Pilotprojekt bei INJECTA geht weiter
Pilotprojekt bei Injecta geht weiter: Schüler/-innen gestalten Zukunft
Ein innovatives Projekt bringt Schule und Wirtschaft zusammen: Seit Herbst 2025 begleitet die INJECTA GmbH aus Klingenthal gemeinsam mit futureSAX eine 9. Klasse des Sportcampus Klingenthal für ein ganzes Schuljahr. Ziel ist es, Jugendliche praxisnah auf das Berufsleben vorzubereiten und ihnen unternehmerisches Denken zu vermitteln.
Auftakt mit klarer Mission
Zum Start des zweiten Tages im Unternehmen begrüßte Geschäftsführer Frank Riemer-Keller die Schüler/-innen. Seine Botschaft: „Wir wollen gemeinsam Neues schaffen – ein Pilotprojekt, das es so noch nicht gab.“ INJECTA möchte nicht nur Einblicke geben, sondern die Jugendlichen aktiv in die Gestaltung einbeziehen. Das Projekt soll zeigen, wie Unternehmen und Schule voneinander lernen können.
Acht Themen – echte Herausforderungen aus dem Unternehmensalltag
Die 9. Klasse arbeitet an acht praxisnahen Fragestellungen, die INJECTA aktuell beschäftigen:
- Was erwarten junge Menschen von ihrem zukünftigen Arbeitgeber?
Arbeitsbedingungen, Entwicklungsmöglichkeiten, spannende Tätigkeitsfelder – und wie sich Erwartungen in den nächsten 15 Jahren verändern. - Schutz vor Cyberangriffen:
Wie kann sich ein Unternehmen erfolgreich absichern? Welche Notfallstrategien sind sinnvoll? - Chancen und Risiken der Digitalisierung:
Wie beeinflusst sie verschiedene Generationen im Unternehmen? Welche Stärken und Schwächen gibt es? - Überarbeitung der Unternehmens-Website:
Welche Inhalte sind für Schüler/-innen relevant? Wie lassen sich Bewerbungen und Social Media integrieren? - Wirtschaft im Unterricht:
Welche Themen sollten frühzeitig vermittelt werden – von BWL bis Controlling? - Führung neu denken:
Braucht es klassische Hierarchien oder funktionieren Teams ohne Chef? Welche Modelle motivieren? - Automatisierung in der Produktion:
Kann sie helfen, Fertigung in Deutschland zu halten? Welche Anpassungen sind nötig? - Wie verdient ein Unternehmen Geld?
Von Einnahmen und Ausgaben bis zur Frage: Was passiert bei Verlust?
Struktur und Methodik
Zu Beginn legten die Jugendlichen ihre persönlichen Interessen fest und bildeten Teams. Jede Gruppe erhielt einen Steckbrief mit Verantwortlichen, Fragestellung, Zielbeschreibung und Meilensteinen. Der Startpunkt: eine Soll-Ist-Analyse.
Kreativität durch Design Thinking
futureSAX-Projektmanagerin für die NextGen, Miriam Pietag, führte die Schüler/-innen in Design Thinking ein. Die Methode hilft, Probleme zu verstehen, Ideen zu sammeln und Prototypen zu entwickeln. Erste Übungen zu Alltagsproblemen – vom Geschirrspüler-Roboter bis zu Bonbons fürs Zähneputzen – machten deutlich: Fehler sind erlaubt, aus ihnen entsteht Innovation.
Warum Injecta mitmacht
Das Unternehmen sieht im Projekt eine Chance, junge Menschen für Technik und Wirtschaft zu begeistern und Fachkräfte von morgen zu gewinnen. Gleichzeitig erhält INJECTA wertvolle Impulse aus der Perspektive der Jugendlichen – etwa für die Gestaltung der Website oder Erwartungen an Arbeitgeber.
Ausblick
Im ersten Halbjahr stehen konkrete Aufgaben an: Analyse, Ideenentwicklung und erste Lösungsansätze. Über das Schuljahr hinweg folgen Projekttage, Präsentationen und ein Storybook, das die Ergebnisse dokumentiert und anderen Schulen und Unternehmen als Inspiration dient.
Frank Riemer-Keller fasst es zusammen: „Wenn wir die Freundschaft weiter pflegen, haben wir ein gutes Jahr vor uns.“ futureSAX begleitet das Projekt und berichtet regelmäßig über die Fortschritte.
Fazit: Das Pilotprojekt zeigt, wie praxisnahe Bildung funktioniert: Jugendliche lernen, wie Unternehmen arbeiten, und Unternehmen erfahren, was die nächste Generation bewegt. Gemeinsam entsteht ein Mehrwert – für Schule, Wirtschaft und die Zukunft Sachsens.
Ihre Ansprechpartnerin bei futureSAX
Miriam Pietag
Projektmanagerin
Ideenphase & NextGen
Die Verknüpfung psychologischer, soziologischer und analytischer Grundlagen mit Forschung und Praxis begeistern die studierte Pädagogin und Medienpsychologin seit dem Beginn ihres Studiums an der TU Chemnitz. Als Werkstudentin bei Onkel Sax beschäftigte sich Miriam bereits intensiv mit der "NextGen". Der Wunsch, Mediennutzung nicht nur verstehen und erklären zu können, sondern daraus auch zielgruppenspezifische Medienangebote ableiten zu können, führte sie im Anschluss in eine Marketingagentur in Dresden. Als Marketing- und Projektmanagerin beschäftigte sie sich neben der Planung, Umsetzung und Aussteuerung von Kampagnen und crossmedialen Marketingprojekten vor allem mit der Entwicklung von didaktisch-pädagogischen Konzepten zum Wissenstransfer.