futureSAX-Alumni-Interview Michael Stampka QuirlIt

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„Pflegt eine offene und transparente Kommunikations- und Wertekultur."

futureSAX-Alumni-Interview mit Michael Stampka, Mitgründer von Quirlit

 

Minutenlanges Umrühren erfordert Konzentration und Ausdauer beim Kochen. Besonders im hektischen Arbeitsalltag ist die Gefahr, dass etwas anbrennt groß. Das Team Quirlit aus Dresden hat sich die Erleichterung des Arbeitsalltags in der Gastronomie zur Aufgabe gemacht und einen selbst rührenden Kochtopf entwickelt. Im futureSAX-Alumni-Interview gibt auch Michael Stampka, Mitgründer von Quirlit einen 360°-Einblick - rückblickend in die Entwicklung der Idee und vorausblickend in die Zukunft.

futureSAX: Bitte beschreiben Sie Ihre Innovation in einem Satz.

Michael Stampka: Quirlit ist der weltweit erste selbstrührende Kochtopf, der die benötigte Energie direkt aus dem Magnetfeld des Induktionsherdes bezieht und weder Akkus noch Netzstrom benötigt. 

futureSAX: Wie sind Sie auf den Gedanken gekommen? Was war der Auslöser?

Michael Stampka: Unser Ideengeber, Dipl.-Ing. Axel Fickert, ist ein leidenschaftlicher, kreativer Problemlöser und, man mag es ahnen, ein Kochmuffel. Minutenlanges Umrühren erschien ihm nicht als zufriedenstellende Lösung für das Kochen. 2017 entwickelte er ein erstes Funktionsmuster, mit dem er sich an Paul Frölich und mich wandte, um mit der Gestaltfindung zu beginnen und die Resonanz mittels einer ersten Marktstudie zu erörtern. Es war von Beginn an sehr spannend in einem befreundeten interdisziplinären Team zu arbeiten.

„Die Frage ist nicht, wer bin ich, dass ich lehren, andere an meinem Wissen teilhaben lassen, etwas verändern, ein Unternehmen gründen, die Welt bereisen, mich verlieben, einen Song schreiben könnte … - du kannst hier jeden beliebigen Traum einfügen. Die Frage lautet: Wer bist du, es nicht zu tun?“

[John P. Strelecky – Das Wiedersehen im Café am Rande der Welt]

Michael Stampka, Mitgründer von Quirlit

futureSAX: Hat der Ort der Start-up-Gründung eine wichtige Rolle gespielt, oder würden Sie eher sagen, dass Sie ortsunabhängig sind?

Michael Stampka: Prinzipiell würde ich uns eher als ortsunabhängig bezeichnen. Dennoch hat das Netzwerk in Dresden eine wichtige Rolle gespielt. Wir wurden zum Beispiel von Beginn an hervorragend unterstützt durch die Gründungsinitiative dresden|exists, den Lehrstuhl für Werkzeugmaschinenentwicklung und Adaptive Steuerungen der TU Dresden sowie das Studentenwerk Dresden.

Zudem hat die lebendige und innovative Dresdner Gastronomieszene der Altstadt und Neustadt eine hohe Bedeutung für uns, da wir schnell Feedback zu unserer Entwicklung erhalten und als „Locals“ immer mit offenen Armen und Ohren empfangen wurden.

futureSAX: Was war der beste Rat, den Sie je erhalten haben?

Michael Stampka: „Die Frage ist nicht, wer bin ich, dass ich lehren, andere an meinem Wissen teilhaben lassen, etwas verändern, ein Unternehmen gründen, die Welt bereisen, mich verlieben, einen Song schreiben könnte … - du kannst hier jeden beliebigen Traum einfügen. Die Frage lautet: Wer bist du, es nicht zu tun?“

[John P. Strelecky – Das Wiedersehen im Café am Rande der Welt]

Nominiert beim Sächsischen Gründerpreis: Quirlit

futureSAX: Welche wichtige Empfehlung oder welchen Tipp würden Sie anderen Gründern mit auf den Weg geben?

Michael Stampka: Pflegt eine offene und transparente Kommunikations- und Wertekultur – nach außen und vor allem nach innen. Wenn man sich über gewisse Werte verständigt hat und an einem Strang zieht, kann man kritische Phasen gemeinsam besser überstehen und glückliche Momente mehr genießen.

futureSAX: Warum sollten (angehende) Gründer an Wettbewerben wie dem Sächsischen Gründerpreis teilnehmen?

Michael Stampka: Einerseits erhält man wertvolles Feedback sowohl von den Juroren, als auch von FutureSAX und deren Community. Andererseits kann eine Nominierung oder positives bzw. konstruktives Feedback unglaublich motivierend für das Gründerteam sein.

futureSAX: Welche Herausforderungen stehen an?

Michael Stampka: Wir haben in den vergangenen 12 Monaten das Funktionsmuster in iterativen Stufen in einen finalen Prototyp überführt, der unsere zuvor gesetzten Kriterien erfüllt. Unsere größte Herausforderung sehen wir aktuell in der Suche einer Kooperation zur Serienproduktion. Derzeit entwickeln wir ein vereinfachtes Produkt, um schneller den B2C Markt anzusprechen, da unser Einstiegsmarkt der Gastronomie stark durch die Covid-19-Krise betroffen ist.

Mehr zu, Unternehmen erfahren Sie hier:

www.quirlit.de

Halbleiter- / Elektroindustrie/ Hardware

Quirlit | Dresden

Quirlit - der selbstrührende Kochtopf

Quirlit ist der weltweit erste selbstrührende, intelligente Kochtopf für Induktionsherde. Die erforderliche Energie wird selbständig aus dem Magnetfeld des Herdes gewonnen, ohne den Wirkungsgrad des Herdes negativ zu beeinflussen - Quirlit arbeitet energieautark. Das Risiko eines Anbrennens wird erheblich reduziert - Quirlit entlastet die Gastronomie und schafft (Hobby-)Köchen/-innen Freiraum.

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