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„Zu einer blühenden Region gehört eine Gründungs­kultur mit Start Ups.“

Michael Schulz, Geschäfts­führer der Wirtschaft­si­ni­tiative Lausitz e.V. sieht im futureSAX-Mentoring-Netzwerk-Interview große Chancen im anste­henden Struk­tur­wandel.

Mit kosten­freien Seminar­an­ge­boten und Coaching­be­ra­tungen und vielsei­tigen Projekten möchte Michael Schulz von der Wirtschaft­si­ni­tiative Lausitz e.V. den Struk­tur­wandel zugunsten einer blühenden Gründungs­kultur nutzen. Welche Angebote er Gründe­rinnen und Gründer sowie Inter­es­sierte unter­breiten kann, beant­wortet er im futureSAX-Mentoring-Netzwerk-Interview.

futureSAX: Was zeichnet den Wirtschaftsraum (sächsische) Lausitz aus?

Michael Schulz: Der Wirtschaftsraum Lausitz zeichnet sich grundsätzlich zunächst durch eine sehr gute geografische Lage aus: im Herzen Europas, mit den angrenzenden Metropolen Berlin, Dresden und Leipzig. Im Osten und Süden liegen die europäischen Großstädte Poznan, Wroclaw und Prag quasi vor der Haustür.

Mit drei Univer­si­täten und Hochschulen in der Region bietet sie für junge Menschen und Wissen­schaftler gute Voraus­set­zungen für Studium und Forschung. Wirtschaftlich wird die Region neben großen Weltmarkt­führern wie der LEAG, BASF, Siemens, Bombardier, Daimler und Vestas vor allem durch zahlreiche kleine und mittlere Handwerks­be­triebe geprägt.

futureSAX: Welche Potenziale ergeben sich aus dem Strukturwandel in der Region? Wie wirkt die Wirtschaftsinitiative Lausitz an diesem mit?

Michael Schulz: Aus dem Strukturwandel ergeben sich große Potentiale: durch die finanziellen Investitionen, die zukünftig in die Verkehrsinfrastruktur und den Breitbandausbau fließen sollen, können strukturelle Nachteile ausgeglichen und die Lausitz so in eine Modellregion gewandelt werden. Die Möglichkeiten für junge Menschen und UnternehmerInnen, sich in der Region anzusiedeln, sind mit der unmittelbaren Nähe zu den Metropolregionen Dresden und Berlin schon heute groß und werden mit den entsprechenden infrastrukturellen Maßnahmen noch besser. Mit den angekündigten Ansiedlungen und Verstärkungen von Forschungseinrichtungen wird weiter in die Innovationskraft der Lausitz investiert. Hiervon profitieren dann auch Unternehmen.

Die WiL unter­stützt und begleitet die Struk­tur­ent­wicklung mit zahlreichen und vielsei­tigen Initia­tiven und Projekten. So setzen wir verschiedene Projekte an und mit Schulen z.B. zum Thema Unter­neh­mertum oder zur MINT-Orien­tierung um. Daneben sind wir in zahlreichen Initia­tiven zur Fachkräf­te­si­cherung aktiv. Und mit unserem „Lausitzer Existenz­gründer Wettbewerb LEX“ und dem „Start Up Meeting Lausitz“ unter­stützen wir Gründer, Unter­neh­mens­nach­folger und junge Unter­neh­merInnen auf Ihrem erfolg­reichen Weg.

futureSAX: Wie unterstützt die WiL innovative Gründer in der Region?

Michael Schulz: Mit dem "Lausitzer Existenzgründer Wettbewerb LEX" stemmen wir uns gegen die sinkenden Gründerzahlen und unguten Prognosen. In Kooperation mit Netzwerkpartnern wie futureSAX bieten wir Unterstützung, Begleitung und Qualifizierung auf Ihrem Weg in die Selbständigkeit in der Lausitz. In Einzelgesprächen (Coachberatungen) und Seminaren werden ganz individuelle Fragestellungen geklärt.

„Die Seminarangebote, Coachberatungen und Konzeptbewertungen sind kostenfrei - denn der LEX wird jährlich von zahlreichen Partnern und Sponsoren aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft gefördert.“

Die Angebote des LEX richten sich an Existenz­gründer, Unter­neh­mens­nach­folger und Unter­nehmen mit einer Geschäfts­fel­der­wei­terung in der Lausitz. Daneben veran­stalten wir auch in diesem September wieder das „Start Up Meeting Lausitz“.

futureSAX: An wen richtet sich das Start Up Meeting Lausitz und was können die Teilnehmer von der Veranstaltung erwarten?

Michael Schulz:

„Zu einer blühenden Region gehört eine Gründungskultur mit Start Ups.“

Mit unserem „Start Up Meeting“ wollen wir daher gestandene und junge Unter­nehmen zusam­men­bringen. Damit soll es gegen­sei­tiges Verständnis fördern und das Konstruktive antreiben. Die Veran­staltung bietet Start-Ups und etablierten Unter­nehmen die Möglichkeit, Kontakte zu knüpfen und im Idealfall Koope­ra­tionen und Geschäfts­be­zie­hungen voran­zu­treiben. Im vergan­genen Jahr suchten mehr als drei Viertel der Teilnehmer Partner, Inves­toren und neue innovative Ideen.

futureSAX: Sie sind geraume Zeit Mitglied im futureSAX-Start-up-Partner-Netzwerk. Wie helfen solche Netzwerke bei der Bündelung von Unterstützungsmöglichkeiten für Gründer und ihre Unterstützer?

Michael Schulz:

„Netzwerke sind ein wichtiger Beitrag um Erfahrungen und Kontakte auszutauschen, um so Synergieeffekte zu schaffen.“

Auf diese Weise gelingt es die Ergeb­nisse der eigenen Arbeit ständig zu verbessern und Gründer noch effek­tiver und nachhal­tiger zu unter­stützen. 

futureSAX: Seit einem Jahr sind Sie zudem im Sächsischen Mentoring-Netzwerk Oberlausitz tätig. Welchen Mehrwert sehen Sie für die Akteure im sächsischen Innovationsökosystem?

Michael Schulz: Die Mitglieder des Sächsischen Mentoring-Netzwerk Oberlausitz haben ganz unterschiedliche berufliche Hintergründe und Erfahrungen.

„Diese Heterogenität ist die Stärke des Netzwerkes, denn Gründer können auf diese Weise besser individuell und entsprechend Ihrer Profession gefördert werden.“

futureSAX: Zum Abschluss: Gibt es einen Tipp, den Sie allen Gründern mit auf den Weg geben können?

Michael Schulz: Neben futureSAX und der WiL gibt es zahlreiche starke und kompetente Akteure und Institutionen, die Gründer unterstützen.

„Ich möchte Gründern mit auf den Weg geben, dass Sie nicht zögern sollen, diese Unterstützer anzusprechen.“

Dank deren Netzwerken und Know How steigen die Chancen auf eine erfolg­reiche Gründung und eine positive Geschäfts­ent­wicklung ungemein.  

 

futureSAX: Wir bedanken uns ganz herzlich für das Gespräch.

Mehr zur Wirtschaftsinitiative Lausitz und ihren Projekten erfahren Sie hier: https://www.wil-ev.de/