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„Wir sind der Meinung, dass wir in Sachsen stolz sein können über die verschie­densten Ideen, die hier wachsen und umgesetzt werden.“

futureSAX im Alumni-Interview mit Kathleen Böhmig, Produkt Managerin der Mauer­specht GmbH

Schon im 2017 besuchte Wirtschafts­mi­nister Martin Dulig das Coswiger Famili­en­un­ter­nehmen, denn in Sachen Expor­tein­stieg stellt die Mauer­specht GmbH ein Parade­bei­spiel dar. Mit ihrem eigens entwi­ckelten Roboter könnte das Dienst­leis­tungs­un­ter­nehmen zum inter­na­tionen Exporteur avancieren. Der bruNo 1.0 ist konkur­renzlos ist Europa und war bereits in Schweden, Frank­reich und Öster­reich im Einsatz. Wie genau Firmen­gründer Volker Galinsky auf die Idee kam und welche nächsten Schritte anstehen, erfahren wir von Produkt Managerin Kathleen Böhmig im Interview.

futureSAX: Seit wann besteht das Unternehmen Mauerspecht GmbH? Schildern Sie uns kurz Ihre Geschichte.

Die Mauer­specht GmbH wurde 1996 gegründet. Bereits nach 2 Jahren haben wir unser Geschäftsfeld von der Mauer­werk­s­tro­cken­legung auf das mobile Höchst­druck-Wasser­strahlen und -Wasser­strahl­schneiden dauerhaft ausgelegt. Mittler­weile sind wir führender Spezial-Dienst­leister auf diesem Gebiet und arbeiten europaweit. Nach anfäng­lichen Schwie­rig­keiten brachten wir in nicht einmal drei Jahren Entwick­lungs­arbeit unseren ersten eigenen Höchst­druck-Wasser­strahl­ro­boter zum Einsatz. Zuvor haben wir herkömm­liche Fräsro­boter auf Höchst­druck­was­ser­strahl­ro­boter umgerüstet, was im täglichen Umgang mit der Technik aller­dings stets zu Problemen führte. Heute arbeiten wir mit mehreren unserer mittler­weile paten­tierten Höchst­druck-Wasser­strahl­ro­botern in verschie­denen Größen und haben die ersten Systeme nach Großbri­tannien vermietet.

futureSAX: Bitte beschreiben Sie Ihre Innovation in einem Satz.

Das DRAIN-JET ROBOTICS® Gesamt­system bruNo 1.0 ist ein maßge­schnei­dertes, kamera­über­wachtes Techno­logie-Paket zur effizi­enten Beschleu­nigung nahezu sämtlicher Reini­gungs­ar­beiten in allen bekannten Kanal­pro­filen, was mit Höchst­druck-Wasser­strahlen von 600 bis 1.500 bar schneller, effek­tiver, materi­al­scho­nender und somit deutlich wirtschaft­licher als konven­tio­nelle Fräsro­bo­ter­technik arbeitet.

futureSAX: Wie sind Sie auf den Gedanken gekommen? Was war der Auslöser?

Wir waren der festen Überzeugung, dass wir mit der Kraft des Wasser­strahls und unserer langjäh­rigen Erfahrung auch im Kanal mit einer spezi­ellen Technik neue Perspek­tiven finden könnten. Auslöser waren Projekte in begeh­baren Kanälen mit Höchst­druck­was­ser­strahl und Handlan­zenabtrag. Wir haben dabei feststellen können, dass wir mit dem Wasser­strahl erheblich schneller arbei­teten als herkömm­liche Technik dies konnte. Es musste nur noch die wirtschaft­li­chere und effek­tivere Lösung für kleinere Dimen­sionen gefunden und umgesetzt werden. So begann der Roboter auf dem PC Gestalt anzunehmen und die Umsetzung der Idee erfolgte.

futureSAX: Warum sollten sich etablierte Unternehmen wie Ihres nicht scheuen, an Wettbewerben wie um den Sächsischen Innovationspreis teilzunehmen?

Wir sind der Meinung, dass wir in Sachsen stolz sein können über die verschie­densten Ideen, die hier wachsen und umgesetzt werden. Daher sehen wir solche Wettbe­werbe zum Beispiel als Plattform, um jungen Menschen zu sagen: bleibt hier, es lohnt sich, Ideen zu haben und die Kraft aufzu­wenden, diese Ideen auch umzusetzen. Des Weiteren ist es sicherlich auch ein Weg, sich als Unter­nehmen bekannt zu machen und damit zu werben. Solche Wettbe­werbe werden immer inter­essanter, je mehr Firmen davon wissen und auch daran teilnehmen.

futureSAX: Ihr Unternehmen 2025 – Was haben Sie erreicht?

Im Jahre 2025 haben wir einen neuen größeren Firmensitz und unser Personal wird sich mindestens verdoppelt haben. Wir werden bis dahin Europa „erobert“ haben und sind mitten dabei, auf die nächsten Konti­nente unsere Fühler auszu­strecken. Da wir bis dahin sehr viele Roboter und neu erfundene Technik haben, ist natürlich im Jahre 2025 unser eigenes Drohnen­system so ausgebaut, dass die Lieferung von Ersatz­teilen, Zubehören usw. aus unserer neuen Produk­ti­ons­halle per Knopf­druck an die dem entspre­chenden Einsatz­ge­biete innerhalb 24 Stunden ausge­liefert werden. Und man wird sagen: „Wisst Ihr noch, damals im Jahre 2019 war die Firma noch nicht so bekannt, aber dann haben die an dem sächsi­schen Innova­ti­ons­preis-Wettbewerb teilge­nommen…“

Mehr zu DRAIN-JET ROBOTICS® erfahren Sie hier.

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