17. Innova­ti­ons­preis des Freistaates Sachsen

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17. Innova­ti­ons­preis des Freistaates Sachsen

14. November 2013

Gewinner des diesjäh­rigen Staats­preises beim Innova­ti­ons­gipfel in Chemnitz geehrt

In Chemnitz fand heute der 3. Sächsische Innova­ti­ons­gipfel statt. Rund 200 Teilnehmer tauschten sich zu der Frage aus, wie Wirtschaft und Wissen­schaft im Innova­ti­ons­prozess stärker mitein­ander koope­rieren können. Der Besuch der Werkstätten und Labore des Fraun­hofer IWU, Fraun­hofer ENAS und des Instituts für Struk­tur­leichtbau der TU Chemnitz ermög­lichte den Teilnehmern, direkt mit den Wissen­schaftlern zu disku­tieren und Koope­ra­ti­ons­mög­lich­keiten auszu­loten.

Im Rahmen des sächsi­schen Innova­ti­ons­gipfels wurden auch die Gewinner des 17. Innova­ti­ons­preises des Freistaates Sachsen bekannt gegeben und geehrt. Sieger des mit insgesamt 50.000 Euro dotierten Staats­preises ist die SURAGUS GmbH aus Dresden. Den zweiten Platz teilen sich die GICON – Großmann Ingenieur Consult GmbH (Dresden) und die theratecc GmbH & Co. KG (Chemnitz). Der Sonder­preis der sächsi­schen Handwerks­kammern in Höhe von 5.000 Euro geht an die Götz Lamm & Co. OHG Metall­technik aus Großenhain.

„Die diesjäh­rigen Preis­träger sind ein gutes Beispiel für die hohe Innova­ti­ons­kraft sächsi­scher Unter­nehmen“, betonte Sven Morlok, Staats­mi­nister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, bei der Übergabe der Preise. „Viele Bewerber bieten innovative Lösungen für wichtige Zukunfts­felder unserer Gesell­schaft, zu den Themen, die uns alle angehen wie Umwelt, Energie, Mobilität, Digitale Kommu­ni­kation. “

Für den Innova­ti­ons­preis des Freistaates Sachsen bewarben sich  insgesamt 40 sächsische Unter­nehmen, davon 14 Handwerks­be­triebe. Neben Maschi­nen­bauern, Softwa­re­ent­wicklern, Lebens­mittel- und Geräte­her­stellern haben sich Handwerker, Techno­lo­gie­un­ter­nehmen und Dienst­leister verschie­denster Branchen um den Preis beworben.

„Der Bewer­ber­kreis war in diesem Jahr besonders vielfältig“, so Sven Morlok. „Diese Vielfalt zeigt sich nicht nur bei den Bewerbern, sondern auch bei den Preis­trägern. So konnte die SURAGUS GmbH mit einer neuen Techno­logie zur Prüfung von Carbon­fa­ser­ma­te­rialien, die GICON – Großmann Ingenieur Consult GmbH mit einem Biogas­ver­fahren zur nachhal­tigen Energie­er­zeugung aus organi­schen Abfällen und die theratecc GmbH & Co. KG mit einem Gerät für zahnme­di­zi­nische Diagnosen überzeugen.“

1. Preis geht an die SURAGUS GmbH aus Dresden

Die Ende 2010 gegründete SURAGUS GmbH aus Dresden ist der Sieger des 17. Wettbe­werbs um den Innova­ti­ons­preis des Freistaates Sachsen. Das Unter­nehmen erhält für seine neue Techno­logie zur berüh­rungs­losen und zerstö­rungs­freien Prüfung von Carbon­fa­ser­ma­te­rialien den Sieger­pokal und ein Preisgeld in Höhe von 25.000 Euro.

Die SURAGUS GmbH ist eine Ausgründung aus dem Fraun­hofer-Institut für Zerstö­rungs­freie Prüfver­fahren Dresden (IZFP). Das Unter­nehmen entwi­ckelt, fertigt und vertreibt Wirbel­strom­prüf­technik. Das Unter­nehmen nutzt neue techno­lo­gische Möglich­keiten durch Fortschritte in der Signal­ver­ar­beitung, die Verfüg­barkeit leistungs­fä­hi­gerer Rechen­technik sowie neue Ferti­gungs- und Minia­tu­ri­sie­rungs­ver­fahren. Anwen­dungs­felder sind beispiels­weise die Quali­täts­prüfung von struk­tu­rierten und unstruk­tu­rierten Funkti­ons­schichten, von Faser- und Verbund­werk­stoffen sowie von klassi­schen Werkstoffen.

Weitere Informationen erhalten Sie unter www.suragus.com/de/carbonfasern bzw. www.carbon-fiber-testing.com.

2. Preis geht an GICON – Großmann Ingenieur Consult GmbH und die theratecc GmbH & Co. KG

Beim 17. Innova­ti­ons­preis des Freistaates Sachsen gibt es gleich zwei Zweit­pla­zierte. Die GICON – Großmann Ingenieur Consult GmbH aus Dresden und die theratecc GmbH & Co. KG aus Chemnitz wurden von der Fachjury punkt­gleich bewertet und teilen sich damit den 2. Platz. Beide Unter­nehmen erhalten jeweils 12.500 Euro Preisgeld.

Die 1994 gegründete GICON Großmann Ingenieur Consult GmbH ist ein unabhän­giges, inter­na­tional tätiges Consulting- und Enginee­ring­un­ter­nehmen aus Dresden. Rund 300 festan­ge­stellte und 15 freie Mitar­beiter arbeiten für GICON. Seine Leistungen erbringt das Unter­nehmen insbe­sondere in den Bereichen Energie und Umwelt, Anlagen- und Geneh­mi­gungs­planung, Ökosysteme, Boden- und Gewäs­ser­ma­na­gement, Technische Infor­matik und Techno­lo­gische Entwick­lungen.

Das von der GICON entwi­ckelte Biogas­ver­fahren eignet sich vor allem dazu, aus organi­schen Abfällen und Landschafts­pfle­gegut Bioenergie, insbe­sondere Biogas, zu gewinnen. Bei dem von GICON entwi­ckelten Verfahren wird der mikro­bio­lo­gische Abbau­prozess in zwei zeitlich und räumlich entkop­pelte Stufen getrennt.

Die theratecc GmbH & Co. KG aus Chemnitz ist seit ihrer Gründung im Jahr 2010 im Bereich Geräte­technik tätig. Der Schwer­punkt des Unter­nehmens liegt dabei auf Herstellung und Vertrieb von spezi­ellen Geräten für die Zahnme­dizin und Zahntechnik.

Das Unter­nehmen hat ein spezi­elles zahnme­di­zi­ni­sches Gerät für die digitale Kiefer­re­la­ti­ons­be­stimmung entwi­ckelt. Das Gerät ermög­licht dem Zahnme­di­ziner, in kurzer Zeit eine komplette instru­mentale Funkti­ons­analyse zur eindeu­tigen Diagnose von Kiefer­fehl­stel­lungen durch­zu­führen.

Sonderpreis der sächsischen Handwerkskammern geht an die Götz Lamm & Co. OHG – Metalltechnik aus Großenhain

Die Götz Lamm & Co. OHG Metall­technik aus Großenhain produ­ziert Zulie­fer­teile in Lohnfer­tigung. Das Spektrum des Unter­nehmens reicht dabei von der CNC-Dreh- und – Fräsbe­ar­beitung über den Werkzeug- und Vorrich­tungsbau bis hin zur Konstruktion und Herstellung von Sonder­ma­schinen.

Das Unter­nehmen hat einen multi­funk­tio­nalen Rasen­mäher entwi­ckelt. Der Rasen­mäher ist in der Lage, über eine front­seitig angeordnete Zapfwelle zahlreiche Zusatz­ma­schinen anzutreiben. Mittels dieser Zusatz­ma­schinen lässt sich das Gerät auch als Schnee­räumer, Kehrma­schine, Balken­mäher und Generator einsetzen. Das Auswechseln der Zusatz­ma­schinen ist dabei schnell und unkom­pli­ziert ohne Einsatz von Werkzeugen möglich.

Mit dem Innova­ti­ons­preis würdigt Sachsen heraus­ra­gende Leistungen von Unter­nehmen, die im Freistaat ansässig sind und bis zu 500 Mitar­beiter beschäf­tigen. Geehrt werden wegwei­sende Ideen, die in Produkt-, Dienst­leis­tungs-, Prozess- oder Organi­sa­ti­ons­in­no­va­tionen Eingang gefunden haben und am Markt platziert werden konnten.

Bis zum 17. Mai 2013 konnten sich sächsische Mittel­ständler und Handwerker für den diesjäh­rigen Innova­ti­ons­preis bewerben. Aus den einge­reichten Unter­lagen hat eine Fachjury die zwölf besten Bewerber ermittelt. Diese wurden zu einer Präsen­tation ihres Wettbe­werbs­bei­trages am 19. September 2013 nach Dresden einge­leitet. Dort mussten sie die Jury insbe­sondere in den Kategorien Innova­ti­onsgrad, unter­neh­me­ri­sches Engagement sowie wirtschaft­licher Erfolg überzeugen. Zu den Jurymit­gliedern gehörten Vertreter aus Hochschulen, Wirtschafts­ver­bänden und -medien, Banken sowie Wirtschafts­be­ra­tungs- und -prüfungs­ge­sell­schaften. Wirtschafts­staats­se­kretär Hartmut Fiedler hatte den Vorsitz der Jury inne.

Weitere Informationen unter www.innovationspreis.futuresax.de

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