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Ansprech­partner

Marina Heimann
Telefon: 0351 4402 822
Fax: 0351 4402 617

Die SIListra Systems GmbH ist ein IT-Unter­nehmen mit Sitz in Dresden und arbeitet auf dem Gebiet der funktio­nalen Sicherheit. Es wurde im Juni 2012 gegründet und ist aus einer im Jahre 2004 gegrün­deten Arbeits­gruppe der TU Dresden hervor­ge­gangen, die sich mit der Zuver­läs­sigkeit von Systemen beschäftigt. SIListra Systems ist spezia­li­siert auf Lösungen zur Erfüllung und Einhaltung der Anfor­de­rungen der funktio­nalen Sicherheit (Betriebs­si­cherheit). Das Unter­nehmen entwi­ckelt und vermarktet Software-Pro­dukte und Dienst­leis­tungen für die Entwicklung und Erstellung sicher­heits­kri­ti­scher Systeme und Anwen­dungen. Die Software-Produkte sind benut­zer­freund­liche Entwick­lungs­werk­zeuge, mit deren Hilfe leistungs­fähige Software-Verfahren auf einfache, schnelle und flexible Weise zur Verfügung gestellt werden.

futureSAX: SIListra Systems wirbt mit dem Slogan „Unsere Kunden nennen es SILISTRIFIZIEREN“. Was hat es damit auf sich?

SIListri­fi­zieren (oder in Englisch „to SIListrify“) ist die Verwendung unserer selbst­ent­wi­ckelten und auch paten­tierten Methoden/Verfahren in sicher­heits­kri­ti­schen Anwen­dungen. Diesen Begriff haben tatsächlich Kunden von SIListra Systems geprägt. Ein Funkti­ons­ent­wickler hat u.a. die Aufgabe seinen „Funk­ti­onscode“ (ein Stück Software) um Diagno­se­fä­hig­keiten für Hardwa­re­fehler zu erweitern. Dazu bekommt er bei uns ein Tool, den SIListra Safety Trans­former, zur Verfügung gestellt, mit dem er seinen Code in einen neuen Code trans­for­mieren oder compi­lieren kann. Um uns auf den ersten Blick von den viele Lösungen bei Software-Compilern bzw. Software-Diagno­se­tools abzugrenzen und auch die Einzig­ar­tigkeit unserer Lösung aufzu­greifen, sprechen die Anwender vom „Silistri­fi­zieren“.

futureSAX: Schon mehrfach wurde Ihr Unternehmen bei Gründerwettbewerben, wie 2013 bei futureSAX und 2011 beim „IKT innovation 2011“ ausgezeichnet. Waren solche Wettbewerbe maßgebend für die Zukunft Ihres Start-ups?

Auszeich­nungen können ein Türöffner sein. Durch die erfolg­reiche Teilnahme an Wettbe­werben wie futureSAX wird ein Start-up schneller u.a. bei Inves­toren ernst genommen. Wenn man dann weiter­kommen will, braucht man natürlich immer ein zugkräf­tiges Geschäfts­modell und engagierte Kollegen. In unserem Fall dürfen wir sagen: ja, es war maßgebend für unsere Unter­neh­men­s­ent­wicklung, weil unser heutiger Mehrheits­ge­sell­schafter, die TraceTronic GmbH, auch darüber auf uns aufmerksam geworden ist.

futureSAX: Die SIListra Systems GmbH ist eine Ausgründung der Professur für Systems Engineering (Fakultät Informatik) an der TU Dresden. Welchen Rat würden Sie Studierenden auf den Weg geben, die mit einer innovativen Idee den Markt erobern wollen?

Ohne Scheu gleich von Anfang mit Kunden zusam­men­ar­beiten. Mit Kunden kommt der „Rest“ beinahe fast von ganz alleine. Eine Innovation ohne Kunden kann keine Märkte erobern.

futureSAX: Sie selbst sind futureSAX-Alumni. Was schätzen Sie am futureSAX-Netzwerk am meisten?

Ich persönlich bin noch nicht lange ein futureSAX-Alumni und konnte noch keine konkreten Erfah­rungen sammeln. Ich erwarte mir einen Erfah­rungs­aus­tausch mit Gründern auf unter­schied­lichen Stufen der Unter­neh­men­s­ent­wicklung.

futureSAX: Welche (soziales) Engagement betreiben Sie, bzw. SIListra Systems GmbH? Warum liegen Ihnen diese Themen persönlich so am Herzen?

SIListra Systems will mit seinem Schwer­punkt auch einen gesell­schaft­lichen Beitrag leisten. SIListras Kernan­liegen ist die „Funk­tionale Sicherheit“, d.h. die Sicherheit für Leib und Leben von Anwendern, Mitar­beitern, Verkehrs­teil­nehmer und Patienten liegen uns sehr am Herzen. Mit unserer Techno­logie wollen wir sicher­stellen, dass neue Anwen­dungen ob nun in der Indus­trie­au­to­mation, im Auto oder in der Bahn bei bewährter oder sogar noch höherer Sicherheit umgesetzt werden.

futureSAX: SIListra Systems ist seit Juni 2016 am Verbundprojekt fast-cloud beteiligt. Welche Bedeutung haben solche Verbundprojekte für SIListra Systems?

Verbund­pro­jekte sind ideal um Unter­nehmen verschie­dener Größe zusammen zu bringen. Dort begegnet man sich auf Augenhöhe und kann von einander lernen. Klar ist auch, dass man auch über den Förder­zeitraum hinaus zusam­men­ar­beiten möchte. Ein zweiter wichtiger Aspekt ist, dass Verbund­pro­jekte eine Grundlage sind, um die Innovation hochzu­halten. Zur Gründung bringen die meisten Start-Ups bereits eine Innovation mit. Im Alltags­ge­schäft bleibt dann die Weiter­ent­wicklung von Ideen und Innova­ti­ons­an­sätzen schnell auf der Strecke. Verbund­pro­jekte schaffen hier den „geschützten“ Rahmen, um gezielt neue Dinge auszu­pro­bieren und auch in kleinen Unter­nehmen Ideen und effizi­entere Ansätze voran­zu­treiben. In der Zusam­men­arbeit zwischen jungen und etablierten Unter­nehmen ist nach unserer Erfahrung essen­tiell, dass die Kernkom­petenz und die Innovation des Start-Ups beständig gestärkt und ausgebaut werden.

futureSAX: Vielen Dank für das Interview.

Mehr Informationen zu SIListra Systems GmbH finden Sie hier.