber auf unseren verkauften Geräten oder Geschäfts­briefen und das Logo in unseren Unter­neh­men­s­prä­sen­ta­tionen.

Der Preis dient oft als Aufhänger bzw. Eyecatcher und öffnet damit Türen zu neuen Geschäfts­partnern. Er ergänzt die Argumen­ta­ti­ons­kette, innova­tives Material erfordert innovative Prüflösung.

Beschreiben Sie bitte das Bewerbungsverfahren von der Einreichung des Beitrages über die Präsentation im September 2013 in Dresden bis zur Preisübergabe.

Dies ist eine witzige Geschichte. Wir haben erst 3 Tage vor Anmel­de­schluss von der Ausschreibung erfahren. Zu diesem Zeitpunkt war ich in Asien auf Geschäfts­reise, sodass wir nur eine Chance hatten, uns über die Teilnahme zu einigen. Die Zeit nach Einrei­chung der Bewerbung verlief relativ ruhig. Erst im August erreichte uns ein Brief, dass die Auswahl der Finalisten ansteht und wir uns auf eine kurzfristige Präsen­tation einrichten sollten. Diesmal haben wir uns mit mehr Vorlauf auf diese Vorstellung vorbe­reitet. Die Schwie­rigkeit bei der Präsen­tation bestand darin, die wichtigsten Argumente der Innovation in 10min verständlich für eine Jury zusam­men­zu­fassen. Insbe­sondere weil die anderen Nominierten so facet­ten­reich sind und unser Präsen­tation von einem Sattler und Teigwa­ren­her­steller umrahmt wurde. Trotz eines straffen Zeitplans setzte sich die Jury intensiv mit jedem Nominierten ausein­ander. So wurden wir mit guten Fragen konfron­tiert, die wir gern beant­wortet haben.

Nach der Präsen­tation stieg die Spannung bis zum Finale. Wir hatten zwar ein gutes Gefühl, jedoch keine Infor­mation, wie stark die anderen Innova­tionen waren. Diese Spannung löste sich erst mit dem Einspielen des Sieger­videos auf dem Innova­ti­ons­gipfel.

Mit Spannung erwartet war auch der Filmdreh mit Herrn Thomas. Nach einem kurzen Abgleich unserer und seiner Ideen haben wir gut eine Stunde gedreht, woraus ein sehr guter Kurzfilm entstanden ist.

Haben Sie Tipps oder Ratschläge für zukünftige Bewerber? 

Unserer Meinung nach setzen sich die Innova­tionen durch, die der sächsi­schen Industrie einen Vorteil bringen. Diesen Mehrwert klar und struk­tu­riert für die Jury heraus­zu­ar­beiten ist der Schlüssel. Es geht vor allem darum, durch­set­zungs­fähige Innova­tionen hervor­zu­heben und auch die Relevanz und die Wertschöpfung der Innovation heraus­zu­ar­beiten.

Sie haben als Wettbewerbsbeitrag eine Technologie zur berührungslosen und zerstörungsfreien Prüfung von Carbonfasermaterialien eingereicht und damit den ersten Preis gewonnen. Wie ist es mit dem Produkt in den letzten Monaten weitergegangen?

Wir arbeiten gerade sehr stark daran, die bisherige Software benut­zer­freund­licher zu gestalten. Eine erste Version wird auf der kommenden JEC in Paris präsen­tiert. Die Techno­logie soll nicht nur für den Ingenieur, sondern auch für den Techniker in der Fertigung benutzbar sein. Selbst wenn wir sehr hochauf­lö­sende Messungen der Carbon­fa­ser­werk­stoffe erzeugen können, möchten wir die Inter­pre­tation automa­ti­sieren, damit der Anwender nur ein automa­tisch erzeugtes Prüfpro­tokoll mit Abwei­chung von den Spezi­fi­ka­tionen anzuschauen braucht. Dies sehen wir als Schlüssel für die indus­trielle Durch­dringung der Innovation. 

Wie sehen Ihre Planungen mit diesem Produkt 2014 aus?

Die Resonanz aus der Industrie ist enorm groß. Es ist jedoch zumeist ein langer Weg, sich bei den Carbon­fa­ser­ma­te­ri­al­her­stellern zu quali­fi­zieren, auch weil oft noch deren Prozesse jung und die Heraus­for­de­rungen neu sind. Wir haben hier mit vielen Partnern schon im vergan­genen Jahr intensiv zusam­men­ge­ar­beitet und für 2014 entspre­chend positive Erwar­tungen.

Sind weitere Innovationen bereits in der Entwicklung?

Ja, zwar keine Revolu­tionen, aber doch deutliche Sprünge in Richtung Anwen­d­er­freund­lichkeit. Wir planen dieses Jahr zwei neue Produkte in dem ausge­zeich­neten Bereich der Carbon­fa­ser­prüfung anzubieten. Insbe­sondere für Inline-Anwen­dungen und eine flexible Lösung für kontur-geformte Bauteile.

Wie sind Ihre Erfahrungen mit futureSAX im Allgemeinen. Was finden Sie gut, was würden Sie sich noch wünschen?

Die Organi­sation und Durch­führung waren sehr profes­sionell. Das Event war durch die verschie­denen Vorträge und Rundgänge sehr aufwendig und kurzweilig gestaltet. Der Höhepunkt, die Preis­ver­leihung, war gut insze­niert.

Da wir ein sehr inter­na­tio­nales Unter­nehmen sind und der Großteil unserer Kunden im Ausland sitzt, wäre es schön, wenn die Labels, Videos etc. auch in Englisch (bzw. mit Unter­titeln) verfügbar wären. Hier wäre sicher noch Verbes­se­rungs­po­tential, damit Sachsen auch inter­na­tional noch weiter strahlt.

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