Kurzfristige Hilfsangebote Corona-Pandemie

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Kurzfristige Hilfsangebote im Zuge der Corona-Pandemie

Die aktuelle Situation um das Corona/Covid-19-Virus trifft sächsische Unternehmen. Eine Reihe von kurzfristigen Unterstützungsmaßnahmen stellen Bund und Länder zur Verfügung bzw. erarbeiten gegenwärtig spezielle Programme.

Nachfolgend werden eine Auswahl der sächsischen und bundesweiten Maßnahmen zusammengefasst. Detailinformationen sowie den aktuelle Umsetzungsstand finden sich auf den jeweiligen Unterseiten.

Sächsische Hilfsangebote

Sächsisches Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr (SMWA)

Das Staatsministerium hat zahlreiche Aktivitäten initiiert, um sächsischen Gründungen und Unternehmen in dieser Zeit unter die Arme zu greifen. Über die KfW, Landesförderbanken und Bürgschaftsbanken kann die Liquidität abgesichert werden. Auch für das Thema Kurzarbeitergeld, Entschädigungszahlungen für Verdienstausfall und weitere Instrumente stehen wichtige Informationen zur Verfügung.

Weitere Informationen

Update 20.04.2020: Das Programm "Sachsen hilft sofort" unterstützt Unternehmen mit bis zu 100 Beschäftigten mit zinslosen Darlehen in einer maximalen Höhe von 100.000,- €. Diese Regelung ist am 15.04.2020 in Kraft getreten. Anträge können bei der SAB gestellt werden.

Weitere Informationen

Die Steuerberaterkammer des Freistaates Sachsen hat diesbezüglich häufig gestellte Fragen und die Antworten des SMWA auf Ihrer Seite dargestellt.

Weitere Informationen

 

Bürgschaftsbank

Die Bürgschaftsbank Sachsen folgt der angekündigten bundesweiten Maßnahmen. Folgende Maßnahmen werden umgesetzt:

  • Erhöhung der maximalen Bürgschaftshöhe auf 2,5 Mio. EUR
  • Beschleunigung des Bewilligungsprozesses
  • Verbürgung von bis zu 90% der Kredithöhe (Bisher 60%)
  • Zusagen von „Express-Liquiditäts“-Bürgschaften bis 500.000 EUR innerhalb eines Arbeitstages

Weitere Informationen

Durch die Erhöhung der Burgschaftsquote auf 90 % wurden die Konditionen von Bürgschaften weiter verbessert. Alle Informationen zu den Hilfsprogrammen und Unterstützungsangeboten der Bürgschaftsbank Sachsen gibt es unter www.bbs-sachsen.de.

Weitere Informationen

 

Sächsische Aufbaubank - Förderbank

Die Sächsische Aufbaubank - Förderbank (SAB) bietet allgemeine Informationen über die Unterstützungsangebote des Freistaats an. Für sächsische Unternehmen, die wirtschaftlich von der Corona-Pandemie betroffen sind, hat die SAB eine Hotline erstellt, die unter der Telefonnummer 0351 4910-1100 erreichbar ist.

Weitere Informationen

 

Landesdirektion Sachsen

Ergeht von den Gesundheitsämtern ein Beschäftigungsverbot oder eine Quarantäne, können Beschäftigte von Unternehmen und Selbstständige für den Verdienstausfall eine Entschädigung von der Landesdirektion Sachsen erhalten.

Weitere Informationen

 

Weitere Hinweise 

Der Freistaat Sachsen hat eine Corona-Hotline eingerichtet. Unter 0800 – 1000 214 ist diese von Montag bis Freitag zwischen 7 Uhr und 18 Uhr sowie samstags von 12 Uhr bis 18 Uhr erreichbar. Die Hotline ist in fünf Themenbereiche untergliedert:

  • allgemeine Fragen sowie Fragen zur Allgemeinverfügung und den damit verbundenen Ausgangsbeschränkungen und Einschränkungen des öffentlichen Lebens
  • Informationen rund um alle Fördermöglichkeiten für Unternehmen
  • Steuern und Justiz
  • Schulen, Kitas und Kinderbetreuung sowie Kultur, Tourismus und wissenschaftliche Einrichtungen
  • Land- und Forstwirtschaft

Auf der Website corona.sachsen.de hat der Freistaat Sachsen alle Informationen rund um die Corona-Pandemie in Sachsen bereitgestellt. Von den amtlichen Bekanntmachungen und Regularien wie die Corona-Schutz-Verordnung über die umfangreichen Hilfs- und Unterstützungsangebote für Selbstständige, Start-ups und Unternehmen bis hin zu aktuelle Infektions- und Fallzahlen, wichtige Telefonnummern und Ansprechpartnern, Kinderbetreuung und Schulen, Handlungsempfehlung und Hygienehinweise sind Informationen aus allen Bereichen hinterlegt.

Auch beim Thema Steuern gibt es viele Möglichkeiten: Zinslose Steuerstundungen können bei den Finanzämtern formlos beantragt werden. Außerdem kann die Umsatzsteuer-Sondervorauszahlung für das Jahr 2020 nachträglich auf Null Euro reduziert werden. Bereits getätigte Zahlungen können damit erstattet oder verrechnet werden.

Weitere Informationen

Bundesweite Unterstützungsangebote

Maßnahmenplan der Bundesregierung

Die Bundesregierung hat ein Maßnahmenpaket zur Abfederung der Auswirkungen des Corona-Virus erstellt. Dieses Maßnahmenpaket besteht aus vier Säulen:

  • Flexibiliserung des Kurzarbeitergeldes
  • Steuerliche Liquiditätshilfen für Unternehmen
  • Milliarden-Schutzschuld für Betriebe und Unternehmen
  • Stärkung des Europäischen Zusammenhalts

Weitere Informationen & das vollständige Paper

Solo-Selbstständige, Kleinstunternehmen und Start-ups können einen Zuschuss in Höhe von 9.000,- € (bis zu 5 Angestellte) bzw. 15.000,- € (bis zu 10 Angestellte) beantragen. Diese Mittel dienen zur Liquiditätssicherung für bis zu 3 Monate. Die Antragsstellung wird durch die SAB übernommen.

Einen Überblick über alle Hilfsmaßnahmen der Bundesregierung gibt es hier:

Weitere Informationen

 

Bundesministerium für Wirtschaft und Energie BMWi

Das BMWi unterstützt KMUs sowie Handwerksbetriebe dabei, kurzfristig Homeoffice-Arbeitsplätze zu schaffen. Mit dem Förderprogramm "go digital" werden bis zu 50% der Kosten einer unterstützenden Beratung der durch das BMWi autorisierten Beratungsunternehmen übernommen.

Weitere Informationen

 

Bundesministerium für Finanzen (BMF)

Mit einem 2 Milliarden Euro Maßnahmenpaket sollen gezielt Start-ups und kleine mittelständische Unternehmen mit einem zukunftsfähigen Geschäftsmodell adressiert werden.

Das BMF und das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie haben gemeinsam mit der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) und der KfW Capital die Details für ein Paket mit zwei Säulen ausgearbeitet.

Säule 1 sog. Corona-Matching Fazilität:

Zum einen werden Wagniskapitalfonds die zusätzlichen öffentlichen Mittel über die neue Corona Matching Fazilität zur Verfügung gestellt, damit Investoren auch während der Corona-Krise hoch innovative und zukunftsträchtige Start-ups finanzieren. Damit soll sichergestellt werden, dass noch junge Unternehmen auch in der derzeitigen Phase ihren Wachstumskurs fortsetzen können. Über die Corona Matching Fazilität werden die bestehenden Kooperationen mit den öffentlichen Partnern, wie zum Beispiel der KfW Capital und dem Europäischen Investitionsfonds, genutzt, um die öffentlichen Mittel den Start-ups schnell über Wagniskapitalfonds zur Verfügung zu stellen.

Säule 2 für Start-ups und kleine Mittelständler (ohne Zugang zu Säule 1):

Für Start-ups und kleine Mittelständler, die keinen Zugang über die Corona Matching Fazilität haben, werden weitere Wege zur Sicherstellung ihrer Finanzierungen eröffnet. Hierzu wird es eine enge Zusammenarbeit mit den Ländern geben, unter anderem über die Zusammenarbeit mit Landesgesellschaften.

Weitere Informationen

 

Bundesverband Deutsche Startups e.V.

Der Startup-Verband hat wichtige Informationen und Best-Practices für Start-ups gesammelt und aufgelistet. Das Dokument beinhaltet Themen wie Kurzarbeit, Liquidität und Maßnahmen, die Startups aktuell ergreifen können.

Weitere Informationen

 

Bürgschaftsbanken

Die Bürgschaftsbanken in Deutschland erweitern ihre Unterstützung von KMUs. Erweiterungen der Rahmenbedingungen für Ausfallbürgschaften sind vorgesehen, u.a. durch:

  • Anhebung der Bürgschaftsobergrenze auf 2,5 Mio. EUR (bisher 1,25 Mio. EUR)
  • höhere Risikoübernahme des Bundes sowie
  • verschiedene Maßnahmen zur Beschleunigung der Entscheidungen

Es werden branchenübergreifend alle gewerblichen kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) sowie die Freien Berufe unterstützt. Kostenlose Anfragen können über die Hausbank, Berater oder online über das Finanzierungsportal der Bürgschaftsbanken erfolgen.

Weitere Informationen

 

KfW

Das durch die Bundesregierung beschlossene Maßnahmenpaket umfasst auch die KfW, die Unternehmen bei der Bewältigung der Corona-Krise durch Kredite für die kurzfristige Versorgung der Unternehmen mit Liquidität unterstützt. Dazu werden bestehenden Programme angepasst bzw. erweitert – insbesondere durch eine erhöhte Haftungsübernahme durch die KfW sowie den Einbezug auch von Großunternehmen in die Programme.

Zugleich ist ein Sonderprogramm vorgesehen, dessen konkrete Ausgestaltung noch durch die EU-Kommission genehmigt werden muss. Die Antragsstellung der Förderprogramme erfolgt jeweils über die Hausbank bzw. Finanzierungspartner.

Weitere Informationen

Update 15.04.2020: Der KfW-Schnellkredit kann nun bei den Hausbanken beantragt werden. Dieser richtet sich an Unternehmen mit mehr als 10 Angestellten, die bereits seit mindestens Januar 2019 am Markt tätig sind.

Weitere Informationen

 

Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS)

Das BMAS beleuchtet insbesondere die arbeitsrechtlichen Auswirkungen und die hat die Antworten auf häufige Fragen hinterlegt. Speziell die Fragen zu Homeoffice, Kurzarbbeitergeld, Entgeltfortzahlung oder die Kinderbetreuung werden hier umfangreich beantwortet.

Weitere Informationen

 

Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz

Bis zum 30. September 2020 ist Insolvenzantragspflicht ausgesetzt.

Weitere Informationen

 

Bundesagentur für Arbeit

Alles Wichtige zum Thema Kurzarbeitergeld hat die Bundesagentur für Arbeit nochmal im Detail zur Verfügung gestellt. Die Bundesagentur für Arbeit übernimmt 60% des Nettolohns von Arbeitnehmern, die in Kurzarbeit geschickt werden. Bei Arbeitnehmern mit Kind sind es 67%. Die Erleichterungen treten rückwirkend zum 1. März in Kraft und werden rückwirkend ausgezahlt. Die gesetzliche Bezugsdauer beträgt 12 Monate. Sie kann durch Rechtsverordnung des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales auf bis zu 24 Monate verlängert werden.

Weitere Informationen

Wenn bei Solo-Selbstständigen oder Personen in freiberuflicher Tätigkeit die Gewinne zur Sicherung des Lebensunterhaltes nicht mehr reichen, ist der Bezug von ALG-II-Leistungen möglich. Die Anträge sind formlos möglich, die Leistungen werden bis zu 6 Monate gestellt.

Weitere Informationen (PDF, 272 kb)

 

Finanzämter

Wenn es in Unternehmen aufgrund der Ausbreitung des COVID19 zu Beeinträchtigungen kommt, stehen auch verschiedene steuerliche Hilfsangebote der Finanzämter zur Verfügung. Auf Antrag können laufende Vorauszahlungen zur Einkommensteuer beziehungsweise Körperschaftsteuer herabgesetzt oder ausgesetzt werden. Fällige Steuerzahlungen lassen sich stunden, Säumniszuschläge können erlassen werden. Auf Vollstreckungsmaßnahmen kann vorübergehend ebenso verzichtet werden. Betroffenen Unternehmen wird empfohlen, frühzeitig Kontakt mit ihrem zuständigen Finanzamt aufzunehmen. Die Finanzämter informieren dazu online.

 

Förderdatenbank des Bundes, der Länder und EU

Zum Stichwort "Corona-Hilfe" gibt es über 170 Fördermöglichkeiten für Existenzgründer/-innen und Unternehmen.

Weitere Informationen

 

PricewaterhouseCoopers

Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers hat ein umfangreiches Factsheet für Start-ups und KMUs mit Möglichkeiten zur finanziellen Unterstützung in der aktuellen Lage erstellt. Von Krankenkassen und Finanzämter über die Bundesagentur für Arbeit bis hin zu Bürgschaftsbanken, KfW sowie Aktivitäten von Bund und Ländern steht hier allerhand Wissenswertes zu Voraussetzungen, Beantragung, etc.

Weitere Informationen

 

Business Angels Netzwerk Deutschland e.V.

Auch das BAND hat eine wertvolle Stoffsammlung an Hilfs- und Unterstützungsangeboten zusammengesammelt. Darin sind z.B. Links zu Rechtstipps, Programme und aktuelle Entwicklungen enthalten.

Weitere Informationen

Besteuerung der Corona-Soforthilfen

Je nach Art der Soforthilfe, können diese, insbesondere nicht-rückzahlbare Zuschüsse, zu versteuern sein. Konsultieren Sie daher am besten Ihre(n) Steuerberater/-in. Eine erste Einschätzung der Sachlage gibt Steuerexperte Prof. Dr. Hans-Jörg Fischer der FOM Hochschule.

Weitere Informationen

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