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Sächsi­scher Staats­preis für Innovation 2013

Beim Sächsi­sches Staats­preis für Innovation 2015 wurden wegwei­sende Ideen, die in Produkten, Dienst­leis­tungen, Prozess- oder Organi­sa­ti­ons­in­no­va­tionen Nieder­schlag gefunden haben, geehrt. Bis zum 17. Mai 2013 konnten sich sächsische Mittel­ständler und Handwerker bewerben. Insgesamt 40 sächsische Unter­nehmen, davon 14 aus dem Handwerk, haben ihre Innova­tionen einge­reicht, die sich seit 2010 erfolg­reich am Markt etabliert haben oder im Unter­nehmen einge­führt wurden. Der Bewer­ber­kreis war 2013 besonders vielfältig. Neben Maschi­nen­bauern, Softwa­re­ent­wicklern, Lebens­mittel- und Geräte­her­stellern haben Handwerker, Techno­lo­gie­un­ter­nehmen und Dienst­leister verschie­denster Wirtschafts­zweige ihre Ideen einge­reicht.


Die SURAGUS GmbH hat gemeinsam mit dem Fraunhofer IZFP Dresden eine Systemplattform für die Prüfung von Kohlenstofffasertextilien und deren Verbundwerkstoffen entwickelt. Die Halbzeuge und Endprodukte sind aus mehreren Faserlagen aufgebaut, wobei die Faserorientierung die Kraftaufnahmerichtung des Werkstoffs definiert. Die neu entwickelte Geräte-Serie EddyCus® CF map ist ein Teststand neben der Produktionslinie für textile Flächenbildungsprozesse. Mit den Systemen lassen sich hochauflösende Wirbelstrom-Scans (Leitfähigkeitsbilder) erstellen und dabei Messungen jeder 100 μm von planaren und schrägen Proben verschiedener Größen vornehmen. Die auf dem Wirbelstromprüfverfahren beruhenden Systeme induzieren elektromagnetische Wechselfelder, welche den Werkstoff je nach eingesetzter Frequenz und vorhandener Leitfähigkeit penetrieren. Abhängig von seinen Eigenschaften werden im Werkstoff Wirbelströme induziert, welche zu einer Veränderung des Gesamtfeldes beitragen und so die Beschreibung der Werkstoffeigenschaften ermöglichen. Aufgrund der unterschiedlichen lokalen Leitfähigkeiten innerhalb des jeweiligen Werkstoffs können einzelne Faserbündel in bis zu neun Lagen sichtbar gemacht und unterschiedlich orientierte Lagen separiert werden. Der Nutzer kann so verschiedene Fehlerbilder wie Impacts, Gassen, Ausfransungen, Aufschiebungen oder Winkelabweichungen erkennen. Der besondere Vorzug der Produktinnovation besteht darin, dass sich mit der Geräte-Serie EddyCus® CF map Carbonfasermaterialien erstmals berührungslos und absolut zerstörungsfrei prüfen lassen.

GICON® hat ein innovatives Biogasverfahren nach dem Prinzip der zweistufigen Trocken- Nass-Fermentation mit getrennter Hydrolyse entwickelt und zur Marktreife gebracht. Dieses ermöglicht die Biogaserzeugung aus struktur- und störstoffreichen organischen Abfällen. Mit dieser Fokussierung bietet das GICON®- Biogas-Verfahren einen deutlichen Fortschritt gegenüber herkömmlichen Verfahren zur Biogaserzeugung. Denn auf diese Weise lässt sich eine der weltweit bedeutendsten Quellen für die Emission von Treibhausgasen beherrschen – die Deponierung von organischen Abfällen. Die Abfallmengen werden durch den Prozess erheblich verringert und die Methangaspotenziale nachhaltig nutzbar gemacht. Zu den Alleinstellungsmerkmalen des neuen GICON®-Biogasverfahrens gehören die hohe Prozessstabilität, die Steuerbarkeit der Biogasproduktion, der geringe Eigenenergieverbrauch sowie die vergleichsweise kompakte Anlagengröße. Zudem können aufgrund der Robustheit des Verfahrens gegenüber Störstoffen die unterschiedlichsten Abfälle behandelt werden. Mit der Innovation hat sich GICON® ein neues Geschäftsfeld erschlossen, das in den nächsten Jahren über ein bedeutendes nationales wie internationales Wachstumspotenzial verfügt. So konnten zahlreiche neue Arbeitsplätze geschaffen sowie bestehende Arbeitsplätze gesichert werden. Die Kooperation mit mehreren sächsischen Unternehmen führt zur wirtschaftlichen Teilhabe und bietet diesen Partnern Chancen auf den internationalen Markteintritt. Das GICON®-Biogasverfahren ist ein erheblicher Beitrag zum Ressourcen- und Klimaschutz sowie zum Abfallmanagement. Darüber hinaus ist das Verfahren in der Lage, Regelenergie bereitzustellen und auf diese Weise einen ausgleichenden Effekt auf das schwankende Angebot anderer erneuerbarer Energien zu leisten.
2. Platz: theratecc GmbH & Co. KG aus Dresden

Die theratecc GmbH & Co. KG hat mit dem Centric Guide® ein spezielles zahnmedizinisches Gerät für die digitale Kieferrelationsbestimmung entwickelt. Die optimale Stellung von Unter- zu Oberkiefer ist eine Grundvoraussetzung für das menschliche Wohlbefinden und die Vermeidung von Schädigungen des Kausystems. Unter diesen Schädigungen und Folgeschäden wie Migräne, Kopf- oder Rückenschmerzen leidet heute eine Vielzahl von Patienten. Vermeiden bzw. beheben lässt sich dies in den meisten Fällen nur mit einer Korrektur der Zähne oder der Zahnstellung. Der Centric Guide® ermöglicht dem Zahnmediziner, in kürzester Zeit eine komplette instrumentelle Funktionsanalyse zur eindeutigen Diagnose von Kieferfehlstellungen durchzuführen. Das System liefert äußerst präzise Messdaten im Zehntelmillimeterbereich, dabei wird erstmalig ein Messverfahren angewendet, welches die vertikalen Veränderungen bei einer Unterkieferbewegung aufzeichnet und darstellt. Das so gewonnene exakte Messergebnis bildet die Grundlage für eine patientenindividuelle und nachhaltige Therapie. Zu den weiteren Vorteilen des neuen Systems gehören eine intuitive Software, die Messung und Registrierung in einem Behandlungsschritt sowie sterilisierbare Systemkomponenten. Der Centric Guide® ist eine echte Weltneuheit. Mit seiner Serienproduktion werden Arbeitsplätze in Sachsen gesichert und die Firmen gestärkt, die direkt oder indirekt am Produkt beteiligt sind. Darüber hinaus trägt das System zur Verbesserung der Volksgesundheit sowie zur Verringerung der Kosten für Krankenkassen und Patienten bei.

Sonderpreis der Sächsischen Handwerkskammern: Götz Lamm & Co. OHG Metalltechnik Großenhain aus Neukirch
 
Den Sonderpreis der Sächsischen Handwerkskammern erhielt dieGötz Lamm & Co. OHG Metalltechnik Großenhain. Dieser Preis wird unter den teilnehmenden Handwerksunternehmen vergeben.