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„Ohne die am Institut zur Verfügung stehende Anlagen­technik wäre unser Weg in dieser Form sicher nicht möglich gewesen.“

futureSAX im Alumni-Interview mit Dr. Christian Garthaus von der herone GmbH

Die Mobilität der Zukunft, braucht neue und möglichst leichte Werkstoffe. Das Team um Dr. Christian Garthaus hat genau das erkannt und am Institut für Leichtbau und Kunst­stoff­technik daran geforscht. Mittler­weile ist die herone GmbH ausge­gründet und nutzt zur Herstellung ihrer Bauteile Ferti­gungs­tech­niken aus der Textil­branche. Bereits jetzt können von dem Dresdner Unter­nehmen Bauteile z.B. für die Luftfahrt in großer Stückzahl herge­stellt werden. Wir haben mit dem Gründer und futureSAX-Alumni Dr. Christian Garthaus über die Idee an sich und die nächsten Heraus­for­de­rungen gesprochen.

futureSAX: Bitte beschreibe deine/eure Innovation in einem Satz.

Wir entwi­ckeln und produ­zieren „Carbon-Profile“ mit maßge­schnei­derten Eigen­schaften für höchste Anfor­de­rungen in der Luft- und Raumfahrt. Durch die Integration zusätz­licher Funktionen direkt im Herstel­lungs­prozess und eine effiziente, automa­ti­sierte und skalierbare Produktion erschließen wir Kosten­vor­teile für unsere Kunden. Damit verbessern wir das Verhältnis aus Perfor­mance und Kosten und bieten unseren Kunden einen Mehrwert gegenüber existie­renden Lösungen bzw. ermög­lichen ihnen die Erschließung neuer Anwen­dungs­felder.

futureSAX: Wie seid ihr auf den Gedanken gekommen? Was war der Auslöser?

Die initiale Idee für unsere heutige herone Techno­logie geht auf ein Luftfahrt-Forschungs­projekt am Institut für Leichtbau und Kunst­stoff­technik (ILK) der TU Dresden zurück. Die Projek­tidee war es, analog zu metal­li­schen Rohrlei­tungen, gerade „Carbon-Rohre“ herzu­stellen und diese nachträglich in ihre indivi­duelle Form zu biegen. Daraus ist die heutige herone Techno­logie entstanden.

futureSAX: Hat der Ort der Startup-Gründung eine wichtige Rolle gespielt, oder würdest du/ ihr eher sagen, dass ihr ortsunabhängig seid?

Na klar, er hat eine sehr wichtige Rolle gespielt. Seit 2009 arbeiten wir hier in Dresden an der Techno­logie. Ohne die am Institut zur Verfügung stehende Anlagen­technik wäre unser Weg in dieser Form sicher nicht möglich gewesen. Noch heute können wir auf die Infra­struktur der Univer­sität zurück­greifen und profi­tieren von unserem starken lokalen Netzwerk. Als Firma, insbe­sondere mit dem Ziel der Produktion von Luftfahrt­bau­teilen, nutzen wir natürlich auch die guten Förder­mög­lich­keiten hier in Sachsen.

futureSAX: Was war der beste Rat, den du/ ihr je erhalten hast/habt?

Wahrscheinlich der unseres Mentors Dr. Feltin von der Hightex GmbH: „Seht zu, dass ihr so früh wie möglich Umsatz macht.“ Diese Empfehlung ist umso wichtiger, wenn man unabhängig bleiben möchte und nicht schon frühzeitig seine Anteile verkaufen will.

futureSAX: Welche wichtige Empfehlung oder welchen Tipp würdest du anderen Gründern mit auf den Weg geben?

Aus unserem ehema­ligen Arbeit­sumfeld an der TU weiß ich, wie viele hervor­ra­gende Ideen und Köpfe es hier gibt. Viele der Ideen scheitern leider bereits im Kopf, noch bevor sie überhaupt in der Realität hätten scheitern können. Bei Ausgrün­dungen aus der Wissen­schaft gibt es mit den EXIST-Programmen die Möglichkeit seine Idee zu validieren und für den Marktein­tritt vorzu­be­reiten. Das kann ich jedem der gründen will nur empfehlen.

futureSAX: Warum sollten (angehende) Gründer an Wettbewerben wie dem Sächsischen Gründerpreis teilnehmen?

Es ist erst unser zweiter Wettbewerb, daher sind unsere Erfah­rungs­werte in dem Themen­be­reich bisher noch begrenzt. Die Teilnahme an diesem Wettbewerb war aber eine bewusste Entscheidung. Zum einen bietet er eine exzel­lente Möglichkeit sich enger mit den lokalen Gründern zu vernetzen und zum anderen ist er eine ideale Plattform um die lokale Sicht­barkeit verbessern.

futureSAX: Wie sehen die nächsten Meilensteine aus// welche Herausforderungen stehen an// auf was dürfen wir uns mittelfristig von euch freuen?

Die nächste und bisher größte Heraus­for­derung ist die Skalierung unserer Techno­logie hin zu einer eigenen Produktion. Freuen dürfen Sie sich dann auf hoffentlich viele maßge­schnei­derte und automa­ti­siert produ­zierte „Carbon-Profile“ aus unserem Haus.

Mehr zu der herone GmbH erfahren Sie hier.

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