futureSAX-Interview mit Ansgar Jonietz

  1. futureSAX - Innovationsplattform des Freistaates Sachsen
  2. futureSAX-Interview mit Ansgar Jonietz

„natürlich verbessert so ein Wettbewerb auch die Sichtbarkeit von Ideen"

futureSAX-Interview mit Ansgar Jonietz, Geschäftsführer "Was hab' ich?" gemeinnützige GmbH

Im Interview mit futureSAX spricht Ansgar Jonietz (rechts im Bild), Geschäftsführer der "Was hab' ich?" gemeinnützige GmbH, über die Teilnahme am futureSAX-Ideenwettbewerb 2012 und die aktuellen Herausforderungen des Unternehmens.

futureSAX: Sie haben 2012 am futureSAX-Ideenwettbewerb teilgenommen. Wie haben sich Ihr Unternehmen und die Idee – Befunde für Patienten über das Internet-Portal „Was hab ich?“ in eine leicht verständliche Sprache zu übersetzen – seitdem entwickelt?

Ansgar Jonietz: 2012 steckten wir noch richtig in den Kinderschuhen. Unser Ziel war damals wie heute, Patienten und Ärzte auf Augenhöhe zu bringen. Durch die kostenfreien Übersetzungen medizinischer Befunde gelingt uns das, denn wir helfen Patienten ihre Erkrankung besser zu verstehen. In den letzten zwei Jahren haben wir uns aber noch stärker auf die Nachhaltigkeit unserer Arbeit fokussiert. Die Medizinstudenten und Ärzte, die auf washabich.de die Befunde übersetzen, erhalten bei uns eine Ausbildung in laienverständlicher Kommunikation. Diese Ausbildung haben wir nach und nach verbessert und inzwischen mehr als 1.000 Mediziner zu guten Kommunikatoren ausgebildet. Die Patienten kommen dabei natürlich nicht zu kurz – fast 20.000 Mal konnten wir inzwischen helfen. Und darüberhinaus entwickeln wir viele weitere Ideen, um unser Ziel zu erreichen und Arzt und Patient auf Augenhöhe zu bringen.

futureSAX: Welchen Herausforderungen sehen Sie sich in der Zukunft gegenüber?

Ansgar Jonietz: Als gemeinnützige GmbH stehen wir vor der Frage der Finanzierung, denn die Befundübersetzungen sind kostenlos und die Mediziner arbeiten ehrenamtlich. In den letzten Jahren haben wir durch Spenden und zusätzliche Projekte die Arbeit im Projektmanagement finanziert. Das kostet allerdings viel Zeit und hält uns davon ab, unser Kerngeschäft voranzubringen. Damit wir zukünftig möglichst wenig Zeit in die Finanzierung und möglichst viel Zeit in unsere nutzenbringende Arbeit stecken können, arbeiten wir gerade an einer langfristigen Lösung für die Finanzierung.

"Die Medizinstudenten und Ärzte, die auf washabich.de die Befunde übersetzen, erhalten bei uns eine Ausbildung in laienverständlicher Kommunikation. Diese Ausbildung haben wir nach und nach verbessert und inzwischen mehr als 1.000 Mediziner zu guten Kommunikatoren ausgebildet. Die Patienten kommen dabei natürlich nicht zu kurz – fast 20.000 Mal konnten wir inzwischen helfen."

Ansgar Jonietz, Geschäftsführer "Was hab' ich?" gemeinnützige GmbH

futureSAX: Hat sich die Teilnahme am futureSAX-Ideenwettbewerb aus Ihrer Sicht gelohnt? Welche Erfahrungen haben Sie gemacht?

Ansgar Jonietz: Natürlich hat sich die Teilnahme gelohnt. Bei einem Wettbewerb in die nächste Runde zu kommen, gibt dem gesamten Team Motivation und das Feedback, dass man auf einem guten Weg ist. Und natürlich verbessert so ein Wettbewerb auch die Sichtbarkeit von Ideen – genau das war für uns in der Startphase sehr wichtig.

futureSAX: Wie sind Ihre Erfahrungen mit futureSAX im Allgemeinen. Was finden Sie gut, was würden Sie sich noch wünschen?

Ansgar Jonietz: Wir haben das futureSAX-Team als sehr motiviertes Team erlebt, das darauf bedacht ist, auch neben dem eigentlichen Wettbewerb Mehrwerte für die Teilnehmer zu schaffen. Das ist bei einem Wettbewerb nicht selbstverständlich und eine tolle Erfahrung für die wir uns ganz herzlich bedanken möchten!

futureSAX: futureSAX organisiert eine Vielzahl von Wettbewerben, Informationsveranstaltungen, Innovationsforen, Workshops und Investorenroadshows. Werden Sie auch in Zukunft an der einen oder anderen Veranstaltung bzw. an einem Wettbewerb teilnehmen?

Ansgar Jonietz: Ganz sicher!

Ihr Ansprechpartner bei futureSAX

Bild

Alexander Kühne

Projektmanager Kapital

Leiter Innovationsplattform

Seine Affinität für digitale Technologien und deren Geschäftsmodelle entwickelte er nach einer mehrjährigen Tätigkeit in der Automobilindustrie. Während seines Masterstudiums des Wirtschaftsingenieurswesens an der Technischen Universität Dresden fokussierte er sich auf die Themen Geschäftsmodellentwicklung & Innovation und gründete ein Unternehmen im Bereich eCommerce und Podcasting. Zusätzlich ist er zweifacher Absolvent der Blockchain School Mittweida und engagiert sich im Organisationsteam des Blockchain Meetup Saxony. Er ist ausgebildeter Qualitätsmanagementbeauftragter (QMB) und war lange ehrenamtlich in der überparteilichen politischen Bildung im Politischen Jugendring Dresden e.V. (PJR) als Vorstandsmitglied engagiert.

Abonnieren Sie unseren Newsletter!

Neuigkeiten aus den Netzwerken, kommende Veranstaltungen und aktuelle News aus dem sächsischen Innovationsland. Das und vieles mehr in unserem monatlich erscheinenden Newsletter!