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Preis­träger des mit 30.000 Euro dotierten futureSAX-Ideen­wett­be­werbs 2014 werden beim 4. Sächsi­schen Innova­ti­ons­gipfel bekannt gegeben

14. Juli 2014

Insgesamt zehn von über 70 Bewerbern sind für den Preis nominiert

Am 16. Juli 2014 treffen sich im Deutschen Hygiene-Museum Dresden rund 200 Vertreter aus Wirtschaft, Wissen­schaft, Forschung und Politik zum 4. Sächsi­schen Innova­ti­ons­gipfel. Unter dem Motto „Open Innovation“ disku­tieren sie über Möglich­keiten und Wege der effek­tiven Integration von Kunden in Innova­ti­ons­pro­zesse. Im Rahmen des 4. Sächsi­schen Innova­ti­ons­gipfels werden durch Herrn Staats­mi­nister Sven Morlok auch die Gewinner des diesjäh­rigen futureSAX-Ideen­wett­be­werbs bekannt gegeben und geehrt.

„Insgesamt zehn von über 70 Einzel­per­sonen und Gründer­teams wurden in diesem Jahr für den mit insgesamt 30.000 Euro dotierten Preis nominiert. Mit dem futureSAX-Ideen­wett­bewerb sollen besonders innovative und wachs­tum­s­ori­en­tierte Gründungs­vor­haben gefördert und so die Innova­ti­ons­kraft der sächsi­schen Wirtschaft nachhaltig gestärkt werden“, betont Dr. Andreas Stricker, Projekt­leiter von futureSAX, einem Projekt des Sächsi­schen Staats­mi­nis­te­riums für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr.

„Jetzt heißt es Daumen drücken, denn die in diesem Jahr einge­reichten Ideen waren besonders vielfältig und vielver­spre­chend. Die ungeheure Bandbreite des sächsi­schen Ideen- und Erfin­dungs­geistes spiegelt sich deshalb auch bei den zehn Nominierten wider“, so Dr. Andreas Stricker, Projekt­leiter von futureSAX. Diese reichen von innova­tiven Handels­platt­formen, Software- und Garten­bau­lö­sungen über biome­di­zi­nische Geräte und Angebote für Unter­was­ser­for­scher bis hin zu neuar­tigen Produk­tions- und Messver­fahren sowie optimierten Bewegungs­ab­läufen für Roboter.

Der futureSAX-Ideen­wett­bewerb 2014 wurde im Oktober 2013 gestartet. Bis zum 15. Februar 2014 konnten Einzel­per­sonen, Gründer­teams und Unter­nehmen, die ihren Wohn- bzw. beste­henden oder zukünf­tigen Unter­neh­menssitz in Sachsen haben, ihre Gründungsidee einreichen. Die drei besten sächsi­schen Ideen werden am 16. Juli 2014 mit 15.000, 10.000 bzw. 5.000 Euro Preisgeld prämiert. Der nächste  futureSAX-Ideen­wett­bewerb wird am 9. Oktober 2014 in Freiberg gestartet.

futureSAX ist ein Projekt des Sächsi­schen Staats­mi­nis­te­riums für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, das zum Ziel hat, Innova­toren aus Wirtschaft und Wissen­schaft zu vernetzen und den Wissen­stransfer zwischen Unter­nehmen, Hochschulen und Gründern zu unter­stützen.

 

Die nominierten Teams (in alphabetischer Reihenfolge):

Team „Biophysical Tools“ aus Leipzig

Das Leipziger Gründerteam hat sich mit Ideen für verschiedene Geräte für Mikroflui­dan­wen­dungen, unter anderem mit einem ultra­prä­zisen Druck­con­troller für Mikrofluidik, beworben. Durch die neuen Geräte sollen einer­seits die Fehler­an­fäl­ligkeit der Abläufe im Labor reduziert und die Qualität der Ergeb­nisse erhöht werden. Anderer­seits werden durch diese Systeme ganz neue Ansätze möglich, etwa für Point-of-Care Systeme, Lab-on-a-Chip, Hochdurch­satz­ver­fahren oder die quanti­tative Biologie. Das Ziel ist es durch perma­nente Weiter- und Neuent­wicklung den techno­lo­gi­schen Vorsprung auszu­schöpfen und auszu­weiten.

Team „Cinector“ aus Mittweida

Die Produk­ti­ons­weise von Anima­ti­ons­filmen und Spezial­ef­fekten zu revolu­tio­nieren ist das Ziel des Teams „Cinector“ aus Mittweida. Rund fünf Jahre Forschungs- und Entwick­lungs­arbeit haben die sechs Gründer in ihre Idee inves­tiert und dabei eine Softwa­re­lösung erschaffen, die Filme spielend leicht erstellen lässt.

Team „Corant Technologie GmbH“ aus Chemnitz

Bei der Produktion von Stahl, Zement, Glas und in der chemi­schen Industrie müssen hohe Tempe­ra­turen beherrscht werden. Tempe­ra­tu­r­ab­wei­chungen können fatale Folgen zum Beispiel für Produkte im medizi­ni­schen Bereich oder in der Bauin­dustrie haben. Im Rahmen eines mehrjäh­rigen Forschungs­pro­jektes konnte eine Sensor­lösung entwi­ckelt werden, welche die benötigten sehr hohen Tempe­ra­turen fortlaufend messen und überwachen kann. Die vier Gründer wollen das ausge­lobte Preisgeld als Start­ka­pital für die Gründung der GmbH und den Aufbau der ersten Produk­ti­ons­an­lagen nutzen.

Team „REVOBOTIK“ aus Dresden

Für verschiedene Highspeed-Anwen­dungen im Pick-and-Place-Bereich werden zur Reali­sierung einer hohen Flexi­bi­lität Delta­ro­boter einge­setzt. Im Mittel­punkt hierbei steht häufig die Leistungs­fä­higkeit. Die bisher üblichen Delta­ro­boter sind jedoch aufgrund ihres kinema­ti­schen Aufbaus hinsichtlich Geschwin­digkeit und Traglast begrenzt. Speziell für schnell laufende Verpa­ckungs­pro­zesse wurde deshalb eine mit einer leistungs­fä­higen Bewegungs­be­rechnung gekop­pelte, neuartige Roboter­ki­ne­matik entwi­ckelt. Damit will das vierköpfige Gründungsteam der TU Dresden die Leistungs­fä­higkeit und im Beson­deren die Traglast durch einen umlau­fenden Antrieb des Roboters um bis zu 50 % steigern.

Team „ChemTics – Der webbasierte Chemiebaukasten“ aus Dresden

Der webba­sierte Chemie­bau­kasten dient als Ergänzung der Chemie Lehrbücher und als multi­me­diales Tool für eine moderne Lehre. Der Lerneffekt basiert auf „selbst erlebten Konse­quenzen“. Ziel ist die Integration der verschie­denen Lerntypen. Mit Hilfe des ausge­lobten Preis­geldes wird das Dresdner Gründerteam den ersten Prototyp entwi­ckeln.

Team „eumila GmbH – Europäische Milchauktion“ aus Dresden

Mit den Erfah­rungen, die eines der drei Gründungs­mit­glieder bei der Sachsen­milch Leppersdorf GmbH gesammelt hat, will das Team eine Handels­plattform für europa­weite Milchauk­tionen voran­bringen. Ziel der einge­reichten Idee ist es, Unter­nehmen der Milch­in­dustrie inter­na­tional mitein­ander zu vernetzen, um so die Effizienz in der Milch­wirt­schaft zu steigern.

Team „GeoWiD – Gründer im Neoprenanzug“ aus Freiberg und Leipzig

Mit einer ungewöhn­lichen Idee hat sich das Team „GeoWiD“ beworben. Während ihres Studiums an der TU Bergaka­demie Freiberg im Fachbe­reich Geowis­sen­schaften ließen sich die Gründer zu zerti­fi­zierten „Wissen­schaft­lichen Tauchern“ ausbilden. Mit dieser Zusatz­aus­bildung sammelten sie Erfah­rungen in der Unter­was­ser­for­schung und bieten profes­sionell Unter­nehmen und Forschungs­ein­rich­tungen diese jetzt an. Auf Grundlage dieser Kennt­nisse werden des Weiteren Spezi­al­geräte für den wissen­schaft­lichen Unter­was­ser­einsatz konzi­piert und vertrieben.

Team „kinderhochbeet.de“ aus Dresden

Die zwei Dresdner Gründer betreiben einen Online-Shop für Garten­planung. Aus dieser Tätigkeit heraus ist die Idee eines mitwach­senden Hochbeetes für Kinder entstanden. Als modulares System zum Selbe­r­auf­bauen, -gestalten und -bepflanzen passt es sich dem Alter des Kindes an und soll die kindliche Entwicklung und das ökolo­gische Bewusstsein fördern.

Team „ProNT – Produktion von Carbon NanoTubes“ aus Dresden

Mit der Produktion von maßge­schnei­derten Kohlen­stoff­na­no­röhren für Forschung und Industrie hat sich das Gründerteam „ProNT“ aus Dresden beworben. Die spezi­ellen Kohlen­stoff­na­no­röhren sollen in der Entwicklung und Herstellung neuer Produkte, wie Feldef­fekt­tran­sis­toren, Sensoren und nanopho­to­ni­scher Geräte, zum Einsatz kommen. Ziel dieser Idee ist es, Mikro­elek­tronik in Nanoelek­tronik umzuwandeln.

Team „TakeMyContract GbR“ aus Leipzig, Dresden und Ilmenau

Ganz gleich ob Handy­vertrag oder Zeitungs­a­bon­nement, die meisten Verträge sind langfristig ausgelegt. Was tun, wenn man einen Vertrag vorzeitig beenden will? Das dreiköpfige Gründerteam „TakeMyCon­tract“ hat mit seiner Idee eines neuen Online­markt­platzes die Lösung. Auf der Plattform können Dritte mittels einer Auktion laufende Verträge übernehmen. Die Gründer wollen mit ihrer Idee zu einem Art Ebay für „gebrauchte Verträge“ werden.

Pressekontakt:

Sven Mücklich
Telefon: 0351 81609-41
Fax: 0351 81609-36
E-Mail: sven.muecklich@futuresax.de

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