NextGenPower-Konkret im Oktober 2021

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NextGenPower-Konkret im Oktober: Mit nachhaltigen Ideen die Welt FAIRändern

Im Oktober sprachen wir in NextGenPower-Konkret über nachhaltige Ideen und wie ressourcenschonende Geschäftsmodelle einen Wandel bewirken können. Die bereits nachhaltig wirtschaftenden Gäste – das Team Ganzze Pflanzze und Kay Hedrich von Matabooks – teilten Ihre Erfahrungen und Visionen mit den Teilnehmenden.

Im Fokus von NextGenPower-Konkret stand im Oktober das Thema Nachhaltigkeit. Zu Gast war das Team von Ganzze Pflanzze aus Görlitz, die mit ihren nachhaltigen Gemüsechips bereits bei Business@School und Startup Teens erfolgreich abschnitten. Als erfahrener Unternehmer war Kay Hedrich, CEO des veganen Buchverlags Matabooks, mit im Panel, der uns vorab bereits im Interview erste Einblicke zum Thema gab. Einen ersten Vorgeschmack auf die Session rund um Nachhaltigkeit gab auch das Interview des Teams Ganzze Pflanzze. 

Nachhaltigkeit: Chancen und Herausforderungen 

Nach kurzer Vorstellung startete die Runde ins Thema und diskutierte zunächst, was Nachhaltigkeit und nachhaltiges Wirtschaften für jede(n) Einzeln(e) bedeutet und welchen Stellenwert eine ressourcenschonende Lebensweise jeweils einnimmt. In dem Zusammenhang sprachen die Teilnehmenden auch darüber, welche Chancen und Herausforderungen für kommende Generationen von Unternehmerinnen und Unternehmern bestehen, hinsichtlich einer nachhaltigen Wirtschaftsweise.  

Dabei kam der Austausch zu den jeweiligen Produkten bzw. Geschäftsmodellen der Gäste nicht zu kurz.  

Mit nachhaltigen Geschäftsmodellen Geld verdienen 

Eine der ersten Fragen von teilnehmenden Jugendlichen thematisierte die Entwicklung von nachhaltige Geschäftsmodellen und wie damit Geld verdient werden kann? Kay Hedrich, CEO von Matabooks und Teilnehmer des Sächsischen Gründerpreises 2019, griff dazu einige Bereiche des Geschäftsmodells heraus. Am eigenen Beispiel verdeutlichte er, wie nachhaltiges Wirtschaften sich beispielsweise auf die Wertschöpfungskette, das Produkt und die Beziehung zu Kunden auswirkt, sodass ein tragfähiges Erlösmodell entsteht. Gleichzeitig zeigte er auf, wie durch das Ineinandergreifen der Geschäftsmodellbereiche ein Wettbewerbsvorteil entstehen kann.  

"Nachhaltiges Wirtschaften macht für mich aus, nicht auf Kosten anderer oder der Natur zu leben und sowohl gemeinschaftlich als auch auf Augenhöhe mit Kundinnen und Kunden sowie Lieferantinnen und Lieferanten zusammen zu arbeiten."

Kay Hedrich, Gründer von Matabooks

Emma Friedrichs, vom Team GanzzePflanzze ergänzte, dass sich bei ihrem Geschäftsmodell nachhaltiges Wirtschaften besonders auf die Regionalität, kurze Wege und vor allem der Vollverwertung von Lebensmitteln bezieht. 

Die Zukunft nachhaltig gestalten 

Während der Veranstaltung hoben beide noch einmal die Bedeutung von nachhaltigem Wirtschaften hervor und wie damit ein positiver Beitrag für die Zukunft und kommende Generationen geleistet werden kann. Dabei zeigten beide auf, dass neu Generationen an Gründerinnen und Gründer die Chance haben, nachhaltiges Wirtschaften bereits im Businessplan zu berücksichtigen und ihre Unternehmensphilosophie darauf auszurichten. Ein großer Vorteil gegenüber Unternehmen, die bereits viele Jahrzehnte mit einer hohen Anzahl an Mitarbeitenden am Markt aktiv sind. Denn auf dem Weg zum nachhaltigen Wirtschaften, müssen in der Regel gefestigte Strukturen und Muster durchbrochen werden, um ressourcenschonender zu wirtschaften.  

Signalwirkung durch Preise und Wettbewerbe  

Abschließen diskutierte die Runde über die Rolle von Preisen und Wettbewerben für Gründende und Unternehmen und welche Signalwirkung diese für das Thema nachhaltiges Wirtschaften sowohl nach außen und in die Unternehmung selbst haben. Aus den persönlichen Erfahrungen heraus berichteten beide, dass Wettbewerbe und Preise das ganze Team motivieren. Motivation, um weiter an seiner Geschäftsidee zu arbeiten, aber auch um sich für das Thema Nachhaltigkeit und nachhaltiges und faires Wirtschaften noch stärker zu engagieren. Es gibt der eigenen Unternehmung die Möglichkeit, sich klar zu positionieren und damit ein Zeichen zu setzen. Außerdem ebnen diese den Weg, um junge Start-ups sichtbar zu machen, sodass diese sich schneller am Markt etablieren können. Gleichzeitig haben die Referenten die Erfahrung gemacht, dass das eigene Wirken auch das Umfeld motiviert, ein eigenes nachhaltiges Unternehmen zu gründen oder bestehende Strukturen über Bord zu werfen, um sich umweltfreundlicher aufzustellen. 

Dabei ist eine 180°-Wende nicht notwendig. Das wichtige ist, Geduld und fortlaufend an seiner Vision und seinem nachhaltigem Geschäftsmodell zu arbeiten. 

Nächstes NextGenPower-Konkret im November

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