Kurzfristige Hilfsangebote Corona-Pandemie

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Kurzfristige Hilfsangebote im Zuge der Corona-Pandemie

Die aktuelle Situation um das Corona/Covid-19-Virus trifft sächsische Unternehmen. Eine Reihe von kurzfristigen Unterstützungsmaßnahmen stellen Bund und Länder zur Verfügung bzw. erarbeiten gegenwärtig spezielle Programme.

Nachfolgend werden eine Auswahl der sächsischen und bundesweiten Maßnahmen zusammengefasst. Detailinformationen sowie den aktuelle Umsetzungsstand finden sich auf den jeweiligen Unterseiten.

Sächsische Hilfsangebote

Sächsisches Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr (SMWA)

Das Staatsministerium hat zahlreiche Aktivitäten initiiert, um sächsischen Gründungen und Unternehmen in dieser Zeit unter die Arme zu greifen. Über die KfW, Landesförderbanken und Bürgschaftsbanken kann die Liquidität abgesichert werden. Auch für das Thema Kurzarbeitergeld, Entschädigungszahlungen für Verdienstausfall und weitere Instrumente stehen wichtige Informationen zur Verfügung.

Weitere Informationen

Update am 23.03.2020: Das zinslose Liquiditätsdarlehen (Höhe bis 50.000,- €, in Ausnahmefällen bis 100.000,- €) für Solo-Selbstständige, Kleinstunternehmen und Freiberuflern in Sachsen mit Jahresumsatz von max. 1 Mio. € kann ab Montag bei der Sächsischen Aufbaubank -Förderbank beantragt werden. Die Antragsunterlagen können hier eingesehen und runtergeladen werden. Nach Ablauf von drei tilgungsfreien Jahren wird geprüft, ob das Darlehen zurückgezahlt werden kann.

Weitere Informationen

Bürgschaftsbank

Die Bürgschaftsbank Sachsen folgt der angekündigten bundesweiten Maßnahmen. Folgende Maßnahmen werden umgesetzt:

  • Erhöhung der maximalen Bürgschaftshöhe auf 2,5 Mio. EUR
  • Beschleunigung des Bewilligungsprozesses
  • Verbürgung von bis zu 80% der Kredithöhe (Bisher 60%)
  • Zusagen von „Express-Liquiditäts“-Bürgschaften bis 500.000 EUR innerhalb eines Arbeitstages

Weitere Informationen

Sächsische Aufbaubank - Förderbank

Die Sächsische Aufbaubank - Förderbank (SAB) bietet allgemeine Informationen über die Unterstützungsangebote des Freistaats an. Für sächsische Unternehmen, die wirtschaftlich von der Corona-Pandemie betroffen sind, hat die SAB eine Hotline erstellt, die unter der Telefonnummer 0351 4910-1100 erreichbar ist.

Weitere Informationen

Update am 19.03.2020: Zum Erhalt von Arbeitsplätzen und Know-how in Sachsen unterstützt die SAB kleine und mittelständige Unternehmen mit dem Programm zur Rettung und Umstrukturierung von kleinen und mittleren Unternehmen in Schwierigkeiten (RuB). Hier wird die vorrübergehende Liquidität zur Vorbereitung eines Umstrukturierungskonzeptes oder die Maßnahmen zur leistungswirtschaftlichen und finanziellen Unternehmensumstrukturierung gefördert.

Landesdirektion Sachsen

Ergeht von den Gesundheitsämtern ein Beschäftigungsverbot oder eine Quarantäne, können Beschäftigte von Unternehmen und Selbstständige für den Verdienstausfall eine Entschädigung von der Landesdirektion Sachsen erhalten.

Weitere Informationen

Freistaat Sachsen

Alles Wichtige zu allen Themenfeldern rund um Corona hat der Freistaat Sachsen unter www.coronavirus.sachsen.de im Überblick gestellt. Das betrifft aktuelle Fallzahl-Entwicklungen, wichtige Telefonnummern und Ansprechpartner, Informationen rund um Kinderbetreuung und Schule, aber auch Handlungsempfehlungen, Hygienehinweise und Neuigkeiten. Teil dieser Website sind auch Informationen zum Bereich Steuern und Finanzen und zum Bereich Unternehmen, Arbeitgeber und Arbeitnehmer.

Update 20.03.2020: Die Staatskanzlei hat bekanntgegeben, dass nun zinslose Steuerstundungen formlos beantragt werden können. Außerdem wurden Steuervorauszahlungen angepasst. Vollstreckungen werden vorrübergehend ausgesetzt. Die Regelungen gelten bis zum 31.12.2020.

Weitere Informationen

Update 24.03.2020: Das Sächsische Staatsministerium der Finanzen hat die Möglichkeit eingeräumt, Umsatzsteuer-Sondervorauszahlung für das Jahr 2020 nachträglich auf Null Euro zu reduzieren. Bereits gezahlte Beträge können daher erstattet oder mit anderen Posten verrechnet werden. Ein Musterantrag ist hier hinterlegt.

Weitere Informationen

Update 25.03.2020: Die Konditionen von Bürgschaften wurden weiter verbessert. Nach der Anhebung des Bürgschaftsvolumen auf 2,5 Mio. Euro, das Expressverfahren für Bürgschaften bis zu 0,5 Mio. Euro sowie die Entlastung von der Eigenhaftung der Bürgschaftsbanken in Höhe von 10 % durch den Bund wurde nun die Bürgschaftsquote von 80 auf 90 % erhöht. Damit wird das Risiko der Bürgschaftsbank weiter reduziert und das Unterstützungsprogramm für KMUs kann weiter ausgebaut werden. Alle Informationen zu den Hilfsprogrammen und Unterstützungsangeboten der Bürgschaftsbank Sachsen gibt es unter www.bbs-sachsen.de.

Weitere Informationen

Update 25.03.2020: Der Freistaat Sachsen hat eine Corona-Hotline eingerichtet. Unter 0800 – 1000 214 ist diese von Montag bis Freitag zwischen 7 Uhr und 18 Uhr sowie samstags von 12 Uhr bis 18 Uhr erreichbar. Die Hotline ist in fünf Themenbereiche untergliedert:

  • allgemeine Fragen sowie Fragen zur Allgemeinverfügung und den damit verbundenen Ausgangsbeschränkungen und Einschränkungen des öffentlichen Lebens
  • Informationen rund um alle Fördermöglichkeiten für Unternehmen
  • Steuern und Justiz
  • Schulen, Kitas und Kinderbetreuung sowie Kultur, Tourismus und wissenschaftliche Einrichtungen
  • Land- und Forstwirtschaft

Bundesweite Unterstützungsangebote

Maßnahmenplan der Bundesregierung

Die Bundesregierung hat ein Maßnahmenpaket zur Abfederung der Auswirkungen des Corona-Virus erstellt. Dieses Maßnahmenpaket besteht aus vier Säulen:

  • Flexibiliserung des Kurzarbeitergeldes
  • Steuerliche Liquiditätshilfen für Unternehmen
  • Milliarden-Schutzschuld für Betriebe und Unternehmen
  • Stärkung des Europäischen Zusammenhalts

Weitere Informationen & das vollständige Paper

Update 19.03.2020: Die Bundesregierung kündigte an, Unternehmen in dieser Krise finanziell zu unterstützen. Das soll zum einen mit bewährten staatlichen Instrumenten wie Kredithilfen, Bürgschaften oder Steuerstundungen geschehen, die Details werden noch ausgearbeitet. Ziel der Maßnahme ist die Handlungsfähigkeit der Unternehmen zu erhalten, falls es zu Störungen der Lieferketten oder auch Nachfrageeinbrüchen kommt. Aktuelle Informationen sind auf der Webseite der Bundesregierung zu finden.

Update 23.03.20: Die Beantragung der Hilfen können über die Hausbanken oder Sparkassen abgewickelt werden.

Bundesministerium für Wirtschaft und Energie BMWi

Das BMWi unterstützt KMUs sowie Handwerksbetriebe dabei, kurzfristig Homeoffice-Arbeitsplätze zu schaffen. Mit dem Förderprogramm "go digital" werden bis zu 50% der Kosten einer unterstützenden Beratung der durch das BMWi autorisierten Beratungsunternehmen übernommen.

Weitere Informationen

Bundesverband Deutsche Startups e.V.

Der Startup-Verband hat wichtige Informationen und Best-Practices für Start-ups gesammelt und aufgelistet. Das Dokument beinhaltet Themen wie Kurzarbeit, Liquidität und Maßnahmen, die Startups aktuell ergreifen können.

Weitere Informationen

Bürgschaftsbanken

Die Bürgschaftsbanken in Deutschland erweitern ihre Unterstützung von KMUs. Erweiterungen der Rahmenbedingungen für Ausfallbürgschaften sind vorgesehen, u.a. durch:

  • Anhebung der Bürgschaftsobergrenze auf 2,5 Mio. EUR (bisher 1,25 Mio. EUR)
  • höhere Risikoübernahme des Bundes sowie
  • verschiedene Maßnahmen zur Beschleunigung der Entscheidungen

Es werden branchenübergreifend alle gewerblichen kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) sowie die Freien Berufe unterstützt. Kostenlose Anfragen können über die Hausbank, Berater oder online über das Finanzierungsportal der Bürgschaftsbanken erfolgen.

Weitere Informationen

KfW

Das durch die Bundesregierung beschlossene Maßnahmenpaket umfasst auch die KfW, die Unternehmen bei der Bewältigung der Corona-Krise durch Kredite für die kurzfristige Versorgung der Unternehmen mit Liquidität unterstützt. Dazu werden bestehenden Programme angepasst bzw. erweitert – insbesondere durch eine erhöhte Haftungsübernahme durch die KfW sowie den Einbezug auch von Großunternehmen in die Programme.

Zugleich ist ein Sonderprogramm vorgesehen, dessen konkrete Ausgestaltung noch durch die EU-Kommission genehmigt werden muss. Die Antragsstellung der Förderprogramme erfolgt jeweils über die Hausbank bzw. Finanzierungspartner.

Weitere Informationen

Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS)

Das BMAS beleuchtet insbesondere die arbeitsrechtlichen Auswirkungen und die hat die Antworten auf häufige Fragen hinterlegt. Speziell die Fragen zu Homeoffice, Kurzarbbeitergeld, Entgeltfortzahlung oder die Kinderbetreuung werden hier umfangreich beantwortet.

Weitere Informationen

Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz

Das BMJI bereitet aktuell eine gesetzliche Regelung zur Aussetzung der Insolvenzantragspflicht vor.

Weitere Informationen

Bundesagentur für Arbeit

Alles Wichtige zum Thema Kurzarbeitergeld hat die Bundesagentur für Arbeit nochmal im Detail zur Verfügung gestellt.

Weitere Informationen

Update 19.03.2020: Beim Kurzarbeitergeld übernimmt die Bundesagentur für Arbeit 60 Prozent des ausgefallenen Nettolohns, wenn eine Firma ihre Beschäftigten in Kurzarbeit schickt. Bei einem Arbeitnehmer mit Kind sind es 67 Prozent. Die Maßnahme soll Unternehmen helfen bei eingebrochenem Geschäft die Belegschaft zu halten. Das erleichterte Kurzarbeitergeld wegen der Coronavirus-Krise kann bereits kurzfristig fließen. Die Erleichterungen treten rückwirkend zum 1. März in Kraft und werden rückwirkend ausgezahlt. Die gesetzliche Bezugsdauer beträgt 12 Monate. Sie kann durch Rechtsverordnung des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales auf bis zu 24 Monate verlängert werden.

Informationen zum Kurzarbeitergeld gibt es bei der Bundesagentur für Arbeit.

Finanzämter

Wenn es in Unternehmen aufgrund der Ausbreitung des COVID19 zu Beeinträchtigungen kommt, stehen auch verschiedene steuerliche Hilfsangebote der Finanzämter zur Verfügung. Auf Antrag können laufende Vorauszahlungen zur Einkommensteuer beziehungsweise Körperschaftsteuer herabgesetzt oder ausgesetzt werden. Fällige Steuerzahlungen lassen sich stunden, Säumniszuschläge können erlassen werden. Auf Vollstreckungsmaßnahmen kann vorübergehend ebenso verzichtet werden. Betroffenen Unternehmen wird empfohlen, frühzeitig Kontakt mit ihrem zuständigen Finanzamt aufzunehmen. Die Finanzämter informieren dazu online.

Förderdatenbank des Bundes, der Länder und EU

Zum Stichwort "Corona-Hilfe" gibt es 120 Fördermöglichkeiten für Existenzgründer/-innen und Unternehmen.

Weitere Informationen

PricewaterhouseCoopers

Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers hat ein umfangreiches Factsheet für Start-ups und KMUs mit Möglichkeiten zur finanziellen Unterstützung in der aktuellen Lage erstellt. Von Krankenkassen und Finanzämter über die Bundesagentur für Arbeit bis hin zu Bürgschaftsbanken, KfW sowie Aktivitäten von Bund und Ländern steht hier allerhand Wissenswertes zu Voraussetzungen, Beantragung, etc.

Weitere Informationen

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