futureSAX-Interview mit Lukas Rohleder Energy Saxony e.V.

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„Interdisziplinarität führt sehr häufig zu neuen, innovativen Projekten.“

futureSAX-Interview mit Lukas Rohleder, Geschäftsführer Energy Saxony e.V.

 

Speziell der Energie-Sektor in Sachsen ist vom Strukturwandel betroffen. Als sächsisches Energietechnologienetzwerk vereint Energy Saxony ca. 80 Mitglieder, um Sachsen zum Vorreiter einer Green Economy zu machen. Im futureSAX-Interview spricht er über die Beweggründe der Mitgliedschaft im Sächsischen Unternehmens-Partner-Netzwerk.

futureSAX: Herr Rohleder, bitte beschreiben Sie in wenigen Worten die Kernkompetenzen und Hauptaufgaben von Energy Saxony.

Lukas Rohleder: Energy Saxony ist das sächsische Energietechnologienetzwerk. Wir arbeiten gemeinsam mit unseren Mitgliedern, Unternehmern und Wissenschaftlern, an den zentralen Herausforderungen unserer Zeit: Der Zukunft des Energiesystems, Lösungen zur Dekarbonisierung der Industrie und Kreislaufwirtschaft. Unser Antrieb ist es, die hervorragenden Produkte und Innovationen aus Sachsen auch überregional und international noch bekannter zu machen, Fördermittel nach Sachsen zu lenken und unseren Standort zum Vorreiter einer Green Economy zu machen. 

futureSAX: Der Verein umfasst derzeit 76 Mitglieder. Wie sieht die Zusammenarbeit konkret aus?

Lukas Rohleder: Die meisten Projektideen entspringen aus unseren Arbeitskreisen, die wir bewusst anwendungsorientiert ausgerichtet haben. Zentrale Themen wie „Wasserstoff in Industrie und Gewerbe“, „Gebäudeenergietechnik“, „Ressourcen, Recycling und Energie“ stehen dort im Fokus.  Wir unterstützen die Mitglieder darüber hinaus durch PR-Arbeit, organisieren gemeinsame Messeauftritte und Veranstaltungen, wie unsere Jahreskonferenz, den ENERGY SAXONY SUMMIT.

futureSAX: Durch den Beschluss der Bundesregierung zum Kohleausstieg muss auch in Sachsen ein Strukturwandel vollzogen werden. Was sind nach Ihrer Meinung die größten Chancen und Herausforderung?

Lukas Rohleder: Der Strukturwandel bietet die Gelegenheit, Wachstumskerne abseits der Kohle gezielt zu fördern und somit neue Identifikationspunkte für die Bevölkerung zu schaffen. Die Fördermittel sind zudem geeignet die Infrastruktur, im Wesentlichen Schiene, Straße und Breitbandversorgung, zügig auszubauen. Aus Sicht der Energiewirtschaft bieten die Tagebaufolgeflächen Chancen für den Erneuerbare-Energien-Anlagen und nachfolgende Wertschöpfung, wie die Power-to-Gas-Technologie. Eine zügige Realisierung dieser Potentiale hilft auch dabei, der größten Herausforderung, dem demographischen Wandel, entgegen zu wirken.

Grundsätzlich gilt beim Thema Transfer, das Sichtbarkeit und persönlicher Austausch die größten Erfolge bringen, Gelegenheiten hierfür schafft futureSAX in beeindruckender Weise.

Lukas Rohleder, Geschäftsführer Energy Saxony e. V.

futureSAX:  Im Branchenfeld Energie- und Umwelttechnik ist Sachsen forschungs- und unternehmensseitig sehr gut aufgestellt. Zudem bringen Ausgründungen aus der Wissenschaft innovative Produkte und Dienstleistungen in den Markt. An welcher Stelle und in welcher Rolle sehen Sie sich beim Wissens- und Technologietransfer?

Lukas Rohleder: Als Netzwerk mit einer Vielzahl unterschiedlicher Partner ist es allein schon äußerst hilfreich, die Partner untereinander bekanntzumachen. Die Interdisziplinarität führt sehr häufig zu neuen, innovativen Projekten, welchen wir organisatorische Unterstützung leisten. Das bezieht auch die Suche nach geeigneten Finanzierungsquellen mit ein. Wir geben auf vielen unserer Veranstaltungen Wissenschaftlern die Gelegenheit Projektergebnisse zu präsentieren und nutzen hierauf auch unsere Öffentlichkeitsarbeit intensiv.

futureSAX: Wie kann Ihrer Meinung nach der Wissens- und Technologietransfer von der Forschung in die Anwendung noch besser unterstützt werden?

Lukas Rohleder: Innovationen im Bereich der Energietechnologien brauchen für den Markterfolg Demonstrationsvorhaben, auch auf großskaligem Niveau. Entsprechende Vorhaben sind kostenintensiv, langfristig orientiert und nicht selten abhängig von energiepolitischen Rahmenbedingungen. Wir sehen, dass die Sächsische Staatsregierung unsere spezifischen Herausforderungen versteht. Dies wird unter anderem in der Sächsischen Wasserstoffstrategie deutlich, welche die Handlungsbedarfe klar adressiert. Grundsätzlich gilt beim Thema Transfer, das Sichtbarkeit und persönlicher Austausch die größten Erfolge bringen, Gelegenheiten hierfür schafft futureSAX in beeindruckender Weise.

futureSAX: Herr Rohleder, was war Ihr Beweggrund, Partner des Sächsischen Unternehmens-Partner-Netzwerkes zu werden, und wie wichtig ist eine branchenübergreifende Plattform für den Wissens- und Technologietransfer?

Lukas Rohleder: Als eine Art Meta-Netzwerk kann futureSAX Impulse für die Clusterarbeit geben, in dem Ad-hoc-Kooperationen zwischen den Netzwerken erleichtert und Best-Practice-Beispiele geteilt werden. Für uns ist ein enger Kontakt zu Anwendern einerseits, aber auch zu Anbietern z.B. von IT-Lösungen, sehr wichtig.

futureSAX: Vielen Dank für das Interview.

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Ihr Ansprechpartner bei futureSAX

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Oliver Hanns

Projektmanager Unternehmen

Kooperation & Business Angels

Das Interesse für Innovationen und wirtschaftliche Zusammenhänge begleiten Oliver Hanns schon seit seiner Jugend. So begann er seine berufliche Laufbahn durch eine Ausbildung zum Wirtschaftsassistent für Umwelttechnologie bei einer mittelständischen sächsischen Unternehmensgruppe. Nach dem anschließenden betriebswirtschaftlichen Studium wirkte er in verschiedenen Fach- und Führungspositionen internationaler Konzerne der Umwelttechnologie und Abfallwirtschaft. Seine vielseitigen Erfahrungen von der Vermarktung diverser Dienstleistungen über die Optimierung technischer Prozesse bis hin zum Management von Organisationsstrukturen machen den ambitionierten Tennisspieler zu einem kompetenten Ansprechpartner.

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