futureSAX-Interview Katja Müller, Deloitte Service GmbH

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"Transfer von Wissen aus Gesellschaft & Wissenschaft in die Wirtschaft & zurück"

futureSAX-Interview mit Katja Müller, Senior Expert Government & Pubilc Sector, Deloitte Services GmbH

 

Transfer von Wissen in die Gesellschaft, von Wissenschaft in die Wirtschaft ist herausfordernd, aber zukunftsweisend. Genau darum beschäftigt sich Katja Müller, Senior Expert Government & Public Sector bei der Deloitte Services GmbH, intensiv damit. Im Interview gibt sie Einblicke, welche Mission sie verfolgt, warum Wissenstransfer so wichtig ist und was Teilnehmende auf der Sächsischen Innovationskonferenz am 23. Juni erwartet.

futureSAX: Katja Müller, was ist die Mission von Deloitte in Sachsen und was sind die nächsten Meilensteine zur Erreichung dieser?

Katja Müller: Unsere Mission als Deloitte ist es, uns als innovativer und moderner Arbeitgeber in der Region Sachsen zu positionieren. In Leipzig wie auch in Dresden sind wir bereits seit einigen Jahren vertreten – im vergangenen Jahr haben wir uns für einen weiteren Standort in der Europastadt Görlitz entschieden. Somit öffnen wir uns auch für neue Kolleg*innen aus Zgorzelec, dem polnischen Teil der Doppelstadt: Unsere ersten Meilensteine haben wir mit der erfolgreichen Gründung letztes Jahr sowie mit unserem starken Wachstum auf aktuell über 50 Mitarbeiter deutschlandweit bereits erreicht. Von hier aus treiben wir in unseren Kundenprojekten die digitale Transformation des öffentlichen Sektors im Raum Sachsen sowie auf Bundesebene weiter voran. Im nächsten Schritt verfolgen wir die Themen Digitalisierung und Projektmanagement auch im privaten Sektor.

Die größten Herausforderungen sind aus meiner Sicht der Transfer von Wissen aus Gesellschaft und Wissenschaft in die Wirtschaft und Verwaltung und wieder zurück. Wo sind die tatsächlichen Bedarfe, wie können diese gedeckt werden und welchen Weg wählen wir für die Zukunft?

Katja Müller, Senior Expert Government & Pubilc Sector, Deloitte Services GmbH

futureSAX: Sie sind an der spannenden Schnittstelle zwischen Forschung, Unternehmertum und Gesellschaft verortet. Wo sehen Sie aktuell die größten Herausforderungen im Bereich des Wissens- und Technologietransfers zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft?

Katja Müller: Die größten Herausforderungen sind aus meiner Sicht der Transfer von Wissen aus Gesellschaft und Wissenschaft in die Wirtschaft und Verwaltung und wieder zurück. Wo sind die tatsächlichen Bedarfe, wie können diese gedeckt werden und welchen Weg wählen wir für die Zukunft? Welche Innovationen brauchen wir, auch im sozialen und ökologisch nachhaltigen Bereich. Für die richtigen Antworten sind Informationen – also auch Daten - nötig, die untereinander ausgetauscht werden müssen. Da passiert noch zu wenig, wenngleich die gesetzlichen Regelungen etwa aus Brüssel deutlich aufzeigen, wer was bis wann und wie zu tun haben wird. 
 

futureSAX: Auf der Sächsischen Innovationsbörse im Rahmen der Sächsischen Innovationskonferenz werden Technologieangebote aus verschiedensten Branchen vorgestellt. In welchen Branchen und Trendfeldern haben Sie zuletzt die größten Innovationspotenziale identifiziert?

Katja Müller: Gerade für die Region des Freistaates Sachsen im Herzen Europas und in einer Dreiländerregion sind die Trends sehr breit gefächert. Wir sehen das z.B. im Nachhaltigkeitsbereich, bei der Krisenvorsorge und im IT-Bereich. Das reicht von Biotech und Robotik/KI bis hin zu smarten und dekarbonisierten Anwendungen in der Energiebranche oder im Wohnungsbau. Darüber hinaus auch bei Veränderungen im Handwerk, beim lebenslangen Lernen, dem Gesundheitsmanagement oder der Erfüllung gesetzlicher Vorschriften. 
 

futureSAX: Sie selbst sind auf der Sächsischen Innovationskonferenz vertreten. In welcher Rolle sind Sie aufzufinden und auf was können wir uns in diesem Zusammenhang freuen?

Katja Müller: Ich verstehe mich vor allem als Gast und Zuhörerin - wie auch als Vernetzerin zwischen Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft. Zudem darf ich die Innovationsbörse moderieren – das finde ich persönlich sehr spannend, weil es sich um ein energiereiches und auf Wachstum ausgerichtetes Format handelt.

Mehr zu Deloitte (Government and Public Sector) erfahren Sie hier.
 

Ihr Ansprechpartner bei futureSAX

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Michael Kelber

Projektmanager Forschung & Transfer

Wissens- & Technologietransfer

Nach seinem Studium der Architektur war Michael Kelber mehrere Jahre als Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Transferbereich zwischen Wissenschaft und Innovation an der Wissensarchitektur – Laboratory of Knowledge Architecture der Technischen Universität Dresden tätig. Schwerpunkt seiner Forschung und Lehre lag auf den Gebieten des Wissensmanagements und Entrepreneurships sowie der Methodenvermittlung zur Entwicklung von Geschäftsideen und der Ausschöpfung von Innovationspotentialen. Parallel dazu begleitete Herr Kelber ein vom Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) finanziertes Forschungsprojekt zum Aufbau und zur Vertiefung von Innovationskapazitäten im sächsisch-polnischen Grenzraum. Durch die Teilnahme an internationalen Forschungskonferenzen und dem Akademischen Austausch mit der Waseda Universität in Tokyo sind Herrn Kelber kulturübergreifende Herangehensweisen und Verfahren zur Entwicklung von Forschungsprojekten und Geschäftsideen vertraut. In seiner Freizeit unterstützte er zuletzt in einer aktiven Rolle die Vorbereitungsphase einer Ausgründung und engagiert sich als Ordentliches Mitglied beim Filmverband Sachsen. 

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