„Nur über branchenübergreifende Netzwerke sind wir in der Lage, wirklich neue Themen aufzugreifen.“

  1. futureSAX - Innovationsplattform des Freistaates Sachsen
  2. „Nur über branchenübergreifende Netzwerke sind wir in der Lage, wirklich neue Themen aufzugreifen.“

„Nur über branchenübergreifende Netzwerke sind wir in der Lage, wirklich neue Themen aufzugreifen.“

Beim futureSAX-Innovationsforum in Radebeul wagen über 100 Teilnehmer aus Wirtschaft und Wissenschaft gemeinsam mit Experten aus der Biotechnologie den Blick über den Tellerrand, um sich vom Ideenreichtum der Natur für ihre Geschäftsentwicklung inspirieren zu lassen. Einer der Experten ist Dr. Wilhelm Zörgiebel. Mit der Biotype Diagnostic GmbH hatte er Nachweise über den genetischen Fingerabdruck entwickelt, womit z.B. im Mooshammer-Fall stichhaltige Beweise erbracht werden konnten. Um nur eine Erfolgsgeschichte aus seinen zahlreichen Unternehmungen zu benennen. Wir wollten mehr über den vielseitigen Geschäftsmann wissen und baten ihn zum Interview.

futureSAX: Herr Dr. Zörgiebel, über die Jahre haben Sie mit Ihrem Wirken die Region Dresden sichtbar mitgeprägt. Was waren Ihre Beweggründe für die Standortentscheidung?

Dr. Zörgiebel: Ich bin seit 1992 in Dresden ansässig und habe seither vielerlei Geschäfte in unterschiedlichen Gebieten initiiert. Nachdem wir in Leipzig unser erstes Biotech-Unternehmen gestartet hatten und wir ein neues Unternehmen in der Gendiagnostik im Jahre 1999 gründen wollten, hatte sich insbesondere Dresden als Standort angeboten, da gerade zu dieser Zeit das Max-Planck-Institut nach Dresden umgesiedelt war. Dies war der wichtigste Anlass für die Standortentscheidung für die Biotype Diagnostic GmbH.

futureSAX: Neben vielen anderen Projekten haben Sie mit Ihren Unternehmen in der Biotechnologie spannende Innovationen auf den Markt gebracht. Können Sie hierfür einige Beispiele nennen?

Dr. Zörgiebel: Forensische Diagnostik-Tests, Gentests in der Onkologie und Dermatologie, Software zur Qualitätssicherung und Testauswertung sowie diverse diagnostische Tests in der Radiopharmazie.

futureSAX: Beim futureSAX-Innovationsforum am 18. August 2016 in Radebeul diskutieren Sie gemeinsam mit unseren Gästen und Prof. Gianaurelio Cuniberti (TU Dresden) zum Thema „Interdisziplinarität - der Blick über den Tellerrand“. Wie äußert sich die Interdisziplinarität in Ihren Projekten?

Dr. Zörgiebel: Wir orientieren uns nicht an einer technologischen Plattform oder einem Modell, sondern sind sehr offen für Innovationen in verschiedensten Bereichen von Instituten, wie Max-Planck, Fraunhofer, oder der Technischen Universität Dresden. Hauptfokus ist aber die Marktorientierung, um Innovationen zu generieren. Daher ist der Ansatz, neue onkologische Tests in der Molekulargenetik, Nuklearmedizin und Radiopharmazie zu entwickeln, ein vom Markt getriebener, revolutionärer Innovationsansatz, der vielversprechend ist.

futureSAX: Welche Bedeutung haben Ihrer Ansicht nach branchenübergreifende Netzwerke, wie futureSAX, wenn es darum geht solche Querschnittsthemen zu adressieren?

Dr. Zörgiebel: Nur über branchenübergreifende Netzwerke sind wir in der Lage, wirklich neue Themen aufzugreifen. Beispielsweise haben wir mit Prof. Dr. Cuniberti von der Technischen Universität Dresden und anderen ein Wachstumskernprojekt gestartet, aus dem neue diagnostische Ansätze und medizintechnische Neuerungen entstanden sind. Gerade über futureSAX bekommen wir immer wieder neue Anstöße, die oft auch aus anderen Bereichen kommen.

futureSAX: Worauf freuen Sie sich beim kommenden futureSAX-Innovationsforum am meisten?

Dr. Zörgiebel: Interessante junge Leute kennen zu lernen, die den unternehmerischen Ehrgeiz haben, ihre Ideen in Produkte umzusetzen und erfolgreich sein zu wollen.

Mehr Informationen zum Biotype Diagnostic GmbH finden Sie hier.

Abonnieren Sie unseren Newsletter!

Neuigkeiten aus den Netzwerken, kommende Veranstaltungen und aktuelle News aus dem sächsischen Innovationsland. Das und vieles mehr in unserem monatlich erscheinenden Newsletter!