Lernen an echten Herausforderungen
Statt grauer Theorie arbeiteten die Jugendlichen an konkreten Fragen aus dem INJECTA-Alltag:
- Wie wird INJECTA für junge Menschen als Arbeitgeber attraktiver?
- Wie verändern Digitalisierung und Automatisierung die Arbeit im Unternehmen?
- Wie kommuniziert INJECTA klarer – nach innen und nach außen?
- Wie funktioniert das Geschäftsmodell von INJECTA wirtschaftlich?
- Wie sollte Führung und Unternehmenskultur bei INJECTA aussehen?
- Wie schützt sich INJECTA vor Cyberangriffen?
Eine vorgegebene „richtige" Antwort gab es nicht. Entscheidend war, eigene Wege zu finden. André Uhlmann bringt es so auf den Punkt: „Es geht ja nicht darum, schon mit der ersten Idee ein Unicorn irgendwo hinzubekommen, sondern es geht wirklich darum, die Skills erstmal zu erlernen. […] Je eher wir damit anfangen, desto besser, weil wir müssen diesen Gedanken einpflanzen."
Vom ersten Treffen zum großen Pitch
Beim ersten Firmenbesuch stellten die Jugendlichen noch zögernd ihre Fragen. Ein Schuljahr später bot sich ein völlig anderes Bild: Mit professionellem Pitchtraining von Vincent Ulbricht (Young Founders Network) standen die Teams souverän auf der Bühne. Sie präsentierten ihre Lösungen vor der Klingenthaler Bürgermeisterin, Schulleitungen sowie Fachleuten aus Ministerium und Stadtverwaltung und beantworteten Nachfragen ohne Zögern.
Was das Projekt bewirkt hat
Für die Schüler/-innen ging der Lerneffekt weit über klassische Berufsorientierung hinaus. Ein Team merkte mitten im Prozess, dass die erste Idee nicht trug und baute sie um, statt aufzugeben. Genau darin liegt der Kern: Probleme lösen, im Team entscheiden, vor Publikum bestehen, mit Unsicherheit umgehen. Vor allem erlebten die Jugendlichen, dass Erwachsene ihre Ideen ernst nahmen und sie selbst etwas bewegen konnten.
Für die Schule ergänzte das Format den Unterricht um reale Aufgaben und direkte Kontakte zur Praxis. „Dieser Praxisbezug ist einfach sehr viel nachhaltiger für die Schüler", beschreibt eine beteiligte Lehrkraft die Veränderung.
Für INJECTA und das sächsische Innovationsnetzwerk zeigte das Pilotjahr, was entsteht, wenn Schule, Wirtschaft und Netzwerkpartner an einer Idee arbeiten: neue Perspektiven auf Arbeitgeberattraktivität und Unternehmenskultur für INJECTA, ein Lernprozess mit Vorbildcharakter für die Region.