„Bio-basierte Produkte und Energieträger werden zukünftig eine wichtige Rolle in der industriellen Wertschöpfung spielen.“

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„Bio-basierte Produkte und Energieträger werden zukünftig eine wichtige Rolle in der industriellen Wertschöpfung spielen.“

Smart Bioenergy – der nachhaltige Ansatz für unsere Zukunft. Genau damit beschäftigt sich Romann Glowacki, Innovationskoordinator vom Deutschen Biomasseforschungszentrum (DBFZ), tagtäglich. Hierbei stehen insbesondere Lösungen zur Umwandlung bio-basierter Stoffströme in Energie- oder Energieträger im Vordergrund, um Mutter Erde auch für die kommenden Generationen lebenswert zu erhalten. Beim futureSAX-Innovationsforum „Innovationspotenziale entdecken – Impulse aus der Biotechnologie nutzen“ am 18. August in Radebeul, ist Glowacki als Experte vor Ort, um den Teilnehmern Nachhaltigkeit als wichtigen, aber oftmals noch unterschätzten Wettbewerbsvorteil vorzustellen. Einen kleinen Vorgeschmack erhalten Sie heute schon im Interview.

futureSAX: Herr Glowacki, bitte beschreiben Sie Ihre Einrichtung in wenigen Worten:

Romann Glowacki: Das Deutsche Biomasseforschungszentrum (DBFZ) betreibt angewandte, industrienahe Bioenergieforschung. Mit biochemischen, anaeroben oder thermo-chemischen Prozessen entwickelt das DBFZ Lösungen zur Umwandlung aller Arten bio-basierter Stoffströme in Energie- oder Energieträger: hocheffizient, sauber und integriert. Smart Bioenergy.

futureSAX: Welche Bedeutung hat Ihrer Ansicht nach der Wissens- und Technologietransfer für die wirtschaftliche Entwicklung im Allgemeinen und für Ihre Einrichtung im Speziellen?

Romann Glowacki: Derzeit beginnt ein Rohstoffwandel weg von den fossilen hin zu den erneuerbaren und nachwachsenden Biomasserohstoffen. Bio-basierte Produkte und Energieträger werden zukünftig eine wichtige Rolle in der industriellen Wertschöpfung spielen. Die Bioökonomie ist dabei auf hocheffiziente Koppelproduktionsprozesse angewiesen. Das DBFZ entwickelt solche Prozesse im Verbund mit der Industrie und Forschung. Um diese Chancen für die Volkswirtschaft nutzen zu können, ist ein zügiger Wissens- und Technologietransfer Voraussetzung. Dafür gibt es am DBFZ eigene Stellen, wie z.B. die des Innovationskoordinators.

futureSAX: Sie sind nun seit kurzem auch Mitglied des futureSAX-Know-how-Netzwerkes. Was war Ihr Bewegrund Teil des Netzwerkes zu werden?

Romann Glowacki: Das futureSAX-Netzwerk bietet die Verknüpfung verschiedener Industriesektoren. Es eröffnet so spannende Innovationsfelder, die Branchen übergreifen. Und hier liegt ein großes Innovationspotential. Die Sichtbarkeit von Kompetenzen, FuE-Infrastrukturen und Lösungen ist wichtig, um Unternehmen auf die Chancen gezielt betriebener FuE aufmerksam zu machen. Jeder Entscheidungsträger kann so schnell sehen, mit wem er welche Produkt- oder Verfahrensentwicklung für sein Unternehmen vorantreiben kann.

futureSAX: Am 18. August können wir Sie als Themenpate zu „Wettbewerbsvorteil Nachhaltigkeit“ auf dem futureSAX-Innovationsforum in Radebeul begrüßen. Können Sie einen kurzen Einblick geben, welche Bedeutung vor allem die ökologische Nachhaltigkeit Ihrer Erfahrung nach in der Wettbewerbsbetrachtung der Unternehmen heute spielt?

Romann Glowacki: Mit der Nutzung von bio-basierten Ressourcen eröffnen sich Unternehmen Geschäftsfelder im Bereich immer wieder nachwachsender, erneuerbarer Rohstoffe. Die Versorgungssicherheit ist gewährleistet, wenn die ökologischen Kriterien bei Anbau und Bereitstellung der Biomasse gewährleistet sind. Dafür müssen der gesamte Lebenszyklus des Produktes bilanziert werden. Produkte werden zunehmend nach ihrem „Carbon-Footprint“ bewertet. Unternehmen, die frühzeitig in den Branchen der Bioökonomie aktiv sind, werden meiner Ansicht nach einen langfristigen Wettbewerbsvorteil haben, da sie eine sichere Rohstoffbasis haben und zukunftsfähige Produkte anbieten.

futureSAX: Welche Bedeutung haben Ihrer Ansicht nach branchenübergreifende Netzwerke, wie futureSAX, wenn es darum geht solche Querschnittsthemen zu adressieren?

Romann Glowacki: Wichtig sind Sichtbarkeit und Sichtbarmachung dieser Themen auf nationaler und internationaler Ebene. Dafür ist das branchenübergreifende Netzwerk futureSAX sehr gut geeignet. So können die Kompetenzen und Produkte aus Sachsen neue Partner gewinnen und Kooperationen eingehen. Auf dem Gebiet der Bioökonomie ist der gesamte Raum in und um Sachsen sehr gut aufgestellt.

Mehr Informationen zum DBFZ finden Sie hier.

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