Technologieangebote 2. Sächsische Innovationsbörse 2021

Von der Biogasanlage zur Bioraffinerie - Kombinierte Produktion von Chemikalien und Biogas

Kurzbeschreibung Innovation:

Am DBFZ und UFZ wurde ein Verfahren zur Herstellung von Capron- und Caprylsäure aus regionaler Biomasse entwickelt. Dieses Verfahren kann an herkömmlichen Biogasanlagen etabliert werden. Die Fettsäuren können vielseitig eingesetzt werden, z. B. in Schmierstoffen, als Tenside im Waschmittelbereich oder als Futter- und Nahrungsmittelzusätze. Das Verfahren stellt eine Möglichkeit dar, an bestehenden Biogasanlagen neben Biogas und Dünger auch Fettsäuren zu produzieren.

Gesuchter/Gebotener Mehrwert gegenüber bisherigen Lösungen:

Herkömmlich werden die Fettsäuren aus Palmkern- und Kokosöl gewonnen. Das entwickelte Verfahren bietet die Möglichkeit, die Säuren aus regionalen, nachwachsenden Rohstoffen, aber auch aus Rest- und Abfallstoffen herzustellen. Die Kopplung der Fettsäure- und Biogasproduktion führt zu einer Erweiterung der Produktpalette an Biogasanlagen, was deren Wirtschaftlichkeit sowie Wettbewerbssituation verbessern kann.

Anwendungsfelder

Zum einen kann das Verfahren an bestehende Biogasanlagen etabliert werden, sodass die vorhandene Infrastruktur der Biogasanlage (Logistik, Wärme-/Energieversorgung, Reststoffverwertung etc.) genutzt werden kann. Zum anderen bietet das Verfahren vielen Herstellern der chemischen Industrie die Möglichkeit, die nachhaltiger produzierten Fettsäuren als Rohstoffe in ihren Produkten einzusetzen.

Gesuchte Kooperationen

Potentielle Partner (bevorzugt Biogas-/Anlagenbauer) mit Interesse an der Umsetzung des Verfahrens

DBFZ Deutsches Biomasseforschungszentrum gGmbH Leipzig

Kontakt: Maria Braune

Mini-Elektronenstrahler für den Bioreaktor

Kurzbeschreibung Innovation:

Am Fraunhofer FEP wird eine spezielle Miniatur-Elektronenstrahlquelle entwickelt, die in einen Bioreaktor integriert werden kann. Der neuartige Ansatz des Fraunhofer FEP kommt damit ohne die bisherigen Nachteile bei der Behandlung von wässrigen Medien mit Elektronen aus, woraus sich die Anschlussfähigkeit zur skalierbaren Plattformtechnologie für die Flüssigkeitsbehandlung mit Elektronen ergibt. Die Anwendungsmöglichkeiten für die Technologie sind vielfältig.

Mehrwert gegenüber bisherigen Lösungen:

Das innovative Alleinstellungsmerkmal der resultierenden Kleinanlage aus Bioreaktor und Elektronenstrahlquelle besteht im direkten Kontakt der Elektronen und dem wässrigen Medium bzw. der Flüssigkeit. Dadurch entfallen die bei den bisher verwendeten Technologien auftretenden Energieverluste. Ein Mehrwert besteht in der Skalierbarkeit der Anlage. 

Anwendungsfelder:

Umwelttechnik (Abwasser, Recycling)
Biotechnologie und Gesundheitswesen (Mini-Sterilisationsgerät)

Gesuchte Kooperationsformen & Kooperationspartner:

Kooperationspartner für F&E-Projekte

Fraunhofer FEP Dresden

Kontakt: Dr. Simone Schopf

CerAM Heater - Keramische Heizer auf Basis der Dickschichttechnik

Kurzbeschreibung Innovation:

Keramische Heizer auf Basis der Dickschichttechnik zeichnen sich bisher durch einen hochrobusten, anwendungsspezifisch adaptierbaren Aufbau und sehr hohe realisierbare Heizraten (bis >100K/s) aus. Durch die additive Fertigung der keramischen Substrate (CerAM) ist es nun auch möglich, sehr schnelle Kühlraten durch die Integration von Kühlkanälen zu realisieren.

Mehrwert gegenüber bisherigen Lösungen:

Signifikante Reduzierung der Zykluszeiten bei der thermischen Zyklierung infolge der beschleunigten, aktiven Kühlung.

Anwendungsfelder:

Medizin (z.B. µPCR für Coronanachweis), Chemie, Löt- und Schweißtechnik, Prozesstechnik, Keramisches Housing für Sensoren

Gesuchte Kooperationsformen & Kooperationspartner:

Gesucht werden potentielle Anwender für öffentliche und bilaterale Projekte, die schnelle Heiz- und Kühlzyklen oder geometrisch hochkomplexe keramische Strukturen mit ein-/aufgebrachten elektrischen Funktionalitäten benötigen. Dabei soll die Adaption der entwickelten Prozesskette auf die anwenderspezifischen Anforderungen erfolgen.

Fraunhofer IKTS Dresden

Kontakt: Dr.-Ing. Lars Rebenklau

Funktionalisierte Schichten zur Wasserspaltung und autarken Wasserstofferzeugung mittels Sonnenlicht

Beschreibung der Innovation:

Mittels thermischen Spritzens von Suspensionen werden photokatalytisch aktive Schichten auf Titandioxid-Basis auf unterschiedliche Substrate aufgebracht. Die neue Dotierung des Rohstoffes sowie eine zusätzliche Strukturierung der Schicht ermöglichen die Aufspaltung von Wasser unter der Nutzung von Sonnenlicht und somit eine hoch effiziente, von anderen Energiequellen unabhängige, saubere Erzeugung von grünem Wasserstoff.  

Mehrwert gegenüber bisherigen Lösungen:

Photoanoden wie Titandioxid erzeugen Wasserstoff mittels der Absorption von Licht und der Freisetzung von Elektronen, wobei sie bisher nur unter UV-Licht aktiv sind (4% des Spektrums des Sonnenlichts). Dotierung und Strukturierung führen zu einer Effizienzsteigerung der Materialien, da nun sichtbares Licht nutzbar wird und somit die Verwendbarkeit der Materialien und des Prozesses deutlich verbessert werden. 

Anwendungsfelder:

Die beschichteten Substrate können zum Bau photo-elektrochemischer Zellen zur Wasserstofferzeugung genutzt werden. Ein Upscaling der Wasserstoff-Generatoren ist durch die Nutzung des thermischen Spritzens von Suspensionen problemlos möglich, da auch große Flächen schnell und unkompliziert beschichtet werden können.

Gesuchte Kooperationsformen & Kooperationspartner:

Gesucht werden  Partner aus der Industrie zur Erschließung von neuen Anwendungsgebieten für photokatalytisch aktive Schichten, d.h. zum Transfer der Forschungsergebnisse, dem Bau von Demonstratoren und der Messung der Effizienz der neuartigen Schichten/Zellen. Ziel ist eine Kooperation bei zukünftigen Projektanträgen.

Fraunhofer IKTS & IWS Dresden

Kontakt: Dr.-Ing. Anja Meyer

Verbesserung der Wärmeübertragung an Elektronikbauteilen

Beschreibung der Innovation:

Aufbringen von Mikrometer- und Nanometerstrukturen auf Elektronikkomponenten um die Wärmeabgabe mit einem Kühlmedium, durch Oberflächenvergrößerung von bis zu 400 %, zu verbessern.  Hierfür wird die Direkte Laserinterferenzbearbeitung genutzt, mit der es möglich ist Oberflächen mit bis zu 0.9 m²/min zu strukturieren. Die Funktion der Komponenten wird nicht beeinträchtigt, da die Oberflächen in einem quasi-kalten Prozess bearbeitet werden und die Strukturen nur wenige Mikrometer tief sind.

Mehrwert gegenüber bisherigen Lösungen

Mit der Technologie kann die Wärmeübertragung an Elektronikkomponenten stark erhöht werden. Bei Verwendung der Technologie bleibt das Design der Komponenten unverändert, es handelt sich dabei um eine Oberflächenmodifizierung und keine Beschichtung. Die Technologie kann sehr einfach in die bestehende Prozesskette zum Bau von elektronischen Systemen integriert werden, es wird keine Vor- oder Nachbearbeitung benötigt.

Anwendungsfelder:

 

Alle elektronischen Komponenten bei denen eine Verbesserung der Wärmeabgabe zu einer Effizienzsteigerung der Bauteile führt.

Gesuchte Kooperationsformen & Kooperationspartner:

SAB-Projekte, ZiM-Projekte, Chiphersteller, Sensorikhersteller

Fraunhofer IWS Dresden

Kontakt: Dr.-Ing. Christoph Zwahr

Flexible Sensorik für inherent sichere Kontinuumsroboter

Beschreibung der Innovation:

Inherent sichere Kontinuumsroboter zeichnen sich durch schaltbar steife und stark verformbare Strukturkomponenten aus, die eine sichere Mensch-Roboter-Kollaboration ermöglichen sollen. Zur Steuerung und Regelung der Roboter benötigt es flexible Sensorik zur Überwachung von u. a. Lage und Verformung, Näherung und Interaktion mit der Umgebung und dem Menschen. Hierfür sollen neuartige Sensorikkonzepte für die Integration in hochgradig flexiblen Strukturen entwickelt und getestet werden.

Mehrwert gegenüber bisherigen Lösungen:

Inherent sichere Kontinuumsroboter ermöglichen die alltägliche Unterstützung des Menschen durch den Roboter. Die flexible Sensorik soll die Kontrolle solcher Roboter und neue Sicherheitskonzepte, wie z. B. Ausweichmanöver, ermöglichen. Bisher existieren keine marktreifen inherent sicheren Kontinuumsroboter. 

Anwendungsfelder:

Robotik für Alltag, Assistenz, Pflege, Medizin

Gesuchte Kooperationsformen & Kooperationspartner:

Sensorhersteller zur gemeinsamen Forschung (Fokus flexible Sensorik)

Fraunhofer IWU Dresden

Kontakt: Wilhelm Richard Wockenfuß

Funktionsdruck - Additive, automatisierte Fertigung von Sensoren, Heizern und Antennen

Kurzbeschreibung Innovation:

Funktionsdruck beschreibt digitale, additive Fertigungsverfahren, mit denen einzelne Funktionselemente (Sensoren, Heizer, Leiterbahnen, Antennen) ohne zusätzlichen Werkzeug-, Schablonen- und Montageaufwand ortsvariabel auf komplexe und sehr große 3D Bauteile aufgebracht werden können. Bauteile, wie bspw. Stoßstangen, Windkraftflügel, Orthesen/Prothesen oder industrielle Anlagen können so kostengünstig, schnell und mit geringem Aufwand mit Sensoren, Heizern oder Antennen ausgestattet werden. 

Mehrwert gegenüber bisherigen Lösungen

kostengünstige Ausrüstung mit Sensoren durch Reduzierung Montageaufwand, wirtschaftlich für kleine Losgrößen (bis Losgröße 1), auf Anforderungen zugeschnittene Sensoren/Heizelemente statt Verwendung von Standardelementen; Sensoren und Heizelemente an beliebigen Stellen applizierbar, die durch Folienelemente nur schwer oder gar nicht ausrüstbar wären (bspw. T-Stück bei Rohren); wirkstellennahe Platzierung der Funktionselemente (z.B. zielgerichtete punktuelle Erwärmung) 

Anwendungsfelder:

Industrie- und Anlagentechnik (Sensoren auf Anlagenkomponenten für Industrie 4.0); Medizintechnik (bspw. Funktionalisierung von patientenspezifischen Orthesen/Prothesen/... mit Sensoren); Windenergie (bspw. sehr große Sensoren zur integralen Strukturüberwachung (Eis/Dehnung)) Automotive und Schienenfahrzeuge (bspw. Enteisung von LIDAR- und RADAR-Sensoren)

Gesuchte Kooperationsformen & Kooperationspartner:

Partner: Technologieunternehmen entlang der additiven Prozesskette;
Form: gemeinsame Forschungsprojekte zur Weiterentwicklung der Technologie;

Partner: Pilot-Anwender, die ihre Produkte kostengünstig mit (zusätzlichen) Funktionen (Sensor, Heizer, Antenne) ausstatten möchten;
Form: Machbarkeitsuntersuchungen; Produktauslegung, gemeinsame Projekte zur anwendungsspezifischen Optimierung der Funktionselemente

Fraunhofer IWU Chemnitz

Kontakt: Moritz Frauendorf

Fügen stromführender Verbindungen durch Magnetimpulsschweißen

Kurzbeschreibung Innovation:

Elektrische Verbindungen müssen über ihre gesamte Nutzungsdauer geringen Verbindungswiderstand und hohe Strombelastbarkeit aufweisen. Magnetimpulsschweißen kann erwiesenermaßen hochfeste elektrisch gut leitfähige Aluminium-Kupfer-Mischverbindungen erzeugen. In einen Forschungsprojekt wird das Langzeitverhalten solcher Verbindungen analysiert und bewertet. Basierend darauf werden Hinweise zur Prozessauslegung für langzeitstabile magnetimpulsgeschweißte stromführende Verbindungen gegeben.

Gesuchter/Gebotener Mehrwert gegenüber bisherigen Lösungen:

Entstehung stoffschlüssiger Verbunde durch Hochgeschwindigkeitskollision der Fügepartner ohne externen Wärmeeintrag und makroskopisches Aufschmelzen
=> Kein Bilden kritischer oxidischer oder intermetallischer Phasen im Fügeprozess; keine thermische Entfestigung, kein Wärmeverzug; einfache und sichere Bauteilhandhabung direkt nach dem Fügen; wiederholgenau hohe Verbundqualität durch gute Automatisierbarkeit; Keine Zusatz- oder Hilfsstoffe erforderlich

Anwendungsfelder:

Herstellung stromführender Verbindungen für die allgemeine Elektrotechnik, Elektroenergieversorgung, Elektromobilität, etc.

Gesuchte Kooperationsformen & Kooperationspartner:

Gesucht sind interessierte Anwender aus den Bereichen allgemeine Elektrotechnik, Elektroenergieversorgung, Elektromobilität, etc.
Beteiligung von Industriepartnern an  öffentlich geförderten Forschungsprojekten (Landes- oder Bundesmittel) als anteilig gefördertes Mitglied eines Projektkonsortiums oder als assoziierter Partner (beratend ohne direkte finanzielle Beteiligung) möglich; alternativ kundenfinanzierte Auftragsforschung anhand kundenspezifischer Industrieanwendungen

Fraunhofer IWU & TU Dresden

Kontakt: Dr.-Ing. Verena Psyk

Metallisierung und Galvanisierung von Kunststoffen (Thermoplaste und Duroplaste)

Kurzbeschreibung Innovation:

Entwicklung einer chrom (VI)-freien Vorbehandlungsmethode zur Anwendung der Galvanik auf Thermoplasten und Duroplasten und Generierung einer ableitfähigen Kunststoffoberfläche

Gesuchter/Gebotener Mehrwert gegenüber bisherigen Lösungen

Verzicht auf kanzerogenes Chrom (VI) zum Ätzen bei der Vorbehandlung Wesentlich breiteres Anwendungsfeld bezüglich der Kunststoffe (nicht nur PC-ABS)

Anwendungsfelder:

Metallisierung und Galvanisierung von Kunststoffen
Pulverlackierung von Kunststoffen; Ableitfähigkeit auf Kunststoffoberflächen

Gesuchte Kooperationsformen & Kooperationspartner:

Galvanikfirmen, Kunststoffverarbeiter, Kunststoffhersteller, Kunststoffveredler, Forschungsinstitute

Hochschule Zittau/Görlitz

Kontakt: Prof. Dr. Jens Weber

Mikroplastikabscheidung mit magnetischer Filtertechnik 

Kurzbeschreibung Innovation:

Ein im WIPANO-Projekt entwickelter Magnetfilter zur Entfernung von Mikroplastik aus Wasser und Abwasser soll zur Marktreife geführt werden. Zur Optimierung des Verfahrens werden Versuche mit unterschiedlichen Mikroplastikpartikeln und Wässern an einer halbtechnischen Versuchsanlage durchgeführt.

Mehrwert gegenüber bisherigen Lösungen:

Bisher sind kaum marktreife Verfahren zur Entfernung von Mikroplastik aus Abwässern bekannt. Filtration mit geringem hydraulischem Gefälle, somit geringer Energiebedarf

Anwendungsfelder:

Wasseraufbereitung/Abwasserreinigung durch Mikroplastikabscheidung mit magnetischer Filtertechnik, z.B. Abtrennung von Mikroplastik aus kommunalem Abwasser und Industrieabwasser, Kreislaufführung von Brauchwasser in der Industrie, Schwimmbadewasseraufbereitung 

Gesuchte Kooperationsformen & Kooperationspartner:

Praktisch: Bau einer Pilotanlage in größerem Maßstab für Teilstromaufbereitung z.B. im Kläranlagenablauf;

Wissenschaftlich: Modellierung magnetischer Separationsprozesse 

Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden

Kontakt: Dr.-Ing. Mitra Nikpay

Maßgeschneiderte Biomoleküle für selektive Wertstoffrückgewinnung & Recycling

Kurzbeschreibung Innovation:

Mithilfe modernster Technologie ist es heute möglich, spezielle Biomoleküle für unterschiedlichste Anwendungen zielgerichtet zu entwickeln. In der Abteilung Biotechnologie des HZDR wurden so in den letzten Jahren verschiedenste, individuelle Biomoleküle entwickelt, die zur Rückgewinnung seltener Erden aus Elektronikschrott, zur Entfernung von Schwermetallionen aus verunreinigten Wässern und zur Markierung von Plastik genutzt werden können. 

Mehrwert gegenüber bisherigen Lösungen:

Spezifische Biomoleküle mit hochselektiver Affinität ermöglichen die Bindung individueller Zielmoleküle aus komplexen Gemischen und damit zielgerichtete Reinigung und Recycling.

Anwendungsfelder:

Abwasserbehandlung, Feststoffrecycling, Biosensorik

Gesuchte Kooperationsformen & Kooperationspartner:

Unternehmen und Institute aus den Bereichen Materialbereitstellung und -recycling, Filterentwicklung, Umweltanalytik

Helmholtz-Institut Freiberg für Ressourcentechnologie

Kontakt: Robert Braun

COMPAS-Zerstörungsfreie Methode für die qualitative und quantitative Analyse von Materialeigenschaft

Kurzbeschreibung Unternehmen:

COMPAS ist ein Dienstleistungsangebot der HZDR-Innovation mit der Spezialisierung auf  Positronen-Annihilations-Spektroskopie . Dies ist eine zerstörungsfreie Methode für die qualitative und quantitative Analyse von Materialeigenschaften auf der Nanometer-Skala zur Prozess- bzw. Materialoptimierung. Es ermöglicht die Untersuchung von atomare Defekte, des freien Volumens von offenen oder geschlossenen Hohlräumen bis 100 nm und der Frühstadien der Defekt-Formation.

Gesuchter/Gebotener Mehrwert gegenüber bisherigen Lösungen

Defekt-Konzentrationen von 1 ppm nachweisbar (genauer als TEM, SEM oder AFM und einfacher Probenpräparation)
0.1 und 100 nm Porendurchmesser für offene und geschlossene Poren untersuchbar (genauer als LN2-Adsorpotion und für geschl. Poren)
Struktureigenschaften von Kunststoffen und ihr freies Volumen charakterisierbar (einzigartige Methode zur Untersuchung des freien Volumens)
Anwendbar sowohl für Bulk-Proben mit Eindringtiefen von 100 µm bis 1 mm als auch für dünne Schichten von 10 nm bis 1 µm

Anwendungsfelder:

Die Positronen-Forschung ist zerstörungsfrei und werkstoffneutral, was die Einschränkung auf ein bestimmtes Anwendungsfeld erschwert. Jedoch dient es vorrangig zur Produkt- bzw. Werkstoff-Optimierung und kann nicht zur Prozesskontrolle bzw. Qualitätsmanagement an Bauteilen eingesetzt werden. Bereits geprüfte Materialien sind (Hochleistungs-)Legierungen oder (Next-Gen-)Halbleiter, Katalysator-Träger, Nano-/Molekular-Filter, poröse Zusätze bzw. Chemikalien sowie Kunstkofferzeugnisse. 

Gesuchte Kooperationsformen & Kooperationspartner:

Wir bietet allen Interessenten die Möglichkeit an, unseren Service im Bereich der zerstörungsfreien Materialcharakterisierung für Ihre Fragestellungen zu nutzen bzw. zu erproben. Lassen Sie sich gerne kostenfrei von uns beraten, um mehr über Positronen und Ihre Möglichkeiten zu erfahren. Senden Sie Ihre Anfrage einfach an compas@hzdri.de

Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf

Kontakt: Dr. Eric Hirschmann

Flexible Magnetfeldsensoren

Kurzbeschreibung Unternehmen:

Um das Anwendungspotenzial von Magnetfeldsensoren zu erweitern, wurden von HZDR neuartige Hochleistungs-Magnetfeldsensoren auf ultradünnen, flexiblen Substraten entwickelt, die eine hohe mechanische Anpassungsfähigkeit besitzen. Durch die geringe Dicke und Flexibilität der Sensoren können neue Anwendungsgebiete erschlossen werden. Das trifft insbesondere dort zu, wo nur ein geometrisch begrenzter Messort zur Verfügung steht oder wo dreidimensionale Objekte mit Sensoren versehen werden müssen. 

Gesuchter/Gebotener Mehrwert gegenüber bisherigen Lösungen:

1/ Flexible Sensoren auf polymeren Substraten (Substratdicke: 1 µm bis >100 µm)
2/ Sensoren können auf Substraten mit Durchmessern bis 300 mm realisiert werden
3/ Sensoren können auf Substraten großer Länge (bis 3 m) realisiert werden
4/ Kundenspezifisches Sensor- / Sensorarray-Layout
5/ Sensoren mechanisch biegbar unter 1 mm Biegeradien
6/ Stabile elektrische Eigenschaften bei mechanischen Verformungen

Anwendungsfelder:

 

1/ Echtzeitüberwachung der Magnetfelder direkt im Luftspalt von elektrischen Antrieben, z.B. in der Elektromobilität, Windkraftanlagen, großen Maschinen etc.
2/ Überwachung von Magnetlagersystemen in Hochpräzisions-Werkzeugmaschinen
3/ Bewegungssteuerung von Robotik
4/ Berührungslose interaktive Elektronik, z.B. als tragbare Elektronik, intelligente Textilien etc.
5/ Smart-Home Anwendungen (berührungslose Interaktion mit Haushaltsgeräten etc.) 

Gesuchte Kooperationsformen & Kooperationspartner:

1/ Partner zur Weiterentwicklung / Anpassung der Technologie
2/ Partner zur kooperativen Beantragung von Fördermitteln (F&E Projekt)
3/ Partner zur kooperativen Neugründung / Ausgründung eines Unternehmens

Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf

Kontakt: Dr. Denys Makarov

Smart-Service-Plattform zur Unterstützung der Entwicklung und des Betriebs digitaler Services

Kurzbeschreibung Innovation:

SENERGY ist eine Smart-Service-Plattform zur ganzheitlichen Unterstützung der Entwicklung und des Betriebs digitaler Services, die auf vernetzter Hardware (z. B. Sensoren und Aktoren) basieren. Unternehmen wird hierzu eine Komplettlösung bereitgestellt, wodurch bisheriger Aufwand zur Integration von Einzelsystemen entfällt. Zu den Plattformfunktionen sind zu zählen: Gerätemanagement, intelligente Datenanalyse (z. B. KI/ML), Workflowautomatisierung, Datenvisualisierung und -bereitstellung.

Gesuchter/Gebotener Mehrwert gegenüber bisherigen Lösungen

Low-Code-Plattform, Serviceentwicklung nach Baukastenprinzip, Datenverarbeitung in der Cloud und lokal, KI/ML-Unterstützung, herstellerunabhängige, skalierbare, erweiterbare und flexible Open-Source-Lösung

Anwendungsfelder:

Smart Home, Smart Building, Smart City, Energiemanagement, Gebäudemanagement, Industrie 4.0, Umweltmonitoring

Gesuchte Kooperationsformen & Kooperationspartner:

Partner für Industrie-, Transfer- und Forschungsprojekte

Institut für Angewandte Informatik (InfAI) e. V. Leipzig

Kontakt: Robert Wehlitz

Effizienzsteigerung durch den Einsatz schädigungsmechanischer Computersimulationen

Kurzbeschreibung Innovation:

Computersimulationen ersetzen zunehmend aufwendige experimentelle Festigkeitsnachweise von Komponenten im Maschinen-, Anlagen- und Fahrzeugbau. Die an der TU Bergakademie Freiberg entwickelten schädigungsmechanischen Simulationsmethoden können einfach implementiert und mit Standardversuchen kalibriert werden. 

Mehrwert gegenüber bisherigen Lösungen:

Durch die damit mögliche genauere Auslegung kann der Materialeinsatz reduziert oder die Intervalle zwischen kostenintensiven Wartungsarbeiten bei gleichbleibend hoher Sicherheit reduziert werden.

Anwendungsfelder:

Ressourceneffiziente Auslegung von Komponenten im Maschinen-, Anlagen- und Fahrzeugbau

Gesuchte Kooperationsformen & Kooperationspartner:

Referenzanwender aus dem Maschinen-, Anlagen- und Fahrzeugbau

Technische Universität Bergakademie Freiberg

Kontakt: Dr.-Ing. Geralf Hütter

Verdüsungstechnologie zur Herstellung einer Fe-TiC Verbundwerkstoffs für die additive Fertigung

Beschreibung der Innovation:

Die Innovation des entwickelten Konzepts liegt in einer neuen Prozessroute zur Herstellung von Metall Matrix Verbundwerkstoffen durch die Additive Fertigung. Das gasverdüste MMC Pulver ist ohne zusätzliche Behandlungen für die AM Verfahren geeignet. Hiermit ist es deutliche Verbesserung zur alternativen ex-situ Prozessroute, die vor dem Einsatz in der additiven Fertigung eine Mischung von Matrix und Verfestigung Pulvern enthält. Die vorgeschlagene Route wurde schon für AM Verfahren getestet.

Mehrwert gegenüber bisherigen Lösungen

Die vorgeschlagene Route hat eine ausreichende Bettqualität im Vergleich mit Bearbeitung der Pulver Mischungen durch additive Fertigung; bessere Verteilung der TiC-Verfestigungsphase und feiner Karbide durch sehr hohe Abkühlungsrate in allen Produktionsschritten; bessere Qualität und saubere Anbindung zwischen Matrix und Verfestigungspartikel.  

Anwendungsfelder:

additiv gefertigte Bauteile mit komplexer Form, die sehr höhe Härte, Elastizitätsmodul, Zugfestigkeit, Verschleiß-Resistenz haben. Z.b. Pumpen-Laufräder, Pumpengehäuse, Wälzfräser, Werkzeuge für Kunststoffformen mit inneren Kühl-Kanälen usw.

Gesuchte Kooperationsformen & Kooperationspartner:

Transferprojektprogrammen mit Beteiligung von Unternehmen. In Frage kommende Unternehmen sind einerseits Pulver-Hersteller, die das Konzept von der MMC Pulver-Herstellung einsetzen können und anderseits Anwender der additiven Fertigungsrouten des Elektronenstrahlschmelzen und Laserstrahlschmelzen Verfahrens im Bereich Auto-, Werkzeug-, Kunststoffgießerei- Industrie.

Technische Universität Bergakademie Freiberg

Kontakt: Anton Perminov

Augmented Reality Montage- und Wartungsunterstützungssysteme

Kurzbeschreibung Innovation:

In mehreren Forschungsprojekten wurden Augmented Reality (AR) Anwendungen zur Wartungs- und Montageunterstützung entwickelt, erfolgreich validiert und kommerzialisiert. Zur Verfügung steht eine Software Suite, mit der AR-Anleitungen für verschiedenste Montage- und Wartungsszenarien von Techniker:innen selbständig erstellt und genutzt werden können. Hierbei kann ein Live-Datenzugriff auf Maschinen- bzw. Unternehmensdaten integriert werden. Weiterhin existiert eine AR-Telefonie-Software.

Gesuchter/Gebotener Mehrwert gegenüber bisherigen Lösungen:

Validiertes Autorensystem zur AR-Anleitungserstellung durch Techniker:innen; Integration und Anbindung Maschinensteuerungen und PDM-Systemen

Anwendungsfelder:

Wartungs- und Montagearbeiten mit mittlerem bis hohem Komplexitätsgrad

Gesuchte Kooperationsformen & Kooperationspartner:

Öffentliches Forschungsprojekt oder Direktauftrag

Technische Universität Chemnitz

Kontakt: Dr. Mario Lorenz

Mechanische Fertigung von Bauteilen bis zu mittleren Lösgrößen und Edelstahlblechlösungen in Großserie.

Kurzbeschreibung Unternehmen:

Die WIKOTOOL Group vereint die Fertigungsleistungen der WEBACO Werkzeugbau GmbH und der LFT Metall GmbH. Als Gruppe ist sie ein Dienstleister für Entwicklung und Fertigung von Stanzwerkzeugen, Vorrichtungen, Einzelteilen und Erzeugnissen aus Edelstahlblech. Wir bieten von der Unterstützung bei der Ideenfindung, über Hilfestellung bei der Produktplatzierung und die Realisierung des Prototypen, bis zur Serie, alles aus einer Hand.

Gesuchte Kooperationsformen & Kooperationspartner:

Wir suchen nach engagierten Gründern genauso wie nach gestandenen Unternehmen die einen Partner für die Erschließung neuer Geschäftsfelder benötigen.

WIKOTOOL Group

Kontakt: Benjamin Brach

Umweltfreundliches Solarstraßenlicht

Kurzbeschreibung Innovation:

Entwicklung von klimafreundlichen, kosteneffizenten Solar Strassenbeleuchtung und anderen Solarprodukten. Aufbau von Produktionseinheiten, Vertriebs- und Trainingszentren weltweit. System ist recyclebar. Design für Verringerung der Verschmutzung der Solarmodule für Verringerung des Serviceaufwands und der Servicekosten. Extra lange Batterielaufzeit.

Gesuchte Kooperationsformen & Kooperationspartner:

Technologiepartner, Finanzierungspartner, Vertriebspartner

CG CLEANTECH GERMANY GmbH Leipzig

Kontakt: Lars Tischbirek

Intelligente Laderegler bestehend aus Elektronik und Software

Kurzbeschreibung Innovation:

Die in-tech smart charging GmbH ist spezialisiert auf Entwicklung und Verkauf intelligenter Laderegler für die Hersteller von Elektrofahrzeugen und Ladestationen. Freiverkäufliche Laderegler mit "Vehicle-to-Grid"-Technologie basierend auf ISO15118 und Powerline-Kommunikation.

in-tech smart charging GmbH, Leipzig

Kontakt: Thomas Breetzke

Ihre Ansprechpartner bei futureSAX

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Ronny Kittler

Projektmanager Forschung & Transfer

Wissens- & Technologietransfer

Nach seinem Studium der Internationale Politik, Recht und Volkswirtschaft an der Universität Leipzig setzte Ronny Kittler die Schwerpunkte seiner bisherigen Tätigkeiten speziell beim Wissens- und Technologietransfer. Zunächst auf die internationale Dimension orientiert, war er bei den Vereinten Nationen in Neu Dehli, dem Europäischen Parlament in Brüssel und der Europäischen Kommission in New York tätig. Im Anschluss widmete er sich der Verwertung von Forschungsergebnissen in Beratungsprojekten bei einem Karlsruher Beratungsunternehmen für die Entwicklung neuer Geschäftsideen speziell aus der Forschung, sowie sieben Jahre lang als wissenschaftlicher Mitarbeiter in der internationalen Projektarbeit am DBFZ Deutsches Biomasseforschungszentrum in Leipzig.

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