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„In erster Linie stoßen wir zwar auf Skepsis, aber auch auf Verwun­derung und Überra­schungs­mo­mente.“ - futureSAX im Interview mit Ingo Berbig vom der PI ROPE GmbH

Im heutigen futureSAX-Alumni-Interview sprechen wir mit Ingo Berbig von PI ROPE. Aus eigenen Inter­essen und dem Forschungs­willen heraus kam die Idee Fahrrad­speichen aus Textilen zu entwi­ckeln. Das ganze läuft so gut, dass sie nun als PI ROPE GmbH i.G gegründet haben. Welche Vorteile sie gegenüber ihrer gängigen Konkurrenz aus Metall bieten und wie die Idee bei Partnern und Co ankommt, erfahrt ihr hier:

futureSAX: Herr Berbig, bitte beschreiben Sie Ihre Innovation in einem Satz: 

Ingo Berbig: Textile Hochleistungsspeichen, die sowohl das Gewicht der Laufräder reduzieren und, auf Grund der Masseverteilung, eine erhöhte Leistungsfähigkeit garantieren.

futureSAX: Warum wird sich das Projekt auf dem Markt durchsetzen?

Ingo Berbig: Weil unsere Idee einzigartig ist und wir sowohl Fachkenntnis hinsichtlich der eingesetzten Materialien haben und uns auch schon seit sehr langer Zeit dem Radfahren verschrieben haben. Zudem gewährleisten unsere textilen Hochleistungsspeichen den optimalen Laufradsatz für jeden einzelnen Radfahrer und sein individuelles Nutzungsprofil. 

futureSAX: Wir sind immer sehr an den Menschen interessiert: Wer sind die Köpfe hinter dem Projekt?

Ingo Berbig: Das ist derzeit ein sechsköpfiges Team. Steph (Stephanie Mager) ist unsere zukünftige kaufmännische Geschäftsführerin. Sie wird sich also sowohl mit der Weiterentwicklung unseres Businessplanes, als auch mit sämtlichen wirtschaftlichen und finanziellen Aspekten beschäftigen. Dirk und Falk (Dirk Fischer und Falk Hofmann) beschäftigen sich mit der konstruktiven Entwicklung aller notwendigen Bauteile. Diese bedürfen einer permanenten Weiterentwicklung, um das Produkt stetig zu verbessern. Gleiches gilt für die Aufgabe von Steffi (Stephanie Röthlingshöfer). Sie beschäftigt sich mit der Entwicklung des textilen Speichenkörpers. Dabei ist wichtig, die optimale Abstimmung für das eingesetzte Material in Abhängigkeit des Einsatzzweckes zu finden. Gleichzeitig gilt es einen erheblichen Schutz vor Umwelteinflüssen und mechanischen Beanspruchungen zu garantieren. Dani (Daniela Storch) ist auf Grund ihrer Zugehörigkeit zum Scott Generation Bike24 MTB Team mit dem themenrelevanten Netzwerken, der Beschaffung unserer Anbauteile und den Vertrieb zuständig. Ich (Ingo Berbig) werde der Gruppe als Geschäftsführer vorstehen. Alle gemeinsam sind für die Vergrößerung der Produktpalette von PI ROPE zuständig.

futureSAX: Wie kamen Sie auf den Gedanken? Was war der Auslöser? 

Ingo Berbig: Auslöser war die Notwendigkeit unentwegt neue Ideen für Forschungsthemen zu entwickeln. Was liegt dort näher, als auch in den Bereich der eigenen persönlichen Interessen zu schauen. Dadurch können wir berufliches mit privatem verbinden. Unsere hervorragenden Kenntnisse hinsichtlich der HM-HT Fasern und deren Einsatz in textilen Zugmitteln und das gleichzeitige Wissen über das Sportgerät Fahrrad bieten eine Basis, die die Entwicklung ermöglicht hat.

futureSAX: Was war der beste Rat, den Sie je erhalten haben?

Ingo Berbig: Sicherlich der, der dazu geführt hat, die Idee persönlich zu nutzen. Verbunden mit dem Hinweis, den Mut dazu aufzubringen.

futureSAX: Beschreiben Sie bitte den Moment, als Sie von Ihrer Nominierung im futureSAX-Ideenwettbewerb erfahren haben!

Ingo Berbig: Das kam relativ unerwartet. Im Anschluss haben wir nachgesehen, wie viele Anmeldungen es gab. Dementsprechend haben wir uns sehr gefreut unter den besten 10 Einreichungen gelandet zu sein. Die Freude und die Überraschung darüber waren in unserem gesamten Team sehr groß. 

 

(v.l.n.r.: Dani, Falk, Dirk, Steph, Steffi, Ingo) Foto: Richard Knorr

futureSAX: Das Meeting Ihres Lebens. Mit wem würden Sie gerne mal an einem Tisch sitzen und was würden Sie besprechen?

Ingo Berbig: Mit den etablierten Radkomponentenherstellern an einem Tisch zu sitzen, und dabei auf einer Augenhöhe zu sein, wäre schon „prima“. Was wir uns wünschen ist, in der Branche ernst genommen zu werden. Bisher funktioniert das schon sehr gut. Exemplarisch stehen hier schon Entwicklungsgespräche mit großen Speichen- und Rollstuhlkomponentenherstellern.

futureSAX: Sie haben Speichen aus Textilien erfunden. Eine, gewissermaßen gewöhnungsbedürftige Vorstellung. Wie sind die Reaktionen von Zulieferern, Partnern usw.?

Ingo Berbig: In erster Linie stoßen wir zwar auf Skepsis, aber auch auf Verwunderung und Überraschungsmomente. Gerade bei Messeauftritten sammeln wir sehr viel positives Feedback. Beispielsweise waren wir im März auf der Berliner Fahrradschau. Hier wurde uns mehrfach mitgeteilt, dass man bei uns endlich mal neue Dinge findet. Viele Zulieferer und potentielle Partner zeigen ein großes Interesse an unserer Arbeit und streben eine enge Zusammenarbeit an.

futureSAX: Wie geht es weiter? Wie sieht ihr Unternehmen in fünf Jahren aus? 

Ingo Berbig: Wir sind innerhalb der nächsten fünf Jahre gesund zu einem etablierten Unternehmen herangewachsen und haben uns sowohl auf dem nationalen und auch internationalen Markt etabliert. Man kennt die Marke PI ROPE und weiß, wer und was damit in Verbindung steht.

Weitere Information zur PiRope GmbH finden sie unter: pirope.net