Durch futureSAX-Wettbewerbe Technologie bekannter gemacht

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Durch futureSAX-Wettbewerbe Technologie bekannter gemacht

Herr Funkner, Sie haben sich mit ihrem Team im vergangenen Jahr für den futureSAX-Ideenwettbewerb und um den futureSAX-Onlinepreis beworben. In Ihrem Wettbewerbsbeitrag ging es um eine neuartige, wegweisende Therapie von Vitiligo. Hierbei handelt es sich um eine chronische Pigmentstörung, an der etwa zwei Prozent der Weltbevölkerung leiden. Wie haben Sie die Therapie entwickelt, wie wirkt sie und was war der Hintergrund für die Therapieidee?

Neben der Gewebezüchtung geht es in der Regenerativen Medizin zumeist darum, eine Therapie zu entwickeln, die auf lebenden Zellen basiert und wie eine Art Arzneimittel verwendet wird. Im Falle der von uns entwickelten Vitiligo-Therapie sind die Melanozyten, die das Melanin für die Hautfarbe herstellen, und die Keratinozyten, die für die Regeneration der Haut verantwortlich sind, von besonderem Interesse. Mit ihrer Hilfe werden im Labor pigmentierte Hautscheiben hergestellt, die später in die betroffenen Hautstellen implantiert werden sollen. Dort soll die künstliche Haut die Pigmentierung übernehmen und die weißen Flecken so verschwinden lassen.

Für Ihre Behandlungsmethode haben Sie bereits 2012 ein Geschäftskonzept gemeinsam mit Studenten der Handelshochschule Leipzig (HHL) entwickelt und hierfür den Grazia Equity Award gewonnen. Der Award wird von der HHL gemeinsam mit der Grazia Equity GmbH vergeben. Ziel ist es, dass durch die Einbindung von externen Forschern wichtige Innovationen besser in den Markt getragen werden und sich die Gründungskultur in der Region verbessert. Wie ist die Zusammenarbeit entstanden?

Das TRM arbeitet schon lange und eng mit regionalen Experten aus dem Start-up-Bereich zusammen. Neben der HHL unterstützt uns bei allen Ausgründungsaktivitäten selbstverständlich auch tatkräftig die SMILE-Initiative der Universität Leipzig. Für uns als universitäre Forschungseinrichtung ist die Nutzung dieses Expertenwissens der erste logische Schritt auf dem Weg zum Projekterfolg.

Wenn Sie noch einmal zurückblicken auf den futureSAX-Ideenwettbewerb, hat sich die Teilnahme für Sie gelohnt?

Seit unserer Teilnahme am futureSAX-Ideenwettbewerb erhalten wir spezifische Anfragen bezüglich unserer Technologie, die sich ganz gezielt auf futureSAX-Wettbewerbe beziehen. Das ist für uns ein großer Erfolg und zeigt, dass futureSAX genau das richtige Mittel ist, um Investoren und Kooperationspartner auf MelCyne aufmerksam zu machen.

Seit der Wettbewerbseinreichung ist mehr als ein Jahr vergangen. Was hat sich seitdem im Team „MelCyne“ getan und wie hat sich Ihr Therapieansatz weiterentwickelt?

Die von MelCyne entwickelte Technologieplattform geht in ihrer Anwendung ja weit über die Vitiligo-Therapie hinaus. Dennoch ist die Vitiligo-Therapie unser erstes Produkt, das wir zeitnah im entsprechenden Markt etablieren wollen. Jetzt, wo die Therapie bereits auf einem soliden wissenschaftlichen Fundament steht, geht es darum, sie für die klinische Studie vorzubereiten und ein Paket zu schnüren, mit dem die regulatorischen Behörden gut umgehen können

Welche Schritte planen Sie mit Ihrem Team für die Zukunft? Forschen Sie schon an weiteren Therapien?

Wie schon gesagt, MelCyne entwickelt eine Technologieplattform. Momentan treiben wir parallel die Entwicklung für epidermale Äquivalente zur Behandlung von Hautdefekten voran, um auch hier zeitnah weitere Produkte für einen für uns komplett neuen Markt anbieten zu können. Details zu dieser neuen Produktpipline von MelCyne möchte ich aber noch nicht verraten.

Sie haben sich am 24. März 2015 an der futureSAX-Investoren Road Show in Frankfurt beteiligt und Ihre Therapie potenziellen Investoren und Kapitalgebern vorgestellt. Welche konkreten Ziele und Hoffnungen haben Sie mit der Präsentation verbunden?

Konkret suchen wir vorrangig nach strategischen Finanzierungspartnern, die mit uns den Weg einer klinischen Studie gehen können und wollen. Für MelCyne ist die Durchführung der Studie essentiell, da wir ohne diese keine Zulassung für unser Produkt erhalten. Neben der Finanzierung ist aber auch die strategische Begleitung durch einen Finanzierungspartner enorm wichtig, da wir zwar mit unserem Team sehr gut aufgestellt sind, aber ohne diesen Partner und dessen Netzwerk unsere gesetzten Ziele viel schwerer erreichen werden.

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