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Sächsi­scher Wirtschafts­mi­nister ehrt die innova­tivsten Gründer und Unter­nehmen sowie die besten Wissens- und Techno­lo­gie­Trans­fer­pro­jekte des Freistaates

19. Juni 2019

Sächsischer Wirtschaftsminister ehrt die innovativsten Gründer und Unternehmen sowie die besten Wissens- und Technologie­Transferprojekte des Freistaates

Dresden, 19. Juni 2019.

Am Mittwoch, dem 19. Juni, hat Wirtschafts­mi­nister Martin Dulig die innova­tivsten Gründer und Unter­nehmer sowie die besten Wissens- und Techno­lo­gie­Trans­fer­pro­jekte Sachsens geehrt. Erstmals wurde dabei neben den Sonder­preisen „futu­reSAX-Publi­kums­preis“ und „Sonder­preis der Sächsi­schen Handwerks­kammern“ auch der „Sonder­preis Techno­lo­gie­mittler“ vergeben.

„Von der Program­mierung von Indus­triero­botern über Fenster­be­lüf­tungs­systeme bis hin zur Entwicklung einer herzge­sün­deren Rostbrat­wurst – auch in diesem Jahr war die Bandbreite der einge­reichten Innova­tionen wieder sehr vielfältig und spannend. Jeder einzelne Bewerber zeigt damit, dass Sachsen mit seiner exzel­lenten Forschungs­land­schaft ein hohes Innova­ti­ons­po­tenzial und ein lebhaftes Gründer­ge­schehen besitzt“, so Martin Dulig in seiner Eröff­nungsrede zur Prämierung der Gewinner auf der futureSAX-Innova­ti­ons­kon­ferenz im Ostra-Dome in Dresden.

Dulig ermutigte die über 500 anwesenden Wissen­schaftler, Gründungs­wil­ligen und Unter­nehmer auch in Zukunft neue Wege einzu­schlagen: „Wir brauchen kreative Köpfe mit innova­tiven Ideen. Wir brauchen clevere Köpfe mit Mut zum Unter­neh­mertum. Sie alle sind die Zukunft der sächsi­schen Wirtschaft. Nur so können wir gemeinsam die Erfolgs­ge­schichte des Innova­ti­ons­landes Sachsen fortschreiben.“

Erfolgreichster Gründer kommt aus Dresden

Im Rahmen des Sächsi­schen Gründer­preises hat das Team um Christian Piechnick von der Wandelbots GmbH aus Dresden mit ihrem Konzept die Wettbe­werbsjury überzeugt.

Die Wandelbots GmbH demokra­ti­siert die Robotik. Roboter lernen aus Beispielen, die ein Mensch mit Hilfe von intel­li­genter Kleidung vormacht. Die Wandelbots Software – WandelBox – ist in der Lage aus den dabei gesam­melten Daten sogenannte Skills abzuleiten. Aus diesen können vollin­te­grierte Automa­ti­sie­rungs­skripte generiert werden, die den Roboter in die Lage versetzen eine Aufgabe autonom zu bewäl­tigen.

Den zweiten Platz belegt die Morpheus Space GmbH, sie produ­ziert die kleinsten Ionen­strahl­an­triebe weltweit und verleiht damit der Nano-Satel­liten Industrie die notwendige Mobilität und Nachhal­tigkeit.

Die dritt­plat­zierte Leipziger Jymmin GmbH i.G. bietet ein Trainings­system für Musik­feedback-Sport an, das alleine oder in Gruppen genutzt wird.

Mit dem Sächsi­schen Gründer­preis unter­stützt der der Freistaat Sachsen die Entwicklung von guten Ideen zu tragfä­higen Geschäfts­kon­zepten sowie besonders innovative und wachs­tum­s­ori­en­tierte Gründungs­vor­haben. Für den Wettbewerb werden jährlich Preis­gelder von insgesamt 30.000 Euro ausgelobt.

Sachsens bestes Transferprojekt stammt von Prof. Dr. Dr. Karl Leo von der Technischen Universität Dresden

Sachsen gehört zu den forschungs­in­ten­sivsten Regionen Europas. Vielfältige Trans­ferak­ti­vi­täten tragen dazu bei, das einzig­artige Know-how zu nutzen und in Innova­tionen zu überführen. Vor diesem Hinter­grund wurde 2017 erstmalig der Sächsische Trans­fer­preis vom Sächsi­schen Staats­mi­nis­terium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr ausgelobt. Der Sächsische Trans­fer­preis ist mit einem Preisgeld von insgesamt 30.000 Euro dotiert.

Auch in diesem Jahr konnten Unter­nehmen, die von einem Trans­fer­prozess profi­tiert haben, ihren Trans­fer­geber vorschlagen. Der Sieger des Sächsi­schen Trans­fer­preises ist Prof. Dr. Dr. Karl Leo von der Techni­schen Univer­sität Dresden. Er wurde vom Sieger des Sächsi­schen Gründer­preises 2016, der Senorics GmbH, vorge­schlagen.

Am Integrated Center for Applied Physics and Photonic Materials (IAPP) der TU Dresden wird unter der Leitung von Prof. Dr. Karl Leo seit mehr als 20 Jahren an organi­schen Halbleitern geforscht. Nach zahlreichen erfolg­reichen Ausgrün­dungen konnte 2018 ein Patent­port­folio in die jüngste Ausgründung Senorics trans­fe­riert werden. Des Weiteren konnten neuartige Sensoren entwi­ckelt werden, die eine berüh­rungslose und hoch genaue Distanz­messung erlauben. Zudem konnte dank der Initiative und den Anstren­gungen von Prof. Karl Leo Senorics eine Seed-Finan­zie­rungs­runde über 2.3 Millionen Euro schließen. 

Der zweite Platz ging an Prof. Dr.-Ing. Jens-Peter Majschak von der Techni­schen Univer­sität Dresden mit dem Trans­fer­projekt cera2heat – Revolution indus­tri­eller Heizpro­zesse, das er gemeinsam mit dem Gewinner des futureSAX-Ideen­wett­be­werbes (jetzt Sächsi­scher Gründer­preis) erarbeitete. Dritt­plat­zierter des Sächsi­schen Trans­fer­preises wurde Karl Lötsch von der Techni­schen Univer­sität Chemnitz mit dem Projekt Großse­ri­en­taug­liche Herstellung von metal­li­schen PEMBi­po­lar­platten, das er gemeinsam mit dem Olbern­hauer Unter­nehmen Wätas Wärme­tau­scher Sachsen GmbH durch­führte.

Erstmals wurde in diesem Jahr ein Sonder­preis für die sehr wichtige Rolle des Techno­lo­gie­mittlers ausgelobt. Dieser geht an Maria Kryger von der Univer­sität Leipzig für das erfolg­reichen Trans­fer­projekt zwischen der Fleischerei Möllmer und der Univer­sität Leipzig mit der Entwicklung einer herzge­sün­deren Rostbrat­wurst.

Innovativstes sächsisches Unternehmen kommt im Jubiläumsjahr 2019 aus der Oberlausitz!

In diesem Jahr prämierte der Freistaat bereits zum 20. Mal wegwei­sende Innova­tionen sächsi­scher Unter­nehmen mit dem Sächsi­schen Innova­ti­ons­preis.

Vom reinen Vertriebler zum Produ­zenten des eigens entwi­ckelten Produkts - der erste Platz des Sächsi­schen Innova­ti­ons­preises 2019 geht an die INNOPERFORM GmbH. Die Malschwitzer entwi­ckelten den arimeo CS. Der paten­tierte Fenster­falz­lüfter für Kunst­stoff­fenster, ist eine Lösung, um einen geregelten Luftaus­tausch bei geschlos­senem Fenster zu reali­sieren (Schim­mel­ver­meidung). Er nimmt dabei nur den Bauraum der Fenster­flü­gel­dichtung ein. Erstmals steht damit die gesamte Breite der Fenster­flügel für die Bestückung mit Fenster­falz­lüftern zur Verfügung, ohne dass Fenster­be­schläge dies einschränken.

Auf den zweiten und dritten Platz im Bereich der innova­tivsten sächsi­schen Unter­nehmen kamen die Dresdner Fabmatics GmbH und die Zellkraftwerk GmbH aus Leipzig.

Beim SCOUT der Innovation der Fabmatics GmbH handelt es ich um einen frei navigie­renden, mobilen Roboter, der durch hardware- & softwa­re­sei­tigen modularen Aufbau sowohl eine Skalierung in Größe & Form als auch bzgl. der Handha­bungs­einheit erlaubt. Vielfältige Transport- und Handha­bungs­auf­gaben können ausfall­sicher mit einem Grund­fahrzeug-Typ erledigt werden. Dies führt zu geringen Aufwänden bei Wartungs­pro­ze­duren, der Ersatz­teil­vor­haltung oder auch bei Produkt­schu­lungen.

Die Zellkraftwerk GmbH ist Vorreiter und Impuls­geber der ChipCy­to­metry. Das Unter­nehmen hat eine einzig­artige Hard- und Software-Techno­lo­gie­plattform entwi­ckelt, die in den verschie­densten Bereichen wie Immun­on­ko­logie, Autoim­mu­ni­täts­for­schung oder der Entwicklung zellu­lärer Therapien erfolg­reich einge­setzt wird. Die Produkte werden sowohl von akade­mi­schen Forscher­gruppen als auch pharma­zeu­ti­schen Unter­nehmen weltweit genutzt.

Der Sächsische Innovationspreis ist mit Preisgeldern von insgesamt 50.000 Euro dotiert. Er richtet sich an in Sachsen ansässige, mittelständische Unternehmen mit bis zu 500 Mitarbeitern und bis zu 100 Millionen Euro Umsatz im Jahr, deren Gründung mindestens fünf Jahre zurückliegt.

Übersicht Preisträger 2019

Sächsischer Gründerpreis 2019:

  1. Platz: Wandelbots GmbH, Dresden – „Demonstrationsbasiertes Anlernen von Robotern“
  2. Platz: Morpheus Space GmbH, Dresden – „Mikroantriebe für Nano-Satelliten zur nachhaltigen Nutzung des Weltraums“
  3. Platz: Jymmin GmbH, Leipzig – „Stimulation emotional-motorischer Kontrolle durch Musikfeedback“
  4. futureSAX-Publikumspreis: Team SAM Assistance, Dresden – „Selbstlernendes Assistenzsystem für Maschinenbediener“

Sächsischer Transferpreis 2019:

  1. Platz: Prof. Dr. Dr. Karl Leo, Technische Universität Dresden – „Miniaturisierbare Spektroskopie basierend auf organischer Elektronik“
  2. Platz: Prof. Dr.-Ing. Jens-Peter Majschak, Technische Universität Dresden –„cera2heat – Revolution industrieller Heizprozesse“
  3. Platz: Karl Lötsch, Technische Universität Chemnitz – „Großserientaugliche Herstellung von metallischen PEM-Bipolarplatten“
  4. Sonderpreis Technologiemittler: Maria Kryger, Universität Leipzig, „Entwicklung einer herzgesünderen Rostbratwurst“

Sächsischer Innovationspreis 2019

  1. Platz: Innoperform GmbH, Malschwitz – „arimeo – die neue Generation Fensterfalzlüfter“
  2. Platz: Fabmatics GmbH, Dresden – „Flexibler, selbst-navigierender, autonomer Roboter mit adaptiven, modularen Handhabungssystemen“
  3. Platz: Zellkraftwerk GmbH, Leipzig – „Zellscanner und Cytobot“
  4. Sonderpreis der sächsischen Handwerkskammern: isotech Gebäudetechnik e.K. – „steam X: innovative Dampftechnologie“

Hintergrund futureSAX – die Innovationsplattform des Freistaates Sachsen

futureSAX – die Innova­ti­ons­plattform des Freistaates Sachsen – gibt Gründern und Unter­nehmern aus Sachsen Wachs­tum­sim­pulse und vernetzt branchen­über­greifend Innova­toren aus Wissen­schaft und Wirtschaft. Zur Finan­zierung des Wachstums bietet futureSAX Gründern und Unter­nehmern zahlreiche Matching-Möglich­keiten mit Kapital­gebern. Die futureSAX-Innova­ti­ons­kon­ferenz ist das Highlight des futureSAX–Jahres und ein Treff­punkt aller Akteure und Innova­ti­ons­in­ter­es­sierten des Gründer- und Innova­ti­ons­öko­systems Sachsens.

Weitere Informationen zu futureSAX finden Sie unter: www.futureSAX.de