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“Die Innova­tionen durch die Digita­li­sierung verändern feste moralische Bezugs­punkte der Menschen.“

Das Institut für Digitale Technologien (IfDT) beschäftigt sich als außeruniversitäre Forschungseinrichtung unabhängig, interdisziplinär und überregional mit den vielfältigen Fragestellungen, die sich mit der Digitalisierung ergeben. Dr. Kyrill Meyer vom Institut für Digitale Technologie gGmbH gibt uns im Interview einen Überblick zum IfDT und seiner Arbeit.
 
futureSAX: Herr Meyer, erklären Sie uns kurz die Aufgaben des IfDT und Ihre Stellung im Institut.
 
Das Institut für Digitale Technologien beschäftigt sich als außeruniversitäre Forschungseinrichtung unabhängig, interdisziplinär und überregional mit den vielfältigen Fragestellungen, die sich mit der Digitalisierung ergeben. Digitale Technologien durchdringen alle Ebenen und Bereiche der Gesellschaft und verändern nahezu alle Branchen. Die Veränderungen aus dem digitalen Wandel zeigen die vielfältigen Vorteile, die das Leben lebenswerter gestalten, die Lebenszeit verlängern und Effizienzsteigerungen in Wirtschaft und Verwaltung ermöglichen.
Das IfDT hat sich in seiner Konstitution gemeinnützig dem Zweck der Förderung von Wissenschaft und Forschung, insbesondere in den Grundlagenbereichen der Angewandten Informatik und der Wirtschaftsinformatik verschrieben und unterstützt sowie initiiert dazu Wissenschafts- und Forschungsprojekte. Das Institut bietet einerseits Forschern die Möglichkeit, am Institut zu ihren speziellen Fachgebieten zu arbeiten und dazu mit Hochschulen und Unternehmen der Region zu kooperieren. Andererseits ist das IfDT ein konkreter Ansprechpartner für Studien und Expertisen und ermöglicht in seinen Partnerstrukturen die Realisierung konkreter Digitalisierungsvorhaben. Als Ansprechpartner für futureSAX unterstütze ich hier gern die Partner des Netzwerkes bei Ihren Fragestellungen.
 
futureSAX: Was sind derzeit die Hauptthemen Ihrer Arbeit?
 
Digitalisierung als ein breites gesellschaftliches Thema führt auch zu einem breiten Themenspektrum am Institut. Aktuell führen wir besonders in den Bereichen Health und Energie konkrete Vorhaben durch. Gleichzeitig arbeiten wir gemeinsam mit Partnern neue Technologiethemen wie z.B. Blockchain aus oder engagieren uns für die Beratung des Mittelstands zu Smart Service Lösungen.
 
futureSAX: Der Digitalisierungsprozess ist umfassend und für viele Institutionen immer noch scheinbar undurchdringlich, teilweise sogar beängstigend – wie trägt Ihre Arbeit dazu bei, diesen Herausforderungen zu begegnen?
 
Die Innovationen durch die Digitalisierung verändern feste moralische Bezugspunkte der Menschen. Die daraus resultierenden Fragen greift das Institut in einem gesellschaftlichen Dialog auf und bemüht sich um eine ethische Sicht auf die Vorteile, Risiken und Veränderungen, die sich mit den Möglichkeiten der modernen Digitalen Technologien immer wieder erneut ergeben.
 
Das Institut unterstützt den gesellschaftlichen Dialog hierzu z.B. durch Themen- und Impulstage, die wir in Zukunft auch gern über das futureSAX – Netzwerk bekannt machen. Darüber hinaus engagiert sich das IfDT gemeinsam mit Bildungsträgern, Lehrern und Interessierten, um bereits ab dem Grundschulalter Medienkompetenz und Wissen im Umgang mit Informationstechnik in geeigneter Form zu vermitteln.
 
futureSAX: Sie veranstalten regelmäßig mit diversen Partnern sogenannte Hackathons. Was genau kann man sich darunter vorstellen und warum sind diese Events für Sie wertvoll?
 
Ein Hackathon ist eine Veranstaltung, in welcher innerhalb kurzer Zeit konkrete Softwarelösungen entstehen. Dazu können gemischte Teams zu einer gegebenen Aufgabe innovative Lösungen realisieren. Sie nutzen dazu moderne Technologien und setzen sich mit konkreten Fragestellungen auseinander, welche „Challenge-Geber“ einbringen können. Für das IfDT sind diese Events eine ideale Gelegenheit, unsere Anliegen zu transportieren. Ich möchte gern zwei konkrete Beispiele nennen: beim Kulturhackathon „Coding Da Vinci“ bringen wir Digitalisierung und kulturelle Vielfalt zusammen und arbeiten mit offenen Daten. Beim demnächst stattfindenden Blockchain-Hackathon führen wir Studierende an eine neue Technologie heran und beleuchten mit Unternehmen der Wirtschaft gemeinsam das Innovationspotential in der Versicherungsbranche
 
futureSAX: Welche Vorteile sehen Sie für das IfDT als neues Mitglied im futureSAX-Know-Netzwerk. Welche Erwartungen haben Sie?
 
Das futureSAX-Netzwerk ist mir bereits gut bekannt. Es ist eine sehr gute Plattform für den Austausch zwischen Forschung und Anwendung sowie Multiplikatoren. Als überregionales Institut möchten wir diese Plattform dafür nutzen, das Institut und unsere Angebote und Veranstaltungen bekannt zu machen und mit den anderen Mitgliedern des Netzwerkes in Kontakt zu kommen. Dafür würden wir gern das Netzwerk aktiv unterstützen.
 
futureSAX: Ihre Büroräume befinden sich seit Ende letzten Jahres in der Bio-City Leipzig, wo sehen Sie die Vorteile von diesem Standort?
 
In der Bio-City verbindet sich bereits, was wir uns auch für die Arbeit in unserem Institut vorstellen. Es ist ein Zentrum, in dem Wirtschaft, Wissenschaft und Forschung einen Platz für ein Miteinander finden und Wissen nicht nur geteilt sondern potenziert wird. Hier findet unser Institut eine ideale Arbeits- und Kooperationsbasis.
 
futureSAX: Zu guter Letzt: Wo steht/ Was macht das IfDT in 5 Jahren?
 
Wir wünschen uns, dass nicht zuletzt dank der Arbeit im futureSAX – Netzwerk das IfDT in den nächsten Jahren als kompetenter Ansprechpartner für die Fragen der Digitalisierung im Freistaat bekannt wird und in enger Verbindung mit Wissenschaft, Unternehmen und Politik den Freistaat Sachsen zu einem Innovationsmotor im Bereich der Digitalisierung macht. Dabei soll es unser Anspruch bleiben, Vor- und Nachteile in gekonnter Weise gegeneinander abzuwägen und die digitale Welt nachhaltig zum Nutzen des Einzelnen und der Gesellschaft zu entwickeln.
 
Mehr Informationen zum Institut finden Sie hier.