header

Ansprech­partner

Marina Heimann
Telefon: 0351 4402 822
Fax: 0351 4402 617

Als Start-up muss man Reputation aufbauen - Innovation allein reicht da nicht aus.

vlnr: Sven Bauer, Robin Streiter, Michael Jüttner, Peter Kalinowski

Nicht jedem Start-up gelingt der Sprung zum Erfolg. Auch für das Team von NAVENTIK war es ein langer Weg von der bloßen Idee eines Satel­li­ten­na­vi­ga­ti­ons­systems für autonomes Fahren bis hin zur Vollzeit­be­schäf­tigung der vier Ideen­geber. Wie es NAVENTIK geschafft hat und welche Schritte nun noch folgen, erfahren Sie hier vom Mitbe­gründer und futureSAX-Alumni Robin Streiter.

futureSAX: Bitte beschreiben Sie Ihre Idee in einem Satz:

Robin Streiter: Unsere Geschäftsidee ist die Vermarktung eines hochgenauen Satellitennavigationssystems speziell für den Einsatz in Fahrerassistenzsystemen und beim autonomen Fahren.

futureSAX: Herr Streiter, 2015 waren Sie unter den Nominierten beim futureSAX-Ideenwettbewerb. Wie hat sich Ihre Idee seither entwickelt?

Robin Streiter: Wir hatten das Glück, dass wir nach dem futureSAX-Ideenwettbewerb 2015 im Herbst die Zusage zum EXIST-Forschungstransfer bekommen haben – einem Förderprogramm zur Finanzierung herausragender forschungsbasierter Gründungsvorhaben. In diesem Rahmen entwickeln wir nun unsere ersten Prototypen, mit denen wir dann mit Entwicklungspartnern in Vorserien- und Pilotprojekten zusammenarbeiten können. Darauf sind wir sehr stolz und freuen uns, dass wir nun zu viert in Vollzeit an der Entwicklung unserer Produkte und unserem Geschäftsmodell arbeiten können. Seit Kurzem genießen wir auch volle Unterstützung aus betriebswirtschaftlicher Sicht im Team, sodass die detaillierte Ausarbeitung unseres Businessplanes mit besonderem Augenmerk auf die Vermarktungsstrategie erfolgen kann.
Neben der Finanzierung des Gründungsprojektes haben wir hier zusätzlich den Vorteil, dass uns professionelle Coaches gezielt auf die Herausforderungen im Tagesgeschäft eines Start-ups vorbereiten. Außerdem konnten wir durch weiterführende Gespräche mit potenziellen Kunden viel über die Anforderungen an unsere Produkte lernen. All diese Erkenntnisse fließen nun unmittelbar in den Entwicklungsprozess ein. So hoffen wir, dass wir uns sehr gut aufstellen können, bevor wir dann im Laufe des nächsten Jahres an die Vermarktung unserer Idee gehen.

futureSAX: Wodurch genau unterscheidet sich Ihre Lösung von denen der Wettbewerber?

Robin Streiter: Unser Zielmarkt, der sich durch die gesamte Automobil-Zuliefererkette aufspannt, hat enorme Eintrittshürden. Das betrifft nicht nur alle regulatorischen und funktionalen Anforderungen an ein Produkt oder dessen Teilkomponenten. Man muss insbesondere als Start-up ein gewisses Maß an Reputation aufbauen - Innovationen allein reichen da nicht aus. Mit unseren Alleinstellungsmerkmalen können wir uns jedoch insbesondere durch die Absicherung unserer Produkte für sicherheitskritische Anwendungen automatisierter Fahrfunktionen deutlich von etablierten Herstellern in unserem Segment abheben. Außerdem haben wir gelernt, dass die Hürde für unsere Kunden umso kleiner wird, je geringer man den Integrationsaufwand neuer Technologien für den Kunden halten kann. Zusätzlich zu unserem Satellitennavigationssystem werden wir deshalb unseren Kunden eine Reihe von Softwaretools an die Hand geben, die es den Entwicklungsabteilungen einfacher macht, unsere Produkte und Dienstleistungen effizient zu integrieren und zu validieren. 

futureSAX: Was waren die größten Hürden bisher und wie haben Sie diese gemeistert?

Robin Streiter: Wir sind sehr froh, dass wir insbesondere durch unser sehr gut aufgestelltes Team und die professionelle Rundum-Sorglos-Unterstützung durch verschiedene Plattformen, wie unser Gründungsnetzwerk SAXEED oder futureSAX, sehr gute Vernetzungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten haben. Wir versuchen diese Möglichkeiten so gut es geht zu nutzen und uns durch Feedback immer wieder selbst zu hinterfragen, dazuzulernen und weiterzuentwickeln. Die größten Hürden haben wir aber in der Tat noch vor uns. So werden wir im Laufe des nächsten Jahres die Zusammenarbeit mit einem Investor antreten und – das wissen Sie selbst am besten – viele kritische Entscheidungen treffen.

futureSAX: Und wie sollte Ihr Traum-Investor gestrickt sein?

Robin Streiter: Hier haben wir schon einige klare Vorstellungen. Die wichtigste Anforderung ist vor allem eine passende strategische Ausrichtung, die durch ein geeignetes Netzwerk untermauert werden kann. Im besten Fall ist unser Investor bereits aus der Automobilbranche oder hält weitere Beteiligungen aus der Branche. Ansonsten muss die Beziehung zu unserem Investor auch auf der zwischenmenschlichen Ebene funktionieren, das ist am Ende meist das Zünglein an der Waage.  

futureSAX: Ihre Gründung steht noch aus, werden Sie den Schritt dieses Jahr noch gehen?

Robin Streiter: Hier gibt es aus strategischen Gründen noch ein paar Abwägungen zu unternehmen, in den nächsten sechs Monaten wird die GmbH dann aber gegründet sein.

futureSAX: Bei Ihrer Bewerbung für den futureSAX-Ideenwettbewerb im letzten Jahr haben Sie gesagt, dass Sie bis 2020 in ersten Serienfahrzeugen vertreten sein wollen. Halten Sie Ihren Zeitplan ein?

Robin Streiter: Bis jetzt sind wir sehr zuversichtlich. Es gibt eine ganze Reihe von Anwendungen, insbesondere aus dem Bereich von In-Vehicle-Systemen und Location-Based-Services, die mit einem geringen Integrationsaufwand durch unsere Technologie erweitert werden können. Hier werden wir rechtzeitig an den Start gehen. Für erste sicherheitsrelevante Anwendungen, insbesondere beim automatisierten Fahren, haben wir noch ein ganzes Stück Arbeit vor uns.

Mehr Informationen zum Team "NAVENTIK" finden Sie hier.

Lernen Sie hier weitere Mitglieder aus dem futureSAX-Alumni-Kreis kennen.