Interview mit Thomas Fleck

Interview mit Thomas Fleck

Thomas Fleck, Kernteamleiter Leipzig des Sächsischen Mentoring-Netzwerk, spricht im Interview mit futureSAX über seine Arbeit als Mentor und seine Motivation dazu.

futureSAX: Stellen Sie sich und Ihre Rolle im Sächsischen Mentoring-Netzwerk bitte kurz vor.

Mein Name ist Thomas Fleck und schon während meines Studiums an der Universität Leipzig habe ich das Unternehmen Netresearch gegründet, welches ich bis heute führe. Insbesondere durch den Aufbau der Veranstaltungsreihe Meet Magento in über 20 Ländern habe ich viele Erfahrungen sammeln und ein internationales Netzwerk aufbauen können. Aktuell bin ich unter anderem noch als Investor und Advisor bei einigen Startups engagiert.
Im Sächsischen Mentoring-Netzwerk darf ich seit mehr als einem Jahr das Kernteam Leipzig leiten.

futureSAX: Coaching, Berater, Fachliteratur – Rat findet man überall genug. Wozu braucht es da Ihrer Meinung nach noch Mentoring?

Den persönlichen Austausch mit einem Unternehmer, der schon in einer vergleichbaren Situation gewesen ist, können all die anderen Dinge und Informationsquellen nicht ersetzen. Das Besondere am Mentoring - insbesondere im Vergleich zum Coaching oder einer Beratung - ist die Beziehung auf Augenhöhe und Gegenseitigkeit.

futureSAX: Welchen Herausforderungen stellen sich vor allem Mentees aus der Region Leipzig?

Das Kernteam Leipzig ist erst Anfang 2018 entstanden und damit ist das Mentoring-Netzwerk in unserer Region ist noch recht jung. Bisher können wir sagen, dass die Mentees mit “normalen” unternehmerischen Herausforderungen an uns herantreten. Das Spektrum reicht dabei von der Unternehmenskultur bis zum Wachstum und der Expansion ins Ausland. Auch Themen rund um die Gründung, Finanzierung und Unternehmensnachfolge wurden schon an uns herangetragen.

futureSAX: Wovon profitiert der Mentor Ihrer Meinung nach besonders beim Mentoring-Austausch?

Das ist eine sehr gute Frage, da das Mentoring ja ohne Bezahlung erfolgt und gerade keine kostenpflichtige Dienstleistung im Wettbewerb zu Coaching oder Beratung ist. Aus eigener Erfahrung und den Berichten der Mentoren weiß ich, dass vor allem neue Sichtweise und ein Zugang zu anderen / jüngeren Netzwerken als besonders wertvoll und bereichernd empfunden werden.

futureSAX: Was ist Ihre persönliche Motivation, das Sächsische Mentoring-Netzwerk zu unterstützen?

In den nun schon mehr als 20 Jahren meiner unternehmerischen Tätigkeit habe ich viel Unterstützung von erfahrenen Unternehmern erhalten und ich empfinde es als Ehre und als angenehme Pflicht, etwas zurückzugeben. Unsere Mission bei Netresearch lautet “enable & connect” und das Sächsische Mentoring-Netzwerk bietet mir die Möglichkeit, dies zu verwirklichen, indem ich dabei mithelfe, Menschen zu verbinden und zu befähigen großartige Dinge zu tun.

futureSAX: Können Sie uns ein Beispiel für einen gelungenen Mentoring-Austausch aus Ihrer Region nennen?

Da fällt mir ein Leipziger Unternehmen ein, welches für einen nächsten Wachstumsschritt in die USA expandieren möchte. Über das Sächsische Mentoring-Netzwerk - konkret anlässlich der futureSAX Innovationskonferenz - konnte über das Kernteam Dresden ein Kontakt zu einem erfahrenen Mentor hergestellt werden. Aus meiner Sicht ist dies auch ein gutes Beispiel dafür, dass der Austausch zwischen den Kernteams des Mentoring-Netzwerkes sehr gut funktioniert.

futureSAX: Vielen Dank für das Interview.

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