Finanzierung-Konkret II/2021 - Rückblick

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Q&A zu BMWi Unterstützung für Start-ups mit Thomas Jarzombek, MdB

Bei dem regelmäßigen Online-Format Finanzierung-Konkret werden zu wechselnden Themen Gäste eingeladen, um Impulse zu setzen und Erfahrungsaustausch zu ermöglichen.

Das Format futureSAX-Finanzierung-Konkret gibt Gründungs- und Wachstumsunternehmen Impulse für Fragen rund um das Thema Finanzierung. Im Online-Q&A zur den BMWi Corona-Unterstützungen sowie dem Beteiligungsfonds für Zukunftstechnologien („Zukunftsfonds“) sprachen wir mit Thomas Jarzombek, Mitglied des Bundestages und Beauftragter für Digitale Wirtschaft und Start-ups, über die Maßnahmenpakete des Bundes.

Zahlreiche Fragen aus dem Publikum konnten beantwortet werden

Thomas Jarzombek, MdB, ist seit dem 1. August 2019 der Beauftragte vom BMWi für die Digitale Wirtschaft und Start-ups. Der Dialog mit den Akteuren der Digitalwirtschaft und der Austausch mit Start-ups stellen hierbei seine Arbeitsschwerpunkte dar. Sein Ziel ist es, den digitalen Markt für Start-ups und den Mittelstand weiter zu öffnen sowie die Rahmenbedingungen für einen internationalen Markt zu verbessern. Im Anschluss an die einleitenden Ausführungen zu den Maßnahmen des BMWi für Start-ups und Wachstumsunternehmen von Thomas Jarzombek, MdB, wurde den Teilnehmenden im digitalen Auditorium die Möglichkeit gegeben, Fragen zu stellen und Ihre Erfahrungen mit den Instrumenten zu teilen.

Sächsische Investoren Roadshow II/2021

13.07.2021 | 15:00 - 20:00

Bei der Sächsischen Investoren Roadshow haben Kapitalgebende die exklusive Möglichkeit, ca. 15 topaktuelle Startup- und Wachstumskonzepte kennenzulernen.

Hintergrund BMWi Corona-Hilfen

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie und das Bundesministerium der Finanzen haben im Dezember 2020 die KfW damit beauftragt, das 2 Mrd. Euro-Maßnahmenpaket für Start-ups und kleine Mittelständler zur Abmilderung der Folgen der Corona-Pandemie bis zum 30. Juni 2021 zu verlängern. Das Maßnahmenpaket zur Unterstützung von Start-ups und kleinen Mittelständlern im Umfang von 2 Mrd. Euro steht seit Mitte Mai 2020 zur Verfügung und basiert auf zwei Säulen:

  • Mit der Säule 1 wird auf den bestehenden Kooperationen des Bundes mit KfW Capital und dem Europäischen Investitionsfonds (EIF) aufgebaut, um privaten Wagniskapitalfonds die Mittel aus dem Maßnahmenpaket zur Beteiligung an Start-ups zur Verfügung zu stellen („Corona Matching Fazilität“). Zudem können Wagniskapitalfonds wie „High-Tech Gründerfonds“ (HTGF) oder „coparion“ Liquiditätshilfen für Start-ups beantragen; auch über das Finanzierungsprogramm ERP-Startfonds werden Mittel vergeben.
  • Die Säule 2 steht Start-ups und kleinen Mittelständlern zur Verfügung, die keinen Zugang über einen VC-Fonds zu Säule 1 haben: Hier werden die Mittel aus dem 2 Mrd. Euro-Maßnahmenpaket über Landesförderinstitute – entweder direkt oder über weitere Intermediäre wie z.B. Family Offices, Business Angels, oder die mittelständischen Beteiligungsgesellschaften der Länder – an Unternehmen in Form von Mezzanin- oder Beteiligungsfinanzierungen ausgereicht. Voraussetzung für die Teilnahme an Säule 2 ist, dass das jährliche Umsatzvolumen höchstens 75 Mio. Euro beträgt. Die Mittelbereitstellung im Risiko des Bundes an die Landesförderinstitute erfolgt über haftungsfreigestellte Globaldarlehen durch die KfW. Der öffentliche Anteil an der jeweiligen Finanzierung kann gemäß „Bundesregelung Kleinbeihilfen 2020“ bis zu 800.000 Euro pro Unternehmen betragen.

Im Rahmen des Gespräches stellte Hr. Jarzombek nicht nur wertvolle Einblicke und Hintergründe bereit, sondern verkündete auch die angedachte Maßnahme der Verlängerung der Maßnahmen bis zum Jahresende sowie der Eröhrung des Gesamtvolumens von bisher 2 Mrd. EUR, verbunden mit einer Erhöhung der Deckelung der Säule II Unterstützungen auf 1,8 Mio. EUR pro Start-up. Weitere Informationen zur Umsetzung der Säule 2 in Sachsen erhalten Sie auf unserer Übersichtsseite oder beim nächsten Finanzierung-Konkret am 06. Mai 2021.

Hintergrund Beteiligungsfonds für Zukunftstechnologien („Zukunftsfonds“)

Die Bundesregierung stellte im März 2021 zusätzliche 10 Mrd. Euro für einen Beteiligungsfonds für Zukunftstechnologien („Zukunftsfonds“) bereit. Profitieren werden davon insbesondere Start-ups in der Wachstumsphase mit einem hohen Kapitalbedarf. Bundesfinanzminister Olaf Scholz und Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier beauftragen heute die KfW mit der Umsetzung und Verwaltung des Zukunftsfonds. Unter dem Zukunftsfonds sollen verschiedene Maßnahmen („Bausteine“) zur Förderung von Zukunftstechnologien gebündelt werden. Die ersten Bausteine des Zukunftsfonds können Mitte April starten. Innerhalb des KfW-Konzerns ist KfW Capital mit der Koordination des Zukunftsfonds betraut.

  • Ausbau KfW Capital
    KfW Capital erhöht mit Unterstützung des ERP-Sondervermögens und des Zukunftsfonds das Zusagevolumen für Venture Capital-Fonds, Growth-Fonds und Venture Debt-Fonds in den nächsten zehn Jahren um rd. 2,5 Mrd. Euro. KfW Capital wird dadurch insbesondere ihren Investitionsfokus auf Wachstumsfinanzierungen von Start-ups ausweiten. Die Beteiligungen von KfW Capital erfolgen weiterhin grundsätzlich zu den gleichen Bedingungen wie die Investition privatwirtschaftlicher Mitinvestoren (pari passu).
  • EIF-Wachstumsfazilität
    In Anlehnung an die vorhandene ERP/EIF-Wachstumsfazilität wird eine bis zu 3,5 Mrd. Euro große Wachstumsfazilität geschaffen, welche in Wachstumsfonds und in Wachstumsfinanzierungsrunden von Start-ups investiert. Die Beteiligung erfolgt grundsätzlich zu den gleichen Bedingungen wie die Investition privatwirtschaftlicher Mitinvestoren (pari passu).
  • DeepTech Future Fonds
    Der bis zu 1 Mrd. Euro anwachsende DeepTech Future Fonds beteiligt sich zu Pari-passu-Bedingungen mit einer längerfristigen Investitionsperspektive direkt an DeepTech-Unternehmen. DeepTech-Unternehmen entwickeln tiefgreifende Innovationen mit erheblichem gesamtwirtschaftlichen Wirkungspotenzial. Die Entwicklung bis zur Markreife ist sehr zeit- und kapitalintensiv. Mit dem neuen DeepTech Future Fonds sollen solche Technologien in Deutschland zur Marktreife gebracht werden. Hr. Jarzombek erzähle futureSAX im Gespräch darüber hinaus, dass der angedachte Deep Tech Fonds über den verstärkten High-Tech-Gründerfonds ausgereicht wird. Der High-Tech-Gründerfonds ist m
    it einem Volumen von rund 900 Mio. Euro verteilt auf drei Fonds einer der aktivsten europäischen Seedinveestoren und hat seit 2005 mehr als 600 Start-ups begleitet. Im Finanzierung-Konkret: "Inhalte und Verhandlung von Beteiligungsverträgen" am 09. Juni 2021 berichtet Dr. Ulrich Schmitt, Senior Investment Manager des High-Tech-Gründerfonds, über die verschiedenen möglichen Bestandteile eines Beteiligungsvertrages und gibt einen Überblick darüber, welche Vertragstypen zur Beteiligungsdokumentation gehören.

Darüber hinaus gab es exklusive Einblicke über die angedachte Umsetzung zur Stärkung sozialer Innovationen, die aktuell diskutiert werden. Kapitalgeber aus dem futureSAX-Investoren-Netzwerk sollten sich bereits heute den 13. Juli 2021 im Kalender markieren. Die nächste Sächsische Investoren Roadshow Online wird erneut ca. 15 aktuelle Gründungs- und Wachstumskonzepte präsentieren.

Ihr Ansprechpartner bei futureSAX

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Alexander Kühne

Projektmanager Kapital

Seine Affinität für digitale Technologien und deren Geschäftsmodelle entwickelte er nach einer mehrjährigen Tätigkeit in der Automobilindustrie. Während seines Masterstudiums des Wirtschaftsingenieurswesens an der Technischen Universität Dresden fokussierte er sich auf die Themen Geschäftsmodellentwicklung & Innovation und gründete ein Unternehmen im Bereich eCommerce und Podcasting. Zusätzlich ist er zweifacher Absolvent der Blockchain School Mittweida und engagiert sich im Organisationsteam des Blockchain Meetup Saxony. Er ist ausgebildeter Qualitätsmanagementbeauftragter (QMB) und war lange ehrenamtlich in der überparteilichen politischen Bildung im Politischen Jugendring Dresden e.V. (PJR) als Vorstandsmitglied engagiert.

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