Das futureSAX-Gründerforum II in Leipzig

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Wie ticken Kapitalgeber für innovative Gründungen?

Geld regiert die Welt – dies mag eine Binsenweisheit sein. Doch welche Finanzierungsmöglichkeiten gibt es für meine innovative Gründung? Was erwarten potenzielle Kapitalgeber und wie wecke ich Ihr Interesse? – Um diese und viele weitere Fragen rund um eines der wichtigsten Themen im Start-up-Kontext drehte sich das futureSAX-Gründerforum II am 5. März in Leipzig.

Beim Sächsischen Gründerpreis Zugang zu Kapitalgebern

Unter dem Titel „Ein investorenfähiges Finanzierungskonzept erstellen“ waren über 70 Teilnehmer der Einladung auf den Mediencampus Villa Ida gefolgt. futureSAX-Geschäftsführerin Marina Heimann stimmte sie zunächst auf den weiteren Verlauf der Veranstaltung ein und lud die anwesenden Jungunternehmerinnen und Jungunternehmer herzlich ein, die Chancen des Sächsischen Gründerpreises 2020 für sich zu nutzen. Den ersten drei Platzierten winkt ein Preisgeld von insgesamt 30.000 Euro. Alle Teilnehmer profitieren von der begleitenden Öffentlichkeitsarbeit und der Einbindung in das futureSAX-Netzwerk mit seinen rund 8.000 Kontakten – unter anderem auch mit zahlreichen Kapitalgebern. Noch bis zum 29. März können sich Gründerinnen und Gründer sowie jene, die es in den kommenden zwei Jahren werden wollen, bewerben.

"Versteht unbedingt, welche Erwartungen der Investor hat. Wie muss das Investment in meine Firma zurückspielen, damit es ein gutes Investment ist"

Frederick von Mallinckrodt, Partner Senovo Capital Management GmbH

Der Kapitalgeber – das gar nicht mal so scheue Reh

Doch wie ticken Kapitalgeber eigentlich? Sind sie wirklich das viel zitierte scheue Reh? Mitnichten, ließ Frederick von Mallinckrodt, Partner bei Senovo, einem Risikokapitalgesellschaft aus München, in seiner einleitenden Keynote wissen. Zudem räumte er mit dem Klischee auf, Investoren seien ausschließlich auf Zahlen fokussiert. Das Gründungsteam sei mindestens gleichwertig entscheidend, ob investiert wird oder nicht. Dabei stehen beispielsweise eine ausgeglichene Besetzung hinsichtlich der unternehmerischen Kompetenzen im Mittelpunkt, aber auch eine realistische Chancen- und Risikenabschätzung sowie Planungsfähigkeiten. Ergänzt wird das Kriterienraster unter anderem durch Merkmale des Geschäftsmodells wie beispielsweise das Skalierungspotenzial und vorhandene Pilotkunden.

Das nächste futureSAX-Gründerforum

Die eigene Idee überzeugend präsentieren

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Investoren plaudern aus dem Nähkästchen

Anschließend startete mit den beiden Fishbowldiskussionen das Herzstück des zweiten Gründerforums in diesem Jahr. Wie bereits bei der ersten Veranstaltung zur Entwicklung von Geschäftsmodellen Anfang Februar in Chemnitz nutzten die Gäste die Möglichkeit, um mit den anwesenden Experten, genau die Fragestellungen zu diskutieren, die ihnen unter den Nägeln brannten. Die erste Runde bildeten Sören Schuster, Geschäftsführer des Technologiegründerfonds Sachsen, Sebastian Brüdgam, Firmenkundenbetreuer Start-ups@Germany bei der Deutschen Bank, die Einblicke aus der Kapitalgebersicht teilten. Ihnen zur Seite standen Lasse Landt, Geschäftsführer bei der Pamyra GmbH und Dr. Dilan Sinem Sert, Geschäftsführerin von SeDiDoc, welche die Diskussion durch ihre Erfahrungen bei der Finanzierung ihrer Gründungen aus der Unternehmensperspektive bereicherten. Moderiert von futureSAX-Projektmanager Gründen Alexander Seedorff entwickelte sich dabei ein reger Austausch, bei dem Experten und Start-up-Vertreter aus dem sprichwörtlichen Nähkästchen plauderten und so erkenntnisreiche Einsichten für das Auditorium boten.

Crowdfinanzierung – kein leichter aber ein chancenreicher Weg

Beim zweiten Sprung ins Goldfischglas wurden Alternativen zur Finanzierung über den Risikokaptialfonds oder den Bankkredit erörtert. Hierbei standen Dr. Frank Stummer, Business Angel und Mitgründer von futureSAX-Alumnus Rhebo, Johannes Ranscht, Geschäftsführer der Crowdinvestingplattform Seedmatch und Antje Stumpe, ebenfalls futureSAX-Alumnus und Geschäftsführerin der MuseKind GmbH Rede und Antwort. Dabei wurde deutlich: Auf schnelles und leicht akquiriertes Geld mit Crowdfinanzierungsformen sollte keiner hoffen. Auch hierfür bedarf es einer ausgeklügelten Vorbereitung und einem feingliedrigen Aktionsplan, um die gewünschte Summe einzufahren. Der Vorteil dieses Weges liegt gleichwohl in einem potenziellen Marketingeffekt für das eigene Produkt bzw. Unternehmen.
 

"Der größte Fehler eines Gründers ist, dass er sein Geschäftsmodell geheim hält."

Johannes Ranscht, Geschäftsführer Seedmatch, OneCrowd Loans GmbH

Kommendes Gründerforum am 25. Mai 2020 in Dresden

Nachdem der Wissensdurst gestillt war, nutzten Teilnehmer und Experten die Gelegenheit, sich beim anschließend Get-together am Büffet zu stärken. Doch auch dabei waren die Themen des Abends omnipräsent. In den Gesprächen in nunmehr kleinerer Runde ergriff der eine oder andere die Chance, um sich in der Direktansprache von potenziellen Investoren zu üben oder um mit weiteren Detailfragen die Expertise seines Gegenübers anzuzapfen. Im Rahmen der Jurorenlounge bekamen die angehenden Bewerber des Sächsischen Gründerpreises zudem die Chance, einige der Bewerter auf Tuchfühlung zu gehen und sich wertvolle Tipps zur Optimierung ihrer Bewerbung abzuholen.

Das dritte futureSAX-Gründerforum findet dann am 25. Mai 2020 in Dresden statt. Das Fokusthema des letzten Termins der Reihe lautet dann "Die eigene Idee überzeugend präsentieren".

Bewerbungen für den Sächsischen Gründerpreis 2020 sind noch bis zum 29. März 2020 möglich. Alle Informationen sowie das Onlinebewerbungsportal finden Sie hier.

Ihr Ansprechpartner bei futureSAX

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Alexander Seedorff

Projektmanager Gründen

Aktiv mitgestalten und Neues schaffen, anstatt anderen dabei zuzusehen – dieses Credo prägt das Leben von Alexander Seedorff. Bereits während seines Studiums der Politik- und Kommunikationswissenschaften an der Technischen Universität Dresden engagierte er sich ehrenamtlich beim Aufbau von professionellen Strukturen beim Basketball-Drittligist Dresden Titans. Durch seine beruflichen Stationen in der Erziehungswissenschaft und im Sächsischen Landtag fokussierte er die zukunftsorientierten Themen Hochschule, Wissenschaft und Bildung sowie Kultur und Medien. Mit Herz und Hand sammelt er persönliche Erfahrungen als Social Entrepreneur bei der Gründung und Leitung eines Vereins zur Förderung der Fankultur.

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