futureSAX-Alumni-Interview mit Miriam Corcoran

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"Investieren Sie ausreichend Zeit, um sich als Gründerteam gut kennenzulernen."

futureSAX-Alumni-Interview mit Miriam Corcoran, CEO der MiViA GmbH

 

In 5 Jahren möchte die MiViA GmbH ihr Produkt als unverzichtbares Tool für jegliche metallverarbeitende Unternehmen etabliert haben. Als Ausgründung des Instituts für Metallformung der TU Bergakademie Freiberg setzt Miriam Corcoran mit ihrem Team weiterhin auf die Unterstützung aus der Forschung. Was sie anderen innovatoiven Unternehmen mit auf den Weg geben will, erzählt Sie im Interview.

futureSAX: Bitte beschreiben Sie Ihre Innovation in einem Satz. 

Miriam Corcoran: MiViA ist eine bahnbrechende Ausgründung des Instituts für Metallformung der TU BAF, welche moderne KI-Technologie mit der traditionellen Qualitätskontrolle von Werkstoffen vereint und somit metallverarbeitenden Unternehmen ein Tool bereitstellt, um ihre Produkte effizient zu prüfen, ihre Produktivität zu steigern sowie neue Standards zu setzen.

futureSAX: Was motivierte Sie das Transferprojekt durchzuführen? 

Miriam Corcoran: Da ich in einem mittelständischen Familienunternehmen aufgewachsen bin, habe ich bereits frühzeitig das Unternehmerleben kennengelernt und einen starken Unternehmergeist entwickelt. Auf der Suche nach interessanten Geschäftsideen und Gründungspartnern engagierte ich mich im Gründernetzwerk Saxeed, wo ich auch auf das Transferprojekt gestoßen bin. Als ich die Projektskizze das erste Mal las, konnte ich mir direkt die Anwendung in der Industrie vorstellen und war sofort begeistert von der Idee. Außerdem haben wir uns als Co-Founder auf Anhieb gut verstanden, weshalb ich mich dafür entschied, über den EXIST Forschungstransfer Teil des Gründerteams zu werden.

futureSAX: Sie haben Prof. Dr.-Ing. Ulrich Prahl vom Institut für Metallformung der TU Bergakademie Freiberg für den Sächsischen Transferpreis vorgeschlagen. Wie gestaltete sich die Zusammenarbeit im Rahmen des Projekts? 

Miriam Corcoran: Als Institutsleiter des Instituts für Metallformung an der TU Bergakademie Freiberg hat Prof. Prahl die Gründung von Anfang an unterstützt und die notwendigen vorbereitenden F&E-Aktivitäten durchgeführt, welche die Entwicklung der Geschäftsidee von MiViA überhaupt erst ermöglicht haben. Dabei schätze ich an Prof. Prahl vor allem, dass er nicht nur die Grundlagenforschung vorantreibt, sondern immer auch die Anwendung der Forschungsergebnisse in der Industrie im Blick hat. Er ist daher ein wichtiger Teil der Ausgründung und unterstützt uns als Gründerteam darüber hinaus mit seinem Zugang zur Umformtechnik-Community.

Gerade am Anfang ist es von großer Bedeutung, ein starkes Netzwerk aufzubauen und mit potenziellen Kunden und Kundinnen in direkten Kontakt zu treten, vor allem auch über den Rahmen des vertrauten wissenschaftlichen Umfeldes hinaus.

Miriam Corcoran, CEO der MiViA GmbH

futureSAX: Wie sieht die weitere Kooperation mit der TU Bergakademie Freiberg aus? 

Miriam Corcoran: MiViA wird in der Frühentwicklungsphase durch die Möglichkeit der Nutzung universitärer Ressourcen unterstützt. Die Kooperation fördert auf direktem Wege den Technologietransfer der Hochschule in die Wirtschaft und bringt rückwirkend der Hochschule Vorteile in Forschung und Lehre. Die Gründung wird innerhalb ihres Geschäftsfeldes wissenschaftliche Neuheiten in der Praxis testen und bekannt machen sowie wissenschaftliche Arbeiten betreuen. TUBAF und MiViA GmbH sind um eine gemeinsame Öffentlichkeitsarbeit bemüht. Durch MiViA konnte der erfolgreiche Transfer von Forschungsergebnissen in Form einer Ausgründung belegt werden und künftig für den Transfer weiterer potentialreicher Forschungsergebnisse in die sächsische Wirtschaft modellhaft übertragen werden. Dabei kann die Professur auf etablierte Prozesse in der Hochschulverwaltung und erfahrene Partner wie SAXEED zurückgreifen. Das engagierte Team wird weiterhin vielversprechende Felder und Prozesse identifizieren und die Chancen für einen erfolgreichen Transfer konnten durch MiViA erhöht werden.

futureSAX: Wie sieht Ihr Unternehmen in fünf Jahren aus? 

Miriam Corcoran: In fünf Jahren hat sich MiViA als Materialanalyseplattform etabliert. Egal welche Materialien zu charakterisieren sind, MiViA wird das passende Modul bereitstellen. Mit jeder neuen Moduleinführung wird die Plattform stärker und vielseitiger und dadurch unverzichtbar für die verarbeitende Industrie.

futureSAX: Welche wichtigen Empfehlungen würden Sie anderen innovativen Unternehmerinnen und Unternehmern mit auf den Weg geben? 

Miriam Corcoran: Gerade am Anfang ist es von großer Bedeutung, ein starkes Netzwerk aufzubauen und mit potenziellen Kunden und Kundinnen in direkten Kontakt zu treten, vor allem auch über den Rahmen des vertrauten wissenschaftlichen Umfeldes hinaus. Es ist ratsam, ausreichend Zeit zu investieren, um sich als Gründungsteam gegenseitig gut kennenzulernen. Das gesamte Gründerteam sollte bestrebt sein, unternehmerisch zu denken und zu handeln. Denn nur so können gemeinsam auch schwierige Entscheidungen getroffen werden und ein erfolgreiches Unternehmen aufgebaut werden. Eine wertvolle Möglichkeit, diesen Ansatz zu entwickeln, besteht darin, mit erfahrenen Unternehmerinnen und Unternehmern als Coaches zusammenzuarbeiten.

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MiViA – Micro Vision Analysis - Autonome Mikrostrukturanalyse

MiViA ist eine bahnbrechende Ausgründung des Instituts für Metallformung der TU BAF, welche moderne KI-Technologie mit der traditionellen Qualitätskontrolle von Werkstoffen vereint. Mit MiViA können Materialeigenschaften schneller und verlässlicher geprüft werden, womit eine gleichbleibend hohe Qualität der Produkte sichergestellt und Werkstoffe noch gezielter entwickelt werden können.

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