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„Die Raumfahrt Industrie steht vor einem riesigen Umbruch - der sogenannten NewSpace Revolution.“

futureSAX im Alumni-Interview mit den 2. Platzierten des Sächsi­schen Gründer­preises - der Morpheus Space GmbH

Auch außerhalb unserer Atmosphäre hat sich schon eine Menge Schrott angesammelt, dieser wird durch immer mehr Satel­liten voraus­sichtlich auch nicht weniger, außer wenn es nach der Morpheus Space GmbH geht. Sie haben Antriebe für Nano-Satel­liten entwi­ckelt die in der Erdat­mo­sphäre verglühen und damit neuen Weltraum­schrott vermeiden. Wir haben mit dem Geschäfts­führer, Daniel Bock, über seine Innovation gesprochen.

futureSAX: Bitte beschreibe deine/eure Innovation in einem Satz.

Morpheus Space produ­ziert die weltweit kleinsten Ionen­strahl­an­triebe und verleiht der stark wachsenden Nano-Satel­liten Industrie die notwendige Mobilität und Nachhal­tigkeit. Ihre Kunden können ihre Satel­liten erstmals vor Kolli­sionen im All schützen, neuen Weltraum­schrott vermeiden und Netzwerke von hunderten Satel­liten sicher und autonom kontrol­lieren.

futureSAX: Wie seid ihr auf den Gedanken gekommen? Was war der Auslöser?

Die Raumfahrt Industrie steht vor einem riesigen Umbruch - der sogenannten NewSpace Revolution. Durch die Minia­tu­ri­sierung von Elektronik und durch die Priva­ti­sierung der Raumfahrt wie beispiels­weise durch Firmen wie SpaceX, ist der Zugang zum Weltraum wesentlich günstiger und einfacher geworden. Es entsteht gerade ein sehr stark wachsendes und neues Ökosystem, was unter anderem auch eine Vielzahl von neuen Raumfahrt­un­ter­nehmen und Startups hervor­ge­rufen hat. Viele dieser neuen Unter­nehmen setzen dabei auf den Einsatz von Schukarton-großen Satel­liten, sogenannten Nano-Satel­liten, welche u.a. zeitlich hochauf­ge­löste Daten der Erde, des Wetters, des Verkehrs und neue Kommu­ni­ka­ti­ons­dienste aus dem Weltraum ermög­lichen. All diese Nano-Satel­liten haben aber keine oder nur sehr einge­schränkte Möglich­keiten deren Umlauf­bahnen um die Erde zu kontrol­lieren und zu steuern. Aus diesem Grund haben wir uns vor über 7 Jahren dazu entschlossen Antriebs­tech­no­logien zu entwi­ckeln, die dieses Problem lösen und welche direkt für den Einsatz auf Nano-Satel­liten zugeschnitten sind.

futureSAX: Hat der Ort der Startup-Gründung eine wichtige Rolle gespielt, oder würdest du/ ihr eher sagen, dass ihr ortsunabhängig seid?
Bei uns hat der Ort der Gründung eine sehr große Rolle gespielt. Zum einen hat sich unser Gründerteam vor vielen Jahren in Dresden am Institut für Luft- und Raumfahrttechnik der TU Dresden kennengelernt und zum anderen bringt Dresden mit seiner hohen Dichte an Forschungsinstituten einmalige Möglichkeiten besonders im Hinblick auf High-Tech-Entwicklungen mit sich. Dies hat uns natürlich bei unseren Entwicklungen auch sehr geholfen.

futureSAX: Welche wichtige Empfehlung oder welchen Tipp würdest du anderen Gründern mit auf den Weg geben?
Ich persönlich glaube nicht an einen perfekten universellen Rat, der für jeden gilt und welcher zum Erfolg führt. Aber ich denke, dass man gute Chancen hat, wenn man an das glaubt was man macht, flexibel ist und einen starken Willen und Durchhaltevermögen besitzt.

futureSAX: Warum sollten (angehende) Gründer an Wettbe­werben wie dem Sächsi­schen Gründer­preis teilnehmen?

Als alter Motor­sportler bin ich generell ein Freund von Wettbe­werben, weil sie einer­seits einen persönlich antreiben stets das Beste zu geben und weil sie die Gemein­schaft im eigenen Team aber auch im Umfeld (beispiels­weise unter den Gründern) stärken. Außerdem erhöht die Teilnahme an solchen Wettbe­werben natürlich auch die Sicht­barkeit des Unter­nehmens und bringt viele neue Kontakte und Netzwerke mit sich.

Mehr zu Morpheus Space erfahren Sie hier.

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