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Ansprech­partner

Marina Heimann
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Ihr Unternehmen hat 2004 den 3. Platz beim futureSAX-Ideenwettbewerb in der Kategorie „Gründen“ und 2009 den ersten Platz in der Kategorie „Wachsen“ belegt. Wie hat sich Ihr Unternehmen seitdem entwickelt?

Wir hatten die Signalion GmbH im Jahr 2003 gegründet und sind in Folge sehr stark gewachsen, um den Anfor­de­rungen des Marktes gerecht zu werden. Aufgrund der bereits damals zu erwar­tenden Dynamik haben wir sowohl auf ein Wachstum der Stamm­be­leg­schaft als auch auf temporär verfügbare Mitar­beiter gesetzt. Im Jahr 2009 gewannen wir den futureSAX-Business­plan­wett­bewerb in der Kategorie „Wachsen“. Die darauf folgenden Jahre waren von einem organi­schen Wachstum der Kernmann­schaft geprägt. Im Jahr 2012 hat das ameri­ka­nische Unter­nehmen National Instru­ments aus Austin alle Anteile der Signalion GmbH übernommen. Das Jahr 2013 war dann haupt­sächlich von der Integration in das Unter­nehmen National Instru­ments geprägt. Inzwi­schen heißt die Dresdner Firma National Instru­ments Dresden GmbH. Der Dresdner Standort ist innerhalb des National Instru­ments Konzerns das „Center of Excel­lence for Wireless Infra­structure Test and Call Signaling“. Das heißt, dass wir in Dresden das Zentrum innerhalb von National Instru­ments sind für alle F&E Aktivi­täten im Bereich Basis­sta­ti­onstest. Auch die Produkt­mar­ke­tingak­ti­vi­täten für den Bereich Basis­sta­ti­onstest werden aus Dresden gesteuert. Weiterhin spielt der Dresdner Standort eine führende Rolle bei den Aktivi­täten von National Instru­ments im Hinblick auf 5G, die fünfte und damit nächste Generation des Mobil­funks, die für ca. 2022 am Markt erwartet wird. Beim Thema 5G gibt es eine sehr enge Koope­ration mit der TU Dresden und dem neuen „Dresden 5G Lab“.

(Anmerkung: eine Basis­station ist ein wesent­licher Teil eines Mobil­fun­knetzes; eine Basis­station empfängt die Funksi­gnale der Handys und sendet die Funksi­gnale, die von den Handys empfangen werden).

Hat sich die Teilnahme an dem futureSAX-Wettbewerb aus Ihrer Sicht gelohnt? Welche Erfahrungen haben Sie gemacht?

Ja, auf jeden Fall. Die Vorbe­reitung auf den jewei­ligen Wettbewerb haben wir jeweils so gestaltet, dass wir Dinge zusam­men­ge­tragen und aufbe­reitet haben, die wir ohnehin benötigten. Die Bewertung und Beurteilung durch die futureSAX-Jury hat unseren Plänen dann eine neue Qualität gegeben. Abgesehen davon ist der Wert des Netzwerkes, in das wir hinein gewachsen sind, kaum durch irgen­detwas anderes aufzu­wiegen.

Haben Sie die Auszeichnungen im Rahmen des Marketing bzw. der Kommunikation für Ihre Produkte genutzt? Wenn ja, wie?

Ja. Wir haben die Auszeich­nungen bekannt gemacht, sowohl auf unserer Webseite als auch in allen Präsen­ta­tionen, die wir in den Monaten nach den jewei­ligen Wettbe­werben gegeben haben. Die Auszeich­nungen haben immer ein sehr positives Echo hervor­ge­rufen.

Verbunden mit der Auszeichnung 2009 war ein Preisgeld in Höhe von 15.000 Euro. Wie haben Sie dieses Preisgeld eingesetzt?

Die Teilnahme am Wachs­tums­wett­bewerb hatte vor allem ein Ziel: Wir wollten ein Zeichen der öffent­lichen Anerkennung für die Mühen setzen, die das Wachstum auch für unsere Mitar­beiter mit sich gebracht hatte. Deshalb wurde auch das Preisgeld einge­setzt, um den Mitar­beitern den Arbeit­salltag zu „versüßen“. Zu diesem Zweck haben wir das Preisgeld in neue Kaffee­au­to­maten und ein breites Geträn­ke­an­gebot inves­tiert. Natürlich ist ein großer Teil des Preis­geldes in die weitere Entwicklung unserer Produkte geflossen, ganz konkret in ein spezi­elles Hochfre­quenz­modul, das sowohl in der Messtechnik als auch im Proto­ty­penbau von Funksys­temen einge­setzt wurde und wird.

Haben Sie Tipps oder Ratschläge für zukünftige Bewerber? Was sollten sie bei der Teilnahme an einem Wettbewerb beachten?

„Es kann nur einen geben.“ Natürlich kann man alles daran setzen, dieser Eine zu sein. Aber wenn man es nicht wird, z.B. weil gerade ein bestimmtes anderes Thema politisch Konjunktur hat, dann sollte die Arbeit nicht umsonst gewesen sein. Alles Material, das man zusam­men­stellt und aufbe­reitet, sollte auch für die weitere Arbeit relevant sein. Wenn man den Wettbewerb als Meilen­stein in der eigenen Firmen­ge­schichte betrachtet, zu dem eine bestimmte Qualität eines Business­plans verfügbar sein sollte, dann wird man sich langfristig freuen, am Wettbewerb teilge­nommen zu haben, auch wenn man den Preis nicht gewonnen hat.

Wie sind Ihre Erfahrungen mit futureSAX im Allgemeinen. Was finden Sie gut, was würden Sie sich noch wünschen?

Ich habe sehr gute Erfahrungen mit futureSAX gemacht – naturgemäß in der Zeit, als futureSAX noch ein Businessplanwettbewerb war. Frau Kerstin Trautmann und Herr Lars Köhler waren unsere Hauptansprechpartner, die sich bei jedem Thema und jeder Anfrage immer sehr engagiert um uns gekümmert haben. Das war toll.
Frau Marina Heimann hat uns kürzlich eine sehr umfassende Einführung in den „neuen futureSax“ und das Alumni-Netzwerk gegeben, die mich aufhorchen ließ. Ich denke, hier steckt großes Potenzial, und ich bin gespannt auf die zukünftige Zusammenarbeit. Aufgrund der nun schon mehr als zehn Jahre langen Historie ist das Netzwerk aus Firmen und Teilnehmern recht groß. In Zukunft könnte es deshalb wichtig sein – trotz aller Vorteile eines branchenübergreifenden Netzwerkes – eine gewisse Branchenklassifizierung (einschl. Suchmöglichkeit auf der Internetseite) einzuführen.

futureSAX organisiert eine Vielzahl von Wettbewerben, Informationsveranstaltungen, Innovationsforen, Workshops und Investorenroadshows. Werden Sie auch in Zukunft an der einen oder anderen Veranstaltung  bzw. an einem Wettbewerb teilnehmen?

Auf jeden Fall. Der nächste Termin in meinem Kalender ist die futureSAX-Innovationsbörse am 16. Juli.