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Ansprech­partner

Marina Heimann
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futureSAX: Herr Dr.-Ing. Stege, die exelonix GmbH entwickelt und vertreibt Kommunikations- und Assistenzsysteme für ältere und allein lebende Menschen. Wie sind Sie auf die Idee gekommen? Gab es in Ihrem Umfeld Menschen, denen Sie damit helfen wollten?

Herr Dr. Stege: Mein Kollege in der Geschäftsführung und ich haben beide schon erfolgreich Start-ups mit aufgebaut – zuletzt gemeinsam 2013. Damals haben wir den Smart Home Markt genau analysierst und fanden, dass die Lösungen im Markt zwar die jungen „Nerds“ begeistern, aber unserer Meinung nach ältere Menschen viel mehr davon profitieren können. Deswegen haben wir Exelonix gegründet, um für diesen wachsenden Markt der Senioren Produkte zu entwickeln. Übrigens kam letztes Jahr eine Bitkomm-Studie zu dem gleichen Ergebnis: Fast zwei von drei Verbrauchern (62 Prozent) können sich vorstellen, Assistenzsysteme für kranke oder ältere Menschen einzurichten. Aber nur 6 Prozent planen dies derzeit konkret, weil es noch an Produkten fehlt[1]. Eine gute Bestätigung unseres Businessplans!

futureSAX: Und an welcher Produktinnovation arbeiten Sie derzeit? Können Sie hier schon etwas verraten?

Herr Dr. Stege: Wir bieten derzeit ein Familien-Tablet an, das speziell für die Bedürfnisse der Senioren und Technikeinsteiger entwickelt wurde. Dieses Tablet dient den Kunden quasi als Zentrale für Kommunikation, Hilfeleistungen und Sicherheit. Im nächsten Jahr werden wir eine Version unserer Software für Smartphones auf den Markt bringen. Dann brauchen Senioren nicht mehr auf Seniorentelefone ausweichen, sondern können jedes Smartphone mit unserer Software „seniorenfreundlich“ machen.

futureSAX: Seit 2013 sind Sie auch als Juror aktiv, nachdem Sie im Jahr 2004 selbst Preisträger des futureSAX-Ideenwettbewerbes waren. Was motiviert Sie persönlich dazu, sich für Gründer zu engagieren?

Herr Dr. Stege:
Das sind die guten Geschäftsideen. Davon kann man nie genug bekommen. Dieser magische Moment einer Firmengründung und dann der Moment, wo man erste Kunden überzeugen konnte und das erste Geld verdient ist. Das ist pure Magie.

futureSAX: Worauf achten Sie als Juror besonders, wenn Sie die Konzepte von Gründern bewerten?

Herr Dr. Stege: Für mich ist das Wichtigste, dass es ein in Ansätzen erkennbares Vertriebskonzept gibt. Denn was nützt das schönste Produkt, wenn es keiner kauft, oder noch schlimmer, wenn man den häufig komplexen Vertriebsweg nicht kennt. Daran scheitern manchmal selbst Profis.

futureSAX: In den unterschiedlichsten Positionen konnten Sie schon umfassende Erfahrungen im weltweiten B2B-Vertrieb sammeln. Was gilt es aus Ihrer Sicht zu beachten, wenn man sich als junges Unternehme erfolgreich auf dem internationalem Markt etablieren möchte?

Herr Dr. Stege: Wichtig ist der Kundenkontakt, denn die ersten Kunden sind die größten Fans meiner Geschäftsidee. Die sagen mir frei heraus, was Ihnen gefällt oder was nicht. Darum sollte man den Kunden viel zuhören. Häufig bringen diese Kunden dann weitere Interessenten und so wächst Ihr Vertrieb ganz organisch. Wer auf den internationalen Markt möchte, der sollte sich seine Vertriebspartner sehr genau ansehen. Denn Vertriebspartner liefern nur dann gute Ergebnisse, wenn sie Ihr Produkt verstehen und selbst ein großes Interesse am Vertrieb IHRES Produkts haben. Dafür müssen auch die Vertriebsanreize und Vergütungen richtig gesetzt sein. Das erfordert Erfahrung. Als junges Team sollten Sie sich deshalb nicht scheuen, ältere Vertriebsexperten in Ihre junge Firma zu holen. Meist zahlt sich das aus.

futureSAX: Was schätzen Sie am futureSAX-Netzwerk am meisten?

Herr Dr. Stege: Den Austausch mit den Gründern. Wir sollten uns in Sachsen wieder stärker um eine Gründerkultur kümmern. Und wenn Sie mir noch ein persönliches Statement erlauben: Es ist mir ein persönliches Anliegen, dass wir auch die Migranten, die aus verschiedensten Kulturen zu uns nach Sachsen kommen, ermuntern hier zu gründen. So schaffen sie sich selbst die Lebensgrundlage in Deutschland. Aus eigenen Kontakten weiß, ich wie hoch motiviert viele Neuankömmlinge sind. Das sollten wir nach Kräften unterstützen! Vielleicht sogar im futureSAX Netzwerk.

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