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Tobias Tauscher - neuer Geschäfts­führer der Cinector GmbH, im Interview mit futureSAX.

Wie es ist, sich mit der Entwicklung von 3D Echtzeit-Software für digitale Medien­pro­duk­tionen selbst­ständig zu machen und was eine Nominierung im futureSAX-Ideen­wett­bewerb für ein sächsi­sches Start-ip bedeutet, hat uns Tobias Tauscher, Geschäfts­führer der Cinector GmbH, im Interview erzählt.

futureSAX: Herr Tauscher, beschreiben Sie doch mal Ihr Unternehmen in einem Satz: 

Tobias Tauscher: Das Unternehmen Cinector entwickelt innovative 3D Echtzeit-Software für die digitale Medienproduktion.

futureSAX: Seit August 2015 sind Sie Geschäftsführer von Cinector. Wie hat sich Ihr Leben dadurch verändert?

Tobias Tauscher: Persönlich hat sich im Vergleich zu den letzten Jahren vor der Gründung nicht viel geändert, denn bereits vor der Gründung haben wir lange auf die Selbständigkeit hin gearbeitet. Dies beinhaltete stets viel Fleiß und Arbeit, großer privater Verzicht und ein hoher Grad an Selbstdisziplin und Verantwortung. Die Gründung selbst festigte jedoch den langjährigen Bund zwischen den Gründern und definiert nun ein gemeinsames Ziel.

Aus der wirtschaft­lichen Sicht war der Schritt zur Gründung einer GmbH nicht nur eine allge­meine juris­tische Entscheidung nach Grund­lagen der Gesetz­gebung, sondern trug auch entscheidend zu der Wahrnehmung unserer Persön­lich­keiten als Unter­nehmer und der Ernst­haf­tigkeit unseres Vorhabens.

futureSAX: 2014 waren Sie für den futureSAX-Ideenwettbewerb nominiert. Wie waren die Reaktionen nach dem Wettbewerb?

Tobias Tauscher: Die Nominierung selbst war, neben aller PR-Resonanz, für uns ein gutes und wichtiges Zeichen als Bestätigung der Business-Idee und ein guter Einstieg in das Netzwerk von futureSAX.

Darüber hinaus war zu dem damaligen Zeitpunkt ein weiterer Faktor für uns sehr wichtig. Wie belegten den 3. Platz beim Ideen­wett­bewerb und konnten das entspre­chende Preisgeld nach freier Verfügung in unser Business sofort reinves­tieren. Da wir bis dato als Forschungs­gruppe finan­ziell stets an öffent­liche Gelder gebunden waren, was selbst für die kleinsten Aufwen­dungen einen zähen und mehr als bürokra­ti­schen Aufwand bedeutet, erhielten wir hier erstmalig die Möglichkeit auf unser wirtschaft­liches Umfeld spontan reagieren zu können. D.h. Reisen zu Kunden oder Partnern, Messe­be­suche, kleinere Anschaf­fungen oder Marke­ting­ma­terial nach freier Verfügung waren flexibel möglich..

futureSAX: Cinector war neben sechs weiteren sächsischen Tech-Start-ups in der futureSAX-Start-up Corner auf der CeBIT 2016 vertreten. Was waren Ihre persönlichen Messe-Höhepunkte? Hat sie sich gelohnt?

Tobias Tauscher: Die CeBIT wurde mehr oder weniger unsere Erwartungen gerecht. Wir haben auf der Messe wichtige Ansätze und Impulse für die weitere strategische Entwicklung unserer Firma geschaffen. Dies beinhaltet sowohl Gespräche mit potenziellen Endkunden unserer Produkte oder finanzstarken Investoren, aber auch Fachgesprächen mit Gleichgesinden oder erstrebenswerten Partnern.

Das allge­meine Feedback der Besucher zu unserem Stand war überwiegend positiv. Wir wurden mehrmals für unsere Ideen und Innova­tionen gelobt, da genau solche oder ähnliche techni­schen Neuerungen der allge­meine Besucher auch von der CeBIT erwartet. Ein erneuter Stand auf der CeBIT 2017 ist daher von unserer Seite erstre­benswert.

Einen direkten Messe-Höhepunkt gab es für uns nicht, da sich der Fokus auf unserem Stand konzen­trierte und wir kaum die Gelegenheit dazu hatten, die Messe oder weitere Hallen im größeren Umfang zu besuchen.

futureSAX: Als Nominierter gehören Sie auch dem futureSAX-Alumni-Kreis an. Welche Erfahrungen haben Sie bereits mit den anderen futuresAX-Alumni machen können? Wie wichtig ist Ihnen der Austausch mit anderen Unternehmern?

Tobias Tauscher: Leider sind wir mit unseren Produkten und Intensionen eher ein Exot im sächsischen Wirtschaftsraum, welche traditionell eher stark an industrielle Güter gebunden ist. Hollywood, Film und 3D-Animationen sind hier eher die Ausnahme, welches nicht zu Letzt auch auf den futureSAX-Alumni-Kreis zutrifft.

Koope­ra­tionen, Partner­schaften, Fachge­spräche, ein Erfah­rungs­aus­tausch oder das bewerten der für uns relevanten Infor­ma­tionen unter Gleich­ge­sinden sind hier eher die Ausnahme.

Prinzi­piell ist es für mich persönlich aber schön mit anzusehen, das sich im Wirtschaftsraum Sachsen durchaus Ideen und Potenzial auf den unter­schied­lichsten Sektoren etabliert. Dies stärkt uns auch in der Entscheidung, unseren Standort in Sachsen auch weiterhin aufrecht zu erhalten.

futureSAX: Noch eine Frage zum Schluss. Welches Projekt wäre Ihr persönlicher Traum für Cinector?

Tobias Tauscher: Allgemein wäre mir wichtig, die Cinector GmbH zu einem stabilen und rentablen Unternehmen mit festen Wurzeln in Sachsen aufzubauen.

Ich möchte, dass sich all das Vertrauen und die viele Arbeit, welche unsere bishe­rigen Mitar­beiter oder Wegbe­gleiter in uns gesetzt haben, sich entweder in einem festen und sicheren Arbeits­platz bei uns im Unter­nehmen oder sich in ander­weitig finan­zielle Struk­turen auszahlt. Diesen Personen gegenüber gilt es von meiner Seite aus ein Versprechen zu erfüllen.

Darüber hinaus wünsche ich mir, dass man auch am Standort Sachsen, die Brücke zu der inter­na­tio­nalen Wirtschaftswelt öffnen kann und diese aufrecht­erhält. …ggf. auch wieder zu Hollywood.

Mehr Informationen zur Cinector GmbH finden Sie hier.

Lernen Sie hier weitere Mitglieder aus dem futureSAX-Alumni-Kreis kennen.

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