futureSAX-Alumni-Interview mit Dipl.-Ing. Ullrich Hintzen

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„Nichts ist unmöglich, wenn man es mit Hartnäckigkeit und Kreativität versucht“

futureSAX-Alumni-Interview mit Dipl.-Ing. Ullrich Hintzen, Vorstandsvorsitzender der FASA AG und Gewinner des Sonderpreis der Handwerkskammer beim Sächsischen Innovationspreis 2021

 

Dipl.futureSAX-Alumni-Interview mit Dipl.-Ing. Ullrich Hintzen

Aus der Krise zum Erfolg: Als Vorreiter im Solaren Bauen in Deutschland setzt Dipl.-Ing. Ullrich Hintzen von der Fasa AG auf nachhaltige Lösungen im Baugewerbe. Mit dem typischen Merkmal Design, Technik und vergleichsweise niedrige Kosten zusammenzubringen, wurde die FASA AG mit dem Sonderpreis der Handwerkskammer beim Sächsischen Innovationspreis 2021 ausgezeichnet.

futureSAX: Bitte beschreiben Sie Ihre Innovation in einem Satz:

Dipl.-Ing. Ullrich Hintzen: Solares Bauen von Mehrfamilienhäusern in Kombination aus Architektur, Design und Solarenergie (Solarthermie), versorgt Gebäude zum Großteil mit kostenloser, umweltfreundlicher Energie und reduziert damit den CO2-Austoß von Gebäuden.

futureSAX: Wie sind Sie auf den Gedanken gekommen? Was war der Auslöser?

Dipl.-Ing. Ullrich Hintzen: Auslöser war die Baukrise Anfang der 2000er Jahre, auf der Suche nach Möglichkeiten, um der Krise langfristig zu entkommen. Dies haben wir in den letzten 20 Jahren von der Entwicklung des ersten Pilot-Projektes mit einer Vielzahl von Einzelprojekten und nun auch für große Mehrfamilienhäuser entwickelt und perfektioniert.

futureSAX: Was war der beste Rat, den Sie je erhalten haben?

Dipl.-Ing. Ullrich Hintzen: Nichts ist unmöglich, wenn man es nur mit Hartnäckigkeit und Kreativität versucht.

Mitmachen, probieren, sich dem Wettbewerb stellen.

Dipl.-Ing. Ullrich Hintzen, Vorstandsvorsitzender FAMA AG

futureSAX: Warum wird sich Ihre Innovation auf dem Markt durchsetzen?

Dipl.-Ing. Ullrich Hintzen: "Die Form folgt der Energie" ist unser Leitspruch. Unsere Intention ist es, alle typischen Komfortmerkmale, wie Raumgestaltung, Belichtung etc., zu erfüllen und gleichzeitig mit vertretbarem Kostenaufwand eine hohe solare Versorgung für Heizung und Warmwasser zu ermöglichen. Dies ist uns durch die klare Formensprache des Baukörpers gelungen, welche die gesamte Solarthermieanlage - von den Solarkollektoren auf der Außenseite bis hin zum großen Solarspeicher im Inneren des Hauses - intelligent integriert. Die Entwicklung bringt Design, Technik und vergleichsweise niedrige Kosten bei sehr guten solaren Deckungsgraden von etwa 50 % zusammen. Die Mehrkosten für Planung und Realisierung der solaren Konzeption hingegen beträgt weniger als 10 % der Gesamtbaukosten. Die Innovation ist daher bereits an der Form ablesbar und wird uns, der FASA AG, als typisches Merkmal zugeordnet.

futureSAX: Welche wichtigen Empfehlungen würden Sie anderen innovativen Unternehmerinnen und Unternehmern mit auf den Weg geben?

Dipl.-Ing. Ullrich Hintzen: Mitmachen, probieren, sich dem Wettbewerb stellen.

futureSAX: Wie sehen Ihre nächsten Meilensteine aus?

Dipl.-Ing. Ullrich Hintzen: Technisch und gestalterisch sind wir sicher ein Vorreiter für Solares Bauen in Deutschland. Aber noch ist dieser Bereich relativ unbekannt. Daher legen wir den Fokus auf eine intensivere Markterschließung, z.B. auch für öffentliche Bauherren und Projekte. Warum sollte man nicht auch Schulen, Kindergärten, Verwaltungsgebäude, Hotels, Industrie- und Gewerbebauten nach dem Konzept des Solaren Bauens errichten?

Darüber hinaus haben wir eine Vielzahl neuer Ideen in der Schublade. Eines liegt uns dabei aber besonders am Herzen: Nicht nur Neubauten heute schon so zu bauen, dass sie die Klimaziele 2050 erfüllen, sondern auch bestehende Gebäude so Solar zu ertüchtigen, dass Sie eine nachhaltige Bestandsberechtigung besitzen.

Mehr Informationen zum Unternehmen: https://fasa-ag.de/ & https://aktivsonnenhaus.de/

Ihre Ansprechpartnerin für Wettbewerbe

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Mara Honke

Assistant Managerin Öffentlichkeitsarbeit

Wettbewerbe & Alumni

Als Mitgründerin und ehemalige Geschäftsführerin einer Schülerfirma stellte Mara Honke bereits früh fest, wie wichtig Netzwerke für die Weiterentwicklung von Unternehmen sind, was es bedeutet, einen Businessplan zu schreiben und wie wichtig es ist, Ziele immer vor Augen zu haben. Während ihres Studiums im Bereich der Wirtschaftswissenschaften in Management & Organisation Studies hat sie durch ihr ehrenamtliches Engagement eine der größten Firmenkontaktmessen Sachsens und verschiedenste Veranstaltungen organisiert. Ihre Flexibilität und Kreativität in der Veranstaltungsorganisation kommt von der Leidenschaft für das Nähen.

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